Seit dem 1. November 2025 ist Fred Toplak erneut Bürgermeister der Stadt Herten. Ein Jahr voller Entscheidungen, Gespräche und neuer Impulse liegt hinter ihm. Seine Bilanz: Die Verwaltung wurde neu ausgerichtet, Einsparungen wurden auf den Weg gebracht, die Wirtschaftsförderung vorangetrieben und wichtige Projekte für die Zukunft Hertens begleitet. Gleichzeitig bleibt viel zu tun.
Den gesamten Jahresrückblick finden Interessierte unter www.herten.de/ein-jahr-buergermeister
„Bürgermeister ist man rund um die Uhr. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und Herten attraktiver, zukunftsfähiger und lebenswerter zu machen“, sagt Toplak. Rund 283 reguläre Arbeitstage stehen rechnerisch zu Buche – tatsächlich sei der Zeitaufwand deutlich höher.
Verwaltung verändern, Finanzen stärken
Ein Schwerpunkt des ersten Amtsjahres war die Neuorganisation der Verwaltung. Zusammengelegte und angepasste Leitungsstrukturen sowie weitere Maßnahmen haben bereits zu strukturellen Einsparungen von rund 185.000 Euro pro Jahr geführt. Auch bei Bauprojekten wurden Einsparpotenziale genutzt. Gleichzeitig bleibt die Haushaltskonsolidierung eine zentrale Aufgabe. Mit dem Haushalt 2027 verbindet Toplak die Perspektive, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt langfristig zu sichern.
Innenstadt und Wirtschaft im Blick
Die Hertener Höfe sieht er als wichtigen Baustein der Innenstadtentwicklung, der durch private Investitionen entstanden ist und dessen Entwicklung die Stadt aktiv unterstützen sollte. Auch das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) schafft eine Grundlage für die nächsten Schritte. Für mehr Präsenz und Ordnung in der Innenstadt will Toplak weiterhin tragfähige Lösungen finden.
Daneben standen Unternehmensbesuche, die Stärkung des Wirtschaftsstandorts und die Sicherung von Arbeitsplätzen im Mittelpunkt. Das Logistikprojekt der E-Gruppe im Green Hub Emscher und die gemeinsame Entwicklung der Neuen Zeche Westerholt mit Gelsenkirchen sind wichtige Vorhaben für die wirtschaftliche Zukunft der Region.
Im direkten Austausch mit den Menschen
Sieben offene Bürgermeistersprechstunden mit insgesamt 14 Stunden Gesprächszeit boten Gelegenheit, Anliegen und Kritik unmittelbar aufzunehmen. Unter dem Motto „Mensch Bürgermeister – jetzt ma Tacheles!“ sucht Fred Toplak bewusst den Austausch an unterschiedlichen Orten in Herten. Auch bei der Ratsarbeit zeigt sich die Bandbreite der Aufgaben: 233 Vorlagen wurden im betrachteten Zeitraum für die politischen Gremien erarbeitet, darunter 198 Beschlussvorlagen.
Die Kontakte zu den Partnerstädten Arras, Doncaster, Schneeberg und Szczytno wurden ebenfalls gepflegt. Mit Kozlu in der Türkei zeichnet sich zudem eine mögliche neue Städtepartnerschaft ab.
„Wir haben einiges angeschoben“
Für Toplak ist das erste Amtsjahr kein abgeschlossener Abschnitt, sondern der Auftakt für weitere Veränderungen. „Wir haben nicht alles geschafft. Aber wir haben einiges angeschoben, Projekte weitergebracht und uns schwierigen Themen gestellt. Im zweiten Jahr wird es noch stärker darum gehen, Ergebnisse sichtbar zu machen. Ich werde dranbleiben – denn Herten ist meine Stadt, und ich habe noch richtig Lust auf Herten.“
Sein Fazit bringt er auf eine kurze Formel: „Bock auf Herten. Also: Weiter geht’s.“