Projekte: Neustart Innenstadt

Der Umbau der Innenstadt erfolgt über Fördermittel bis zum Jahr 2025. Die Fördermittel kommen von der Europäischen Union, dem Bund und dem Land NRW. Dazu wurde ein Konzept, ein sogenannten Integriertes Stadtentwicklungskonzept, kurz INSEK, in Zusammenarbeit mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern und lokalen Akteuren entwickelt.

Das Konzept stellt die Schwerpunkte „Bildung, Wohnen und Dienstleistung“ heraus. Die Planer sind sich sicher, dass sich dieser Innenstadtbereich nicht ausschließlich zur „Shopping“-Oase entwickeln lässt. Mit der VHS, der Familienbildungsstätte, dem Glashaus, den Schulen, der Musikschule und der neuen Einrichtung der Waldritter e.V. sind bereits heute vielfältige Bildungseinrichtungen in der Innenstadt zu finden. Diese sollen gemeinsam „stark gemacht“ werden und wichtige Anziehungspunkte für die Innenstadtbewohner und -besucher werden. Weitere Bildungsthemen und Begegnungsmöglichkeiten werden ergänzt.

Doch der „Neustart Innenstadt“ bedeutet noch mehr: Auch die Erneuerung von Gebäuden, Plätzen und Spielplätzen gehört dazu.

Ein wichtiger Teil der benötigten Fördermittel ist mittlerweile bewilligt, sodass die Umsetzung vor Ort beginnen kann. Die weiteren Projekte des INSEK werden kontinuierlich zur Förderung bei verschiedenen Fördergebern angemeldet. Die Konkretisierung der Projekte - d. h. beispielsweise die Planung für die Baumaßnahmen - wird sowohl durch intensive Bürgerbeteiligungen und auch politische Beratungen im Rat der Stadt Herten begleitet. Die Einrichtung eines Bürgergremiums, dem sogenannten Lenkungskreis, ist geplant.

Welche Maßnahmen insgesamt geplant sind und wann sie voraussichtlich starten:

Ab 2017

Unterstützung für Erwerbslose im Projekt „Fortuna“

  • Angebot für langzeitarbeitslose Elternpaare und Alleinerziehende
  • „vor-Ort-Arbeit“
  • Beratung und informelle Unterstützung

Mit dem Programm „ForTUNa“, das Caritas und rebeq gemeinsam umsetzen, ist eine langfristige Senkung der hohen Arbeitslosenquote im Stadtteil geplant. Durch aufsuchende Sozialarbeit oder Unterstützung im Alltag sollen besonders Langzeitarbeitslose wieder eine Perspektive erhalten. Mehr Informationen

  • Logos der Fördergeber des Europäischen Sozialfonds

Zentrum für soziale Integration

  • Beratung und Betreuung von geflüchteten Menschen, Menschen in prekären Lebenssituationen sowie Langzeitarbeitslosen
  • Sprachförderung / Alltagsbegleitung / Ehrenamtsnetzwerk
  • In Kooperation mit den Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und weiteren caritativen sowie Bildungseinrichtungen

Es soll ein Zentrum in der Innenstadt als wichtige soziale Anlaufstelle für alle Menschen im Quartier entstehen. Menschen mit Migrationshintergrund, Langzeitarbeitslose und Familien sollen hier einen Raum und Ansprechpersonen für Ehrenamt, Alltagsbegleitung, Sprachförderung und Begegnungen finden.

Dieses Projekt soll von 2017 bis Mitte 2019 im Rahmen des Förderprogramms „Kommune innovativ“ weiter konkretisiert werden. Hieran arbeiten die Technische Universität Dortmund (TUD), Fakultät Raumplanung – Fachgebiet: Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung, die wissenschaftlichen Partner International School of Management (ISM) GmbH, Dortmund und Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (RWI) sowie die Verantwortlichen der Stadt Herten.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen von „Kommunen innovativ“. Diese Fördermaßnahme unterstützt Kommunen, die im Verbund mit Wissenschaft nachhaltige Strategien für Ortsentwicklung, Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen erforschen und anwenden.

  • Logoleiste mit den Logos der Fördergeber

Ab 2018

Die Innenstadt-Kümmerer sind vor Ort 

  • Servicepunkt für Bürgerinnen, Bürger, Immobilieneigentümer und -eigentümerinnen
  • Beratung / Sprechstunden / Kontakte / Bildungspunkt

Mitten in der südlichen City wird es ein Büro, das sogenannte Stadtteilmanagement, geben. Ein Team vor Ort steht ab April für Fragen und Ideen von Bürgern bereit. Wer eine gute Idee für die Innenstadt hat – sei es ein Projekt, eine Veranstaltung, eine Verschönerungsmaßnahme – und dem dafür das nötige Kleingeld fehlt, kann sich für den Verfügungsfonds bewerben. In diesem „Geldtopf“ liegen 20.000 Euro pro Jahr. Das Stadtteilmanagement wird Kontakt zu den Akteuren im Stadtteil aufnehmen, den Lenkungskreis initiieren und erste kleinere Projekte anstoßen. Daneben ist es für werbewirksame Aktionen in der Innenstadt verantwortlich, soll Menschen und Projekte miteinander vernetzen. Das Stadtteilbüro übernimmt auch die Funktion eines „Bildungspunktes“. Ähnlich wie in einer Touristeninformation sollen hier alle Angebote der Bildungseinrichtungen in der Innenstadt auf einen Blick sichtbar werden, so dass jeder schnell das richtige Angebot für sich entdecken kann.


Umgestaltung Antoniusgasse und Spielplatz

Ein wichtiger Schwerpunkt des INSEK Innenstadt ist auch die Umgestaltung des öffentlichen Raums, d.h. von Gassen, Plätzen und Spielplätzen. Diese bieten den Rahmen für eine attraktive Innenstadt, die zum Verweilen einlädt, aber auch zukunftsfähig ist für neue Ideen und Nutzungen. Als erstes Projekt werden die Antoniusgasse und der anliegende Spielplatz umgestaltet und erhalten somit ein neues Gesicht. Mehr Informationen

  • Logoleiste Städtebauförderung mit EU-Logo

Vorbereitende Untersuchungen

Der Rat der Stadt Herten hat im April 2017 beschlossen, dass es sogenannte vorbereitende Untersuchungen für Teilbereiche des Fördergebiets Innenstadt geben soll. In diesen Untersuchungen wird geprüft, inwieweit Anwendungsvoraussetzungen für eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme bestehen. Die Untersuchungen starten im Frühjahr 2018.


Das Glashaus wird saniert

Das Glashaus lockt als „Magnet der Innenstadt“ täglich über 800 Besucherinnen und Besuchern in Hermannstraße und Co.. Das Glashaus soll fit für die Zukunft gemacht werden.

In 2018 wird es darum gehen – gemeinsam mit verschiedenen Akteuren – ein spannendes Nutzungskonzept zu erarbeiten, welches die bisherigen Nutzungen Bibliothek und Kulturtreff ergänzt. Diesem Konzept folgend muss auch das Gebäude energetisch saniert und baulich aufgewertet werden. 

Auch der Innenhof des Glashauses ist ein wichtiger Ort für diese Weiterentwicklung.


Rund um Immobilien: Modernisierung, Beratung, Fördermittel für Hauseigentümer

  • Kostenfreie gesamtimmobilienwirtschaftliche Beratung für Eigentümer
  • Fördermittel für Sanierungsmaßnahmen an Fassade und Hof oder Ladenlokal
  • Entwicklungskonzept für den Einzelhandel in Kooperation mit dem Nutzungsmanagement
  • Veranstaltungsmanagement
  • Gründung einer „Verantwortungsgemeinschaft“ der Innenstadt-Akteure“
  • Verfügungsfonds
  • Maßnahmen gegen Leerstände

Mehr als eine halbe Million Euro können Immobilienbesitzer in der Innenstadt für die Erneuerung ihrer Hausfassaden und Höfe nutzen. Durch Einsatz der Fördergelder sollen alte Häuser in neuem Glanz erstrahlen und potentielle Mieter anlocken.

Unterstützt werden die Eigentümer ab dem Sommer durch das sogenannte Nutzungsmanagement. Eine Person wird hierfür im Stadtteil als Ansprechpartner unterwegs sein und gerne u.a. bei Fragen von Architektur, Finanzierung, energetischer Sanierung oder der Nutzung von Ladenlokalen beraten.


Großstadtdschungel: Kinder erkunden die Natur

  • Gärtnern im VHS-Garten / urban gardening / Spielplätze umgestalten
  • Kostenfreie Angebote im und über den Falkentreff auf der Hermannstraße

Für die Arbeit der Kinder- und Jugendeinrichtung „Falkentreff“ kann mit Fördermitteln eine Fachkraft eingestellt werden, die mit Kindern vor Ort z.B. „Urban Gardening“-Projekte realisiert oder weitere Naturschutzprojekte im Stadtraum gestaltet.

Damit in die Projekte auch die Ideen der Kinder und Jugendlichen einfließen, werden die Ergebnisse der Schulhofbefragungen genutzt.

Gleichzeitig wird in der Innenstadt ein multimediales Pilotprojekt umgesetzt. Eine innovative App, die am Beispiel Herten ausprobiert und weiterentwickelt wird, schickt die Kinder als kleine Stadtforscher auf spannende Entdeckungsreise durch die Innenstadt. Entdecktes, erlebtes, verbesserungswürdiges, aber auch geliebtes wird festgehalten und später durch Projekte im Falkentreff weiter verarbeitet. 

Der Projektstart ist für Juli 2018 geplant.


Ab 2019-2024

Weitere Bauprojekte im öffentlichen Raum

Ein wichtiger Schwerpunkt des INSEK Innenstadt ist auch die Umgestaltung des öffentlichen Raums, d. h. von Gassen, Plätzen und Spielplätzen. Diese bieten den Rahmen für eine attraktive Innenstadt, die zum Verweilen einlädt, aber auch zukunftsfähig ist für neue Ideen und Nutzungen.

Folgende Bereiche erhalten ein neues Gesicht und werden umgestaltet:

  • Innenstadt-Gassen  
  • Südliche Ewaldstraße und Place d’Arras
  • Innerstädtische Plätze (Marktplatz, Antoniuskirchplatz, Bramhügel, Glashaus-Innenhof) 
  • Neuer Kreisverkehr Kurt-Schumacher-Str./Theodor-Heuss-Str./Ewaldstraße
  • Radweg zwischen ZOB und Wilhelmstraße auf der Theodor-Heuss-Straße 

Mit einer Million Euro sollen die Ewaldstraße zwischen Volksbank und Bramhügel sowie der Place d’Arras umgestaltet werden. Schluss mit dunklen Ecken und leeren Ladenlokalen: Unter Einbeziehung der Wünsche von Anliegern und Gewerbetreibenden erhofft man sich durch Umgestaltungen eine höhere Aufenthaltsqualität. Die untere Ewaldstraße könnte sich in diesem Bereich zukünftig zur Einbahnstraße entwickeln und so potentielle Dienstleister und Geschäfte anlocken.

Grundsätzlich ist für mehrere Plätze und Gassen zum Beispiel den Antoniuskirchplatz, den Bramhügel oder den Glashaus-Innenhof geplant, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Mehr Pflanzen, Bänke und mehr Licht sollen für eine ansprechendere Optik sorgen. Gleichzeitig sollen die Plätze zu Bildung und Begegnung einladen.

Am Übergang zwischen Herten-Süd und der Innenstadt - also am Bramhügel - soll aus der Kreuzung Theodor-Heuss-Straße, Ewaldstraße und Kurt-Schumacher-Straße ein Kreisverkehr entstehen.

Für alle Bauprojekte wird es detaillierte Planungs- und Beteiligungsverfahren geben, so dass möglichst viele Ihre Anregungen und Ideen einbringen können. Den Startschuss für die baulichen Maßnahmen hat die Spielplatzbeteiligung in der Antoniusgasse im September 2016 gegeben.


Mehr Platz für Sport: Bau einer Dreifeld-Sporthalle neben dem Gymnasium

Mehr Platz für Vereine und AngeboteÖffnung für den Stadtteil Innenstadt: Neben Vereinen können auch Bürger die neue Sporthalle nutzen.Angebote für Kinder und Jugendliche ohne „Vereinszwang“

Ein Großprojekt ist mit dem Bau der energetisch sparsamen und barrierefreien Dreifeldsporthalle geplant. Auf dem Gelände des Städtischen Gymnasiums entsteht ein Ersatz für die marode Zweifeldsporthalle und die Halle der ehemaligen Grundschule am Wilhelmsplatz. Die neue größere Halle soll auch gleichzeitig als Raum für Vereinssport, Projektarbeit mit Flüchtlingen oder zur privaten Sportnutzung durch Jugendliche dienen. 


Bahnhof in Herten-Mitte

  • Bau von Wegen und Gestaltung der neuen Umgebung des S-Bahn-Anschlusses

Herten bekommt wieder Anschluss an den Schienenverkehr: Ein S-Bahn-Anschluss an der Feldstraße macht‘s möglich. Schon bald können Reisende mit der S9 Richtung Gladbeck und Recklinghausen fahren. Die Maßnahme wird realisiert von der Deutschen Bahn, dem VRR und dem Landesbetrieb STRASSEN.NRW.

Damit auch das Umfeld des S-Bahn-Anschlusses einladend gestaltet ist und die Anbindung an die Innenstadt gut funktioniert, werden diese Maßnahmen im „Neustart Innenstadt“ mitgeplant und errichtet.


Weitere Fördermittel

Ab sofort-2025

Beteiligung, Öffentlichkeitsarbeit und Evaluation

Der Prozess wird begleitet durch eine kontinuierliche Beteiligung und Öffentlichkeitsarbeit. Wichtig ist hierbei, dass nicht nur informiert werden soll, sondern alle eingeladen sind, sich aktiv zu beteiligen und den Weg gemeinsam zu gehen.

Ihre Ansprechperson

Svenja Hövelmann
Telefon: 0 23 66 / 303 341
Gebäude: Rathaus
Raum: 351 | 3. OG