Kunst in der Maschinenhalle
In der Maschinenhalle Scherlebeck werden viermal im Jahr Kunstausstellungen im Rahmen der Industriekultur veranstaltet, bei denen Malerei, Fotografie, Objekte und Installationen präsentiert werden. Eine abwechslungsreiche Bandbreite zeitgenössischer Kunst wird in dem großzügigen Raum mit hohen Fenstern und viel Tageslicht optimal präsentiert. Die Atmosphäre, die den Kunstwerken genügend Raum zum Wirken gibt, begeistert sowohl Ausstellerinnen und Aussteller als auch Besucherinnen und Besucher.
Seit 2005 begleitet die Initiative „Kunst in der Maschinenhalle“ organisatorisch die Ausstellungsreihe und berät bei der jährlichen Auswahl der Künstlerinnen und Künstler.
Interessierte Künstlerinnen und Künstler können sich mit Mappen beim Kulturbüro bewerben. Einsendeschluss ist immer der 15. September für Ausstellungen im folgenden Jahr.
Kontakt
Abteilungsleitung/
Sachgebietskoordination Kulturverwaltung und -veranstaltungen
Veranstaltungsort
Zeche Scherlebeck
Scherlebecker Straße 260
45701 Herten
Öffnungszeiten
Samstag: 15:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag: 11:00 bis 18:00 Uhr
Hinweis: Die Öffnungszeiten gelten nur während der Ausstellungszeit.
Ausstellungen 2026
Der Eintritt zu den Ausstellungen ist kostenlos.
Claudia Fründ | Maria Eggenkemper
8. März bis 29. März 2026
Vernissage: Sonntag, 8. März | 17:00 Uhr
Beziehungen – Malerei | Skulptur
Die Künstlerinnen Maria Eggenkemper und Claudia Fründ lassen in ihrer gemeinsamen Ausstellung das Unsichtbare sichtbar werden: die vielschichtigen Verflechtungen zwischen Menschen, Materiellem und Themen.
Claudia Fründs Malerei erkundet in abstrakten Kompositionen aus Linien, Flächen und Formen die feinen Resonanzen von Nähe und Distanz. Vielschichtige Farbräume öffnen emotionale Tiefen und laden zur introspektiven Betrachtung ein.
Maria Eggenkempers Skulpturen aus Stein, Stahl und Holz geben Beziehungen eine dreidimensionale physische Präsenz. Die gegensätzlichen Materialien spiegeln die Dynamik menschlicher Bindungen wider: das Aushalten von Gegensätzen und das Schaffen stabiler Gleichgewichte.
Gemeinsam schaffen Fläche und Form einen tiefen Resonanzraum, der zur Reflexion über die eigenen existentiellen Beziehungen einlädt.
Am Sonntag, 15. März 2026, um 11:00 Uhr, bieten die Künstlerinnen im Rahmen der Frauenkulturtage eine Führung exklusiv für Frauen an.
Anna Pocher
10. Mai bis 31. Mai 2026
Vernissage: Sonntag, 10. Mai | 11:00 Uhr
Das Sichtbare und das Verborgene – Collagen
Anna Pochers Papiercollagen sind das Ergebnis ihrer Liebe zu Bildern. Ob Fotografien aus Zeitschriften, Reproduktionen bekannter oder weniger bekannter Gemälde, Eintrittskarten aus Museen und Ausstellungen oder einfache Bonbonpapiere, die sie gezielt gesammelt und miteinander kompositorisch verbunden hat: Die visuelle Wahrnehmung, die Welt der Symbole und Allegorien hat sie schon immer begleitet und inspiriert, sei es als Choreografin, Dozentin oder Zeichnerin.
Die Zusammenstellung der Collagen ist intuitiv. Dabei folgt die Künstlerin einer Art innerer Bildlogik: den zweidimensionalen Formen und der Dynamik von Raumtiefe, der Abfolge verträglicher und disharmonischer Farben, dem stillen Dialog von Form und Inhalt, der oft voller Ironie in den Bildern verborgen ist und sie zu seiner Komplizin gemacht hat.
Carlos Cortizo
6. September bis 27. September 2026
Vernissage: Sonntag, 6. September | 11:00 Uhr
Second Life – Arbeiten
In einer Welt, die von schnellen Veränderungen und Unsicherheiten geprägt ist, werden die Herausforderungen der Gegenwart reflektiert und utopische Vorstellungen gestaltet. Die unterschiedlichen Materialien und Techniken, die in den Werken verwendet werden, spiegeln die Vielfalt der Möglichkeiten und die Notwendigkeit wider, über konventionelle Ansätze hinauszudenken.
Carlos Cortizos Werkserie Second Life bedient sich gebrauchter Materialien, die in ihrem ursprünglichen Kontext oft als ausrangierte Objekte betrachtet werden. Durch die künstlerische Bearbeitung erfahren die Werkstoffe eine komplette Transformation und erhalten somit ein zweites Leben.
Wolfgang Niehoff
15. November bis 6. Dezember 2026
Vernissage: Sonntag, 15. November | 11:00 Uhr
Naturschaustücke – Vom Kräftespiel der Anpassung – Skulptur
Zentrale Werkelemente der Assemblagen Wolfgang Niehoffs sind Federn, Äste oder Pflanzenteile und industrielle Metallobjekte. In ihrer jeweiligen Materialität, Oberflächenstruktur und Formcharakteristik sind sie der Ausgangspunkt für die Bildkompositionen:
Geometrisch klare Gefüge aus senk- und waagerechten Achsen werden mit dynamisch-gestischen Farblineaturen und flächigen Materialtexturen in Beziehung gesetzt, organische Formelemente werden mit konstruktiv-funktionellen Fassungen fixiert. Darüber entsteht ein Zusammen- und Kräftespiel wechselseitiger Anpassungen von Natur- und Technikmaterialien und -bezügen.
Im künstlerischen Spannungsfeld von kreativer Spontanität und konstruierender Rationalität thematisiert Wolfgang Niehoff eine zentrale, oft polarisierende Fragestellung unserer Zeit: Wie nehmen wir das Verhältnis von Technik und Natur wahr?