Stadt setzt angekündigte Maßnahme um: Absperrung der Albert-Einstein-Allee soll Rasen verhindern

Presse 17.02.2017

Gelände bleibt frei erreichbar – Parkplätze sind weiterhin vorhanden

Seit Mitte der Woche hat die Stadt die Albert-Einstein-Allee mit verfüllten Kanalrohren abgesperrt. Das ist die Konsequenz, der nicht enden wollenden Raser-Problematik. Nach vielen Maßnahmen wie unter anderem Geschwindigkeitskontrollen, die auch gemeinsam mit der Polizei durchgeführt wurden, sah die Stadt sich zu diesem Schritt gezwungen. Das Ewaldgelände bleibt auch weiterhin befahrbar und die Firmen erreichbar.

Die Abpollerung soll zunächst sechs Monate bestehen bleiben. Parkplätze für Erholungssuchende und Anlieger gibt es weiterhin ausreichend. „In zahlreichen Videos und live vor Ort, mussten wir immer wieder feststellen, in welchen extremen Geschwindigkeiten hier Auto- und Motorradfahrer rasen“, betont Pressesprecherin Anne-Kathrin Lappe. Motorradfahrer seien auf den Hinterrädern über Bordsteine gefahren, Autos hätten auf der Albert-Einstein-Allee Beschleunigungsrennen abgehalten. Die Situation für die Anlieger und Besucher sei auch durch den Lärm von aufheulenden Motoren, durchdrehenden Reifen und Musik immer schlimmer geworden, so Anne-Kathrin Lappe. Dass nun auch einige Tuningfreunde unter der Absperrung leiden, die sich dort regelmäßig getroffen haben, bedauert die Stadt zwar, die Sicherheit gehe aber ganz klar vor. „Die Stadt und auch der Bürgermeister persönlich waren regelmäßig vor Ort und haben den Dialog mit den Tunern und Rasern gesucht. Leider hat das die Situation nicht nachhaltig verbessert“, betont Lappe. Die jetzt erfolgte Maßnahme sei schon im September 2016 angekündigt worden.

Die Stadtverwaltung hat noch mal einige Fakten zusammengestellt:

     

  • In den letzten Jahren haben Polizei und Ordnungsamt immer wieder Geschwindigkeitskontrollen und Fahrzeugkontrollen durchgeführt – ohne nachhaltigen Erfolg.
  • Bodenschwellen können auf dem Ewaldgelände durch die Bezirksregierung nicht genehmigt werden, da in einem Gewerbegebiet keine Temporeduzierung durch Ausschilderung oder bauliche Maßnahmen gestattet ist.
  • Die Gewerbetreibenden, Unternehmen, Anlieger und Anwohner wurden im Vorfeld der Absperrungsmaßnahme informiert. Sie erreichen weiterhin ihre Grundstücke.
  • Es stehen weiterhin Parkplätze für Erholungssuchende und Anlieger zur Verfügung.
  • Die Absperrung einer Straße durch verfüllte Rohre konnte die Stadt mit sehr geringen Finanzmitteln umsetzen. Die Ausführung erfolgte durch den ZBH.
  • Weiterhin wird es auf dem Gelände Veranstaltungen geben. Die  können grundsätzlich beim Ordnungsamt angemeldet werden. Für 2017 sind circa 16 Veranstaltungen – auch Auto-Events – geplant.
  • Seit Mai 2016 gilt auf dem jeweils zweispurigen Abschnitt der Ewaldstraße zwischen der Max-Plank-Straße und der Straße „Im Emscherbruch“ ein Tempolimit.
  • Es werden feste Blitzer auf der Ewaldstraße installiert.
  • Mit Realisierung der Motorworld wird sich die bauliche und verkehrlich Situation anpassen.
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Anne-Kathrin Lappe, Telefon: 0 23 66 / 303 180, a.lappe@herten.de