Gleichstellungsstelle Herten

Gleichstellungsbeauftrage Maresa Kallmeier

Die Gleichstellungsstelle der Stadt Herten hat in erster Linie die Aufgabe, die Gleichstellung und Gleichbehandlung von Mann und Frau innerhalb der Verwaltung zu fördern. Verschiedene gesetzliche Grundlagen legen den Aufgabenkreis der Gleichstellungsbeauftragten fest. So sind die Aufgaben der Gleichstellungsstelle fest im Landesgleichstellungsgesetz (LGG) definiert.

Seit August 2014 ist Maresa Kallmeier Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herten. Die Sozialarbeiterin/-pädagogin und Mediatorin ist seit 2009 bei der Stadt Herten beschäftigt. Bei ihrer Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte orientiert sich Maresa Kallemeier an aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen.

Die Gleichstellungsarbeit in Herten verfolgt einen stark beteiligungsorientierten Ansatz. Dies wird weiter fortgeführt und entwickelt (neue Beteiligungsformen, Ausweitung der Zielgruppen). Maßnahmen für Herten werden in enger Kooperation mit Männern und Frauen aus der Politik (Gleichstellungsbeirat), der Verwaltung, den Vereinen/Verbänden und der Bürgerschaft abgestimmt und umgesetzt.

Ziele der Gleichstellungsarbeit in Herten

  • Auswirkungen der Entscheidungen durch die Kommunalpolitik und die Verwaltung in Herten geschlechterdifferenziert bewerten
  • Genderpädagogik und gendersensible Angebote in Bildungseinrichtungen fördern u. a. für eine Vielfalt der Geschlechterrollen
  • gleichen Zugang für  Männer und Frauen zu fair bezahlten Arbeitsplätzen (gleicher Lohn für gleiche Arbeit), Fortbildungsangeboten und Führungspositionen
  • Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • geschlechterstereotype Berufswahl abbauen/Potenziale nutzen
  • gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Partizipationsprozessen innerhalb der Stadt Herten
  • neue/alte Netzwerke auf-/ausbauen und die Öffentlichkeitsarbeit weiterentwickeln, um laufende, geschlechtersensible Prozesse für mehr Chancengleichheit in Herten sichtbar und somit auch für die Hertener Bürgerinnen und Bürger nutzbar zu machen
  • Bewusstsein schaffen für beobachtbare Ausgrenzungen, Diskriminierungen, Rassismus, Sexismus und Homophobie 
  • Multiplikator*innen gewinnen

Die Gleichstellungsbeauftragte arbeitet in zahlreichen Netzwerken und Initiativen mit um gemeinsam Ideen für Projekte zu entwickeln, die die Chancengleichheit in Herten fördern: Wirksamkeitsdialog der Jugendförderung, Netzwerk frühe Hilfen und Kinderschutz, Runder Tisch Prostitution, Runder Tisch (häusliche) Gewalt, Frauen-Arbeitsgemeinschaft-Emscher-Lippe (FAGEL), Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsbeauftragten (KAG), Bundesarbeitsgemeinschaft Kommunaler Gleichstellungsbeauftragten (BAG)

Interne Aufgaben innerhalb der Verwaltung

Heike Paesler und Maresa Kallmeier (v. l.)

Ihre Ansprechpartnerinnen: Maresa Kallmeier (Gleichstellungsbeauftragte) und Heike Paesler (Begleitung von  Personalauswahlverfahren, Fortschreibung des Frauenförderplans)

Durch die ständige Mitarbeit im Verwaltungsvorstand wird die Gleichstellungsbeauftragte unmittelbar an allen Entscheidungen der Verwaltung einbezogen. Es besteht außerdem eine enge Kooperation mit dem Personalrat und dem Personalservice hinsichtlich der Personalentwicklungsmaßnahmen der Stadt Herten

„Förderplan für Chancengleichheit“

Die Mitarbeiterinnen der Gleichstellungsstelle wirken an allen Personalauswahlverfahren, Organisationsentwicklungsmaßnahmen und Mitbestimmungsverfahren gemäß den im „Förderplan für Chancengleichheit“ definierten Maßnahmen mit:

Im „Förderplan für Chancengleichheit“ wird die Beschäftigtenstruktur der Stadtverwaltung Herten, des ZBH und der Konzerntöchter der Stadt Herten analysiert. Bei Unterrepräsentanz von Frauen werden Maßnahmen für mehr Geschlechtergerechtigkeit mit dem Ziel der Frauenförderung entwickelt. Dazu ist die Dienststelle gemäß Landesgleichstellungsgesetzt verpflichtet.

Der Frauenförderplan wird gemeinschaftlich mit verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung, dem Personalrat, dem ZBH und den Konzerntöchtern Prosoz und Hertener Stadtwerke unter Mitwirkung der Gleichstellungsbeauftragten fortgeschrieben und vom Rat der Stadt Herten beschlossen. Der letzte „Förderplan für Chancengleichheit“ wurde am 15.05.2013 beschlossen und ist bis zum Beschluss eines neuen Frauenförderplans gültig.

Beratende Funktion der Verwaltung/Politik

Damit bei den Entscheidungen der Verwaltung das Prinzip des Gender Mainstreamings auch weiterhin Anwendung findet, überprüft die Gleichstellungsbeauftragte alle Verwaltungsvorlagen auf mögliche Anknüpfungspunkte und arbeitet eng mit den Bereichen zusammen. Der Gleichstellungsbeirat als politisches Gremium greift hier ebenfalls Diskussionspunkte auf. Eine geschlechterdifferenzierte Analyse der Nutzungszahlen öffentlicher Angebote bietet die Basis und wurde per Ratsbeschluss im November 2007 eingeführt.

Förderung der Partizipation und Unterstützung von Frauen(organisationen) in Herten

Die Stadt Herten blickt auf eine Tradition von mehreren Jahrzehnten Frauenarbeit über verschiedene Veranstaltungsreihen zurück. Der Frauenstammtisch tagt regelmäßig (ursprünglich im Schloss, seit 2014 unregelmäßig an verschiedenen Orten) zu unterschiedlichen Themen. Die Frauenkulturtage haben in rund 30 Jahren schon so manch kreative Idee vorgebracht: beispielsweise die Schlampampen, die sich im Rahmen eines Theaterprojektes gebildet haben. Das Frauenparlament tagt seit 2002 jährlich zu kommunalpolitischen Themen und sichert Partizipation von Frauen in der Kommunalpolitik. 

Aktuell werden im Rahmen von zwei Zukunftswerkstätten gemeinsam mit Frauen aus Herten die bisherigen Veranstaltungsformate überprüft und im Laufe des Jahres 2016 verändert. 

Veranstaltungsreihen und Netzwerkarbeit

Frauenstammtisch

Seit 1989 dient der Frauenstammtisch monatlich zum politischen Austausch zwischen der Gleichstellungsbeauftragten und aktiven Frauen aus Herten. Einmal monatlich, in der Regel sonntags, fanden zu verschiedenen Themen Frauenstammtische statt. Seit 2014 findet er unregelmäßig an verschiedenen Orten und Zeiten und in anderen Formaten statt. 

Frauenparlament

Per Ratsbeschluss wurde im Jahr 2002 beschlossen, jährlich ein Frauenparlament zu kommunalpolitischen Themen durchzuführen, um politische Teilhabe von Frauen zu fördern. Bis heute findet jährlich ein Frauenparlament zu aktuellen kommunalpolitischen Themen statt. Hier geht's zur Gleichstellungspolitik

Maresa Kallmeier, der ehem. Bürgermeister Dr. Uli Paetzel und Sabine Weißenberg vom Kulturbüro (v. l.)

Frauenkulturtage

Unter Gertrud Fleischmann entstand 1986 die Idee, kulturelle Veranstaltungen für Frauen durchzuführen und Künstlerinnen mehr Raum zu geben. Gemeinsam mit Frauen aus der Politik und dem Kulturbüro entstanden die Frauenkulturtage. Sie trugen maßgeblich dazu bei, dass Netzwerke zwischen aktiven Frauen entstanden. Die „Kalenderladies“, die Frauenfilmreihen, Kabarett, Schreibwerkstatt. Immer mehr Projekte formierten sich unter den Frauenkulturtagen rund um den 8. März (Weltfrauentag). Zuletzt umfasste das Programmheft über 60 Veranstaltungen von Ende Februar bis Juni. Die Mona Lisa wurde zur Symbolfigur der Veranstaltungsreihe.

Termine der Gleichstellungsstelle entnehmen Sie bitte der örtlichen Presse oder dem Veranstaltungskalender der Stadt Herten. Sie können auch Kontakt mit der Gleichstellungsbeauftragten per Email aufnehmen, und werden dann regelmäßig informiert.


Aktionstage zu gleichstellungsrelevanten Themen

Um Themen der Gleichstellung öffentlichkeitswirksam darzustellen, gibt es eine Reihe von Aktionstagen, die auch in Herten regelmäßig genutzt werden, um auf die einzelnen Themen aufmerksam zu machen. 

  • One Billion Rising 
    Der 14. Februar ist zu einem weltweiten Aktionstag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen geworden. Mehr Infos hier (Link)
  • Weltfrauentag am 8. März
    Vereine, Verbände und Institutionen beteiligten sich seit rund 30 Jahren mit einem bunten Frauenkulturprogramm mit verschiedensten Veranstaltungen rund um den Weltfrauentag. Link zu Frauenkulturtagen.
  • Equal Pay Day
    Im März findet jährlich ein Aktionstag für mehr Lohngerechtigkeit statt. Bundesweit finden an diesem Tag Veranstaltungen statt, um auf die bestehende Lohnungerechtigkeit zwischen Frauen und Männern aufmerksam zu machen. Die Stadt Herten beteiligt sich regelmäßig gemeinsam mit anderen Kooperationspartner*innen am Aktionstag. (Weitere Infos unter Gleichstellungspolitik – Link setzen oder  Link: www.equalpayday.de Foto: Aktion auf Ewald von 2014)
  • Antigewalttag am 25.11.
    Die Stadt Herten beteiligt sich regelmäßig mit verschiedenen Aktionen am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Tradition hat das Hissen der Fahne im Rahmen der Kampagne „Leben ohne Gewalt“ am Rathaus. Link zur Fahnenaktion, Foto von 2014

Projekte

Der „Mädchenmerker für Herten“ wurde im Sommer 2015 für das Schuljahr 2015/2016 in Kooperation mit der Kinder- und Jugendschutzbeauftragten Sylvia Steffan und dem Diakonischen Werk, Hilfen für Frauen (Leiterin Andrea Becker) wieder realisiert. Zahlreiche Institutionen aus Herten arbeiteten mit und brachten Berufsportraits oder sonstige Beiträge ein, um den Mädchen Alternativen aufzuzeigen. Um den Kalender auch weiterhin in Herten heraus bringen zu können werden Spenderinnen und Spender gesucht. – Link zum Spendenkonto 

Geplante Projekte für 2016

  • Implementierung des Gesundheitsförderungsprogramms Klasse 2000 in ausgewählten Offenen Ganztagsschulen in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt. 
  • Theaterprojekt „Vielfalt ist Schönheit“ für Mädchen ab 13 Jahre
  • Mädchenmerker für Herten 2016

Ihre Ansprechperson

Maresa Kallmeier
Telefon: 0 23 66 / 303 487
Standort: 1. OG
Raum: 140 | Gebäude: Rathaus

Gleichstellungsbericht der Bundesregierung

Der Gleichstellungsbericht der Bundesregierung (2011) gibt Empfehlungen für die Praxis der Gleichstellungsarbeit. 

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