Diese Meldung ist vom 24.02.2021.
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Eine Tomate für mehr Biodiversität

Presse 24.02.2021

Stadt Herten gibt kostenloses Saatgut für eine Open-Source-Tomate aus

Die Sorte „Sunviva“ gehört zu den ersten Nutzpflanzen, die über eine sogenannte „Open-Source- Lizenz“ verfügt und darf deshalb ausschließlich frei und kostenlos als Gemeingut verwendet, vermehrt, und weiterentwickelt werden. Das macht diese süß-aromatische und robuste Cocktail-Tomate so besonders (Foto: Culinaris-Saatgut für Lebensmittel).
Die Sorte „Sunviva“ gehört zu den ersten Nutzpflanzen, die über eine sogenannte „Open-Source- Lizenz“ verfügt und darf deshalb ausschließlich frei und kostenlos als Gemeingut verwendet, vermehrt, und weiterentwickelt werden. Das macht diese süß-aromatische und robuste Cocktail-Tomate so besonders (Foto: Culinaris-Saatgut für Lebensmittel).

Eine Tomate als Zeichen der Vielfalt – Als Mitglied des Städtebündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ gibt die Stadt Herten in Kooperation mit dem Umweltamt der Stadt Dortmund 100 Sets mit kostenlosem Saatgut der samenfesten Tomatensorte „Sunviva“ an interessierte Bürgerinnen und Bürger aus. Damit soll die biologische Vielfalt der Nutzpflanzen im Stadtgebiet und darüber hinaus gefördert werden.

Die Sorte „Sunviva“ gehört zu den ersten Nutzpflanzen, die über eine sogenannte „Open-Source- Lizenz“ verfügt und darf deshalb ausschließlich frei und kostenlos als Gemeingut verwendet, vermehrt, und weiterentwickelt werden. Das macht diese süß-aromatische und robuste Cocktail-Tomate so besonders, denn patentieren darf sie niemand. Die Vermehrung und Gewinnung des Saatgutes erfolgte durch die solidarische Landwirtschaftsinitiative „Kümper Heide“ in Dortmund auf Initiative des Umweltamtes der Stadt Dortmund.

Interessierte Bürgerinnen können das Saatgut, solange der Vorrat reicht, bei Anne Feldhege per E-Mail an a.feldhege@remove-this.herten.de oder unter der Telefonnummer 02366 303-397 anfordern. Das Starterset wird anschließend per Post verschickt.

Was hat eine Tomate mit Biodiversität zu tun?

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind 90 Prozent der Nutzpflanzen-Vielfalt verloren gegangen. Nur drei Konzerne beherrschen weltweit rund 60 Prozent des Marktes für kommerzielles und patentiertes Saatgut. Dadurch wird die Vielfalt auf unseren Feldern immer geringer und die Sorten- und Geschmacksvielfalt geht mehr und mehr verloren.

Im Vergleich zu herkömmlichen Hybridsaatgut, welches seine Eigenschaften in der Folgegeneration schon wieder verloren hat und stets neu gekauft werden muss, bleiben die Eigenschaften von „Sunviva“ auch in den Folgegenerationen weitestgehend erhalten. Samenfestes Saatgut beruht auf einer breiten genetischen Basis und besitzt darüber hinaus das Potential, sich besser an die standörtlichen Gegebenheiten in dem jeweiligen Garten anzupassen. So tragen alle Gärtnerinnen und Gärtner zum Erhalt und zur Vermehrung der Sortenvielfalt bei.

Pressekontakt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Calina Herzog, Telefon: 02366 303-393, c.herzog@herten.de