Gedenken an die Opfer der Pogromnacht und antisemitischer Gewalt

Presse 07.11.2022

Gedenkveranstaltung am Mittwoch, 9. November

Logo der Stadt Herten
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Das Projekt wird anteilig durch das Projekt "Demokratie leben" gefördert, ein Programm des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.
Das Projekt wird anteilig durch das Projekt "Demokratie leben" gefördert, ein Programm des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

Um an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen zu erinnern und ein Zeichen gegen aktuellen Antisemitismus zu setzen, lädt die Stadtverwaltung alle Hertenerinnen und Hertener zu einer Gedenkveranstaltung am Mittwoch, 9. November, um 17 Uhr vor der Waldschule, Langenbochumer Straße 248 ein. Bürgermeister Matthias Müller spricht zu den Anwesenden.

An der Waldschule wird an die letzten in Herten lebenden jüdische Familien Abraham und Mendlicki erinnert. Alle Familienmitglieder wurden am 27. Januar 1942 nach Riga deportiert und dort ermordet.

Anschließend wird im Gemeindezentrum Ackerstraße 1 ein Vortrag von Winfried Nachtwei (MdB a. D.), Vorstandsmitglied von »Gegen Vergessen – Für Demokratie« und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, gehalten. Er berichtet über das Schicksal der Menschen, die nach Riga deportiert wurden. Die Veranstaltung wird musikalisch von Peter Sturm begleitet.

Mit dieser Aktion möchten die Veranstaltenden gemeinsam an das Unrecht erinnern, das den jüdischen Mitbürgern und Mitbürgerinnen in Herten angetan wurde. Zeigen wir Verantwortung dafür, dass diese schrecklichen Ereignisse nie wieder passieren und Antisemitismus in unserer Gesellschaft keinen Platz haben darf.

Die Veranstaltung wird gemeinsam von Vertretern der evangelischen und die katholischen Kirchengemeinden, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie der Stadtverwaltung gestaltet.

Zum Gedenktag

Am 9. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen in Brand gesetzt, jüdische Einrichtungen, Geschäfte und Wohnungen geplündert und zerstört, es gab zahlreiche Verhaftungen, Menschen wurden ermordet. Diese Nacht war der Beginn der Shoah, des größten und schlimmsten Völkermordes in der Geschichte der Menschheit, der grausamen Vernichtung von 6 Millionen Jüdinnen und Juden in ganz Europa.

Auch heute ist Antisemitismus in unserer Gesellschaft präsent. Fast schon regelmäßig kommt es zu Beleidigungen und Angriffen gegen Jüdinnen und Juden, die dazu führen, dass jüdisches Leben in Deutschland wiederum gefährdet ist.

Pressekontakt

Stadt Herten, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 02366 303-180, pressestelle@herten.de