Kunst in der Maschinenhalle

Viermal im Jahr trifft Kunst auf Industriekultur. Ob Malerei, Fotografie, Objekte oder Installationen – die Bandbreite zeitgenössischer Kunst ist groß. Der hohe Raum, die großen Fenster und das einfallende Licht faszinieren sowohl Aussteller als auch Besucher. Ein idealer Ort, um Kunst Raum zum Atmen und Entfalten zu geben.

Ende Januar 2004 fand das erste „Werkstattgespräch Kunstförderung“ in der Maschinenhalle Scherlebeck statt. Ziel war es, den Ausstellungsort „Maschinenhalle Scherlebeck“ zu etablieren und ein tragfähiges Organisationskonzept zu entwickeln. Aus den Werkstattgesprächen entstand die "Initiative Kunst in der Maschinenhalle" – ein Zusammenschluss von Künstlerinnen, Künstlern und Kunstinteressierten. Seit 2005 begleitet die Initiative organisatorisch die Ausstellungsreihe „Kunst in der Maschinenhalle“. Sie übernimmt ehrenamtlich Ausstellungsaufsichten und bildet die Jury, die jährlich die Künstlerinnen und Künstler für die Ausstellungsreihe auswählt.

Interessierte Künstlerinnen und Künstler können sich mit Mappen beim Kulturbüro bewerben. Einsendeschluss ist immer der 15. September für Ausstellungen im folgenden Jahr.

Termine 2020

(c) Ulrike Donié

Sonntag, 15. März, bis Sonntag, 29. März 2020
Vernissage:  Sonntag, 15. März, 11 Uhr

Ulrike Donié:
MIMIKRY

Bilder

Die Arbeiten der Künstlerin stehen zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Der Betrachter meint, schon einmal Gesehenes wiederzuerkennen. Bei genauerer Betrachtung könnte sich dies jedoch als Illusion herausstellen. Sieht er wirklich Himmel oder Meeresgrund? Sind dies wirklich fischähnliche Wesen? Wird hier überhaupt Wirklichkeit abgebildet oder handelt es sich um mit Emotionen aufgeladene Assoziationen, die keinen Bezug zu einer jemals erlebten oder erlebbaren Welt haben?

Verharren und Dynamik stehen sich dabei gegenüber. Zeit steht still oder verrinnt im Nu. Es soll dabei eine Spannung, auch farblich, bis zur Schmerzgrenze erzeugt werden. Die Arbeiten stellen ambivalente Situationen dar.

Während die Malerei die Dynamik des Lebendigen wiederspiegelt, sind die Objekte als Versteinerungen des einstigen Lebens zu betrachten. Sie schließen den Kreislauf und sind Endpunkte. Wie Fossilien erinnern sie an längst Vergangenes und schließen die Ewigkeit mit ein.


(c) Marion Callies

Sonntag, 26. April bis Sonntag, 10. Mai 2020

Marion Callies:
CARWASH2

Fotografie

Die Sicht der der Künstlerin auf die Realität ist abstrakt. Sie zeigt das, was sie sieht, was sie entdeckt und was sie fesselt. Sie macht es sichtbar. Bilder und deren Geschichten sind ein Spiegel für den Betrachter. Der Zufall spielt für ihr Entdecken und die daraus resultierenden Geschichten eine große Rolle. Sie sind immer gefühlte Momentaufnahmen und -stimmungen. Was Marion Callies antreibt ist reine Motivation, das Motiv ist dabei Nebensache, es könnte auch ein Kanaldeckel oder ein Tapetenmuster sein, was sie fesselt. Letztlich fasziniert alles und das jeweilige Bild entwickelt sich zufällig aus dem rein Visuellen, aus der persönlichen Logik und Empfindung der Künstlerin.

Denn: Alles, was Dich umgibt ist Magie, wenn der eigene Blick das Gesehene in eine eigene Geschichte verwandeln kann.

Zu sehen sind abstrakte Fotoarbeiten wofür sie als permanente „Leinwand“ die Auto-Waschstraße gefunden hat.


(c) Mariola Laschet

Sonntag, 23. August bis Sonntag, 6. September 2020

Mariola Laschet:
„GEDANKENSCHMALZ“

BILDER

Auf den Bildern sichtbaren Farbformen werden zu Gebilden, zu amorphen, teils   körperlosen Formen teils organisch wirkenden Körpern. Nichts ist, Alles ereignet sich. Eigene Welten entstehen, Realitäten von eigenen Formwirklichkeiten.

Dabei kann ein x-beliebiger Ausschnitt unserer Welt Material wie Anstoß zu Mariolas Laschet Bildern sein. Ihre künstlerische Arbeit beschreibt sie zum einen als eine Art Verdauungsakt und zum anderen als eine Art Befragungsmaschinerie, nach Form und Substanz suchend. Dabei erprobt und erarbeitet sie formale Möglichkeiten.

Was bleibt sind Projektionsflächen, die zum Denk und Emotionsraum des Betrachters werden. Räume in dem „Alles möglich“ ist, in dem Alles gedacht werden kann. Ein Kosmos voller Möglichkeiten.


(c) Gabi Dahl, Farbholzschnitt
(c) Janice Orth, Acryl auf Leinwand

Sonntag, 22. November bis Sonntag, 13. Dezember 2020

Gabi Dahl und Janice Orth:
IM DIALOG – ZWEI SICHTWEISEN, ZWEI KÜNSTLERINNEN

MALEREI, FOTOGRAFIE

Manchmal beginnt die Arbeit mit einer Fläche und wird mit grafischen Linien durchzogen, aber genauso kann eine Linie, eine Spur Ausgangspunkt für weitere Formen und farbige Überlagerungen sein.
Gabi Dahl und Janice Orth, zwei Künstlerinnen, die sich beide mit dem Thema Raum und Form auseinandersetzen, jede auf eine andere künstlerische Weise und sich doch ergänzen. Gabi Dahl spürt mit dem Messer Form und Linie in abstrakten, teils großformatigen Holzschnitten nach, die sie in der klassischen Weise des Schwarz-Weiß-Druckes, oder in farbigen, aus mehreren Druckstöcken komponierten Farbholzschnitten, ausdrückt.

Janice Orth verbindet Malerei, Fotografie, Druckgrafik und Installation zu einem Gesamt-Kunstwerk: Assoziationen mit Natur und Landschaften. Es geht aber nicht um die Wiedergabe konkreter Naturräume, sondern darum Räume zu schaffen, den Blick auf das Wesentliche zu lenken, das sich simpler Wiedergabe entzieht. Ein Zusammenspiel von Licht und Schatten, Formen, Farben und Linien entsteht.

Ihre Ansprechperson

Frau Seelert
Telefon: 0 23 66 / 303 543
Gebäude: VHS-Gebäude
Raum: 23 | 2. OG

Veranstaltungsort

Zeche Scherlebeck
Scherlebecker Str. 260
45701 Herten

Öffnungszeiten

Samstag 15 bis 18 Uhr und
Sonntag 11 bis 18 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungskalender

Konzerte, Theater oder Stadtfest - Hier finden Sie aktuelle Veranstaltungen in Herten.