Ratsbürgerentscheid Olympia

Die Stadt Herten lässt ihre Bürgerinnen und Bürger in einem Ratsbürgerentscheid per Briefabstimmung darüber entscheiden, ob sich Herten gemeinsam mit Recklinghausen an der Bewerbung der Region Rhein-Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 beteiligen soll. Vorgesehen ist, dass die Halde Hoheward als Austragungsort für die Sportart Mountainbike berücksichtigt wird.

Das Ergebnis des Ratsbürgerentscheids für die Stadt Herten wird am Sonntag, 19. April 2026, bekannt gegeben. Zudem wird hier eine Präsentation der Wahlergebnisse zum Ratsbürgerentscheid bereitgestellt.

Kontakt

Ratsbürgerentscheid 2026

Folgende Frage steht zur Entscheidung durch die Bürgerinnen und Bürger an:

Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Herten gemeinsam mit der Stadt Recklinghausen an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt?

Die Frage ist mit „Ja“ entschieden, sofern sie von der Mehrheit der gültigen Stimmen beantwortet wurde und diese Mehrheit mindestens 15 Prozent der rund 46.000 Abstimmungsberechtigten beträgt. Andernfalls und bei Stimmengleichheit gilt die Frage als mit „Nein“ beantwortet.

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Antworten auf häufig gestellte Fragen

Alle abstimmungsberechtigten Bürgerinnen und Bürger, die in das Abstimmungsverzeichnis mit Stichtag zum 8. März 2026 eingetragen sind, erhalten im Laufe der 11. Kalenderwoche 2026 eine Abstimmungsbenachrichtigung, mit der sie einen Antrag auf Erteilung eines Stimmscheins stellen können. 

Vertonung des Stimmzettels für blinde und sehbehinderte Menschen

Blinde und sehbehinderte Menschen können sich die Vertonung des Stimmzettels unter der Telefonnummer 0231 55 75 90 77 anhören (beliebig oft). Dort erhalten sie außerdem Informationen zur Nutzung der Stimmzettelschablone.

Abstimmungsberechtigt ist, wer am Tag des Ratsbürgerentscheids Deutscher im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 Grundgesetz ist oder die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union besitzt,

wer das 16. Lebensjahr vollendet hat

und mindestens seit dem 16. Tag vor der Abstimmung im Gemeindegebiet seine Wohnung, bei mehreren Wohnungen seine Hauptwohnung innehat oder sich sonst gewöhnlich aufhält und keine Wohnung außerhalb des Abstimmungsgebietes hat.

Nicht abstimmungsberechtigt ist, wer infolge Richterspruchs in der Bundesrepublik Deutschland das Wahlrecht nicht besitzt.

Der Antrag auf Erteilung eines Stimmscheins kann auf folgenden Wegen gestellt werden:

Per QR-Code: QR-Code auf der Abstimmungsbenachrichtigung scannen und das Online-Formular vollständig ausfüllen.

Schriftlich per Post: Antrag auf der Abstimmungsbenachrichtigung vollständig ausfüllen und ausreichend frankiert zurücksenden.

Im Rathaus: Antrag auf der Abstimmungsbenachrichtigung vollständig ausfüllen und im Rathaus an der Infotheke abgeben oder in den Hausbriefkasten einwerfen.

Per E-Mail: wahlbuero@​herten.de Folgende Angaben sind erforderlich: Name, Vorname, Geburtsdatum, vollständige Adresse.

Online über die Webseite: Antrag auf Ausstellung eines Stimmscheines

Hinweis: Der schriftlich beantragte Stimmschein wird zusammen mit den Abstimmungsunterlagen per Post versandt. Die Abstimmungsunterlagen (Stimmschein, Stimmzettel usw.) werden erst ab dem 23. März 2026 bearbeitet und versendet.

 

Der Ratsbürgerentscheid erfolgt ausschließlich durch Briefabstimmung. Der Stimmbrief kann entweder auf dem Postweg an die Stadt Herten gesendet oder persönlich im Rathaus abgegeben werden.

Erhaltenen Stimmbrief versenden oder abgeben
Die Rücksendung der Abstimmungsunterlagen ist im Bereich der Deutschen Post entgeltfrei. Der Stimmbrief kann auch persönlich im Rathaus an der Infotheke abgegeben oder in den Hausbriefkasten eingeworfen werden.

Wichtig: Der Stimmbrief muss spätestens am Abstimmungstag, 19. April 2026, bis 12:00 Uhr im Rathaus eingegangen sein. Später eingehende Stimmbriefe werden bei der Auszählung nicht berücksichtigt.

Abstimmung vor Ort im Rathaus
Von Montag, 23. März, bis Freitag, 17. April 2026, ist im Rathaus während der regulären Öffnungszeiten ein Abstimmungsbüro eingerichtet. Im Raum 301 können bei Vorlage der Abstimmungsbenachrichtigung und eines gültigen Personalausweises die Abstimmungsunterlagen abgeholt, ausgefüllt und direkt vor Ort abgegeben werden.

Ist keine Abstimmungsbenachrichtigung bis Mittwoch, 18. März, eingegangen, sollte schnellstmöglich Kontakt mit dem Briefwahlbüro der Stadt Herten aufgenommen werden. 

Sind die beantragten Unterlagen nicht oder unvollständig eingegangen, sollte schnellstmöglich Kontakt mit dem Briefwahlbüro der Stadt Herten aufgenommen werden.

Zu beachten ist, dass die Zustellung bis zu drei Werktage dauern kann. Die Unterlagen sollten daher spätestens bis Dienstag, 14. April, vorliegen, damit der Stimmbrief rechtzeitig bis zum 19. April, 12:00 Uhr, im Rathaus der Stadt Herten eingehen kann.

Per E-Mail: Antrag an wahlbuero@​herten.de senden. Folgende Angaben sind erforderlich: Name, Vorname, Geburtsdatum sowie eine vollständige und zustellfähige Adresse, an die die Unterlagen versendet werden sollen.

Online über die Webseite: Das Online-Formular ausfüllen (Link folgt in Kürze). Auch hier ist eine vollständige und zustellfähige Adresse anzugeben, an die die Unterlagen versendet werden sollen.

Die letzte Gelegenheit zur persönlichen Abstimmung in Raum 301 besteht am Freitag, 17. April, um 15:00 Uhr.

Der Stimmbrief muss spätestens am Abstimmungstag, 19. April, bis 12:00 Uhr im Rathaus der Stadt Herten eingegangen sein. Später eingehende Stimmbriefe werden bei der Auszählung nicht berücksichtigt.

Statement von Bürgermeister Fred Toplak

Warum ich für eine Olympia-Bewerbung mit Beteiligung unserer Stadt werbe

Liebe Hertenerinnen und Hertener,

Olympische Spiele sind weit mehr als ein Sportereignis. Sie sind ein internationales Zukunftsprojekt – mit Strahlkraft, Investitionen und nachhaltigen Impulsen für die beteiligten Städte und Regionen. Ich werbe dafür, dass auch Herten, gemeinsam mit der Stadt Recklinghausen, Teil einer solchen Bewerbung wird.

Eine Olympia-Beteiligung bedeutet vor allem: Investitionen in unsere Infrastruktur. Erfahrungen aus anderen Austragungsorten zeigen, dass Verkehrswege modernisiert, Sportstätten ertüchtigt und öffentliche Räume aufgewertet werden. Solche Maßnahmen kommen nicht nur für wenige Wochen zum Tragen – sie wirken langfristig und verbessern dauerhaft die Lebensqualität vor Ort.

Zugleich eröffnet eine Olympia-Bewerbung große Chancen für Tourismus und Wirtschaft. Internationale Aufmerksamkeit lenkt den Blick auf unsere Stadt, unsere Region und unsere Stärken. Besucherinnen und Besucher entdecken Herten neu; Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungsbetriebe profitieren. Die erhöhte Nachfrage stärkt die Kaufkraft vor Ort und sichert Arbeitsplätze.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Marke Olympia. Die fünf Ringe stehen weltweit für Fairness, Leistung, Vielfalt und internationale Verständigung. Teil einer solchen Marke zu sein, bedeutet Sichtbarkeit auf globaler Ebene. Herten würde im Rahmen einer gemeinsamen Bewerbung mit Recklinghausen in einem internationalen Kontext wahrgenommen – das kann auch für zukünftige Investitionen und Projekte ein bedeutender Standortvorteil sein.

Neben den wirtschaftlichen Effekten darf man den gesellschaftlichen Wert nicht unterschätzen. Großereignisse wie Olympische Spiele schaffen Gemeinschaft und Begeisterung. Sie bringen Menschen zusammen, stärken den Zusammenhalt und sorgen für eine positive Stimmung in der Stadt. Besonders für junge Menschen können sie Inspiration sein – für Sport, Ehrenamt und gesellschaftliches Engagement.

Mir ist wichtig: Eine moderne Olympia-Bewerbung setzt auf Nachhaltigkeit, bestehende Strukturen und regionale Zusammenarbeit. Es geht nicht um kurzfristige Prestigeprojekte, sondern um sinnvolle, langfristige Entwicklungen, von denen wir alle profitieren.

Deshalb bitte ich Sie: Informieren Sie sich, diskutieren Sie miteinander – und nutzen Sie Ihr Stimmrecht. Ein „Ja“ für die Olympia-Bewerbung ist eine Entscheidung für Zukunftschancen, für Sichtbarkeit und für eine positive Entwicklung unserer Stadt.

Ihr
Fred Toplak
Bürgermeister der Stadt Herten

Das Wichtigste auf einen Blick

Die Bewerbung basiert auf bestehenden Sportstätten, insbesondere der Mountainbike-Strecke auf der Halde Hoheward, die bereits überregionale Bedeutung hat. Die Spiele sollen nachhaltige Impulse für Tourismus, Infrastruktur, Sportentwicklung und gesellschaftliche Teilhabe setzen. 17 Kommunen in NRW sind beteiligt, mit Fokus auf bestehende Anlagen und regionaler Zusammenarbeit.

Herten kann durch die Bewerbung seine touristische Attraktivität, Infrastruktur und Sportentwicklung stärken. Die Halde Hoheward ist eine Landmarke mit hoher touristischer Relevanz, Eigentum des Regionalverbands Ruhr, und bietet Potenzial für nachhaltige Nutzung und regionale Vermarktung. Die Mountainbike-Strecke kann olympische Standards erfüllen und die Sport- und Bewegungskultur fördern.

Kosten für Vorbereitung und Durchführung sind noch unklar, internationale Veranstaltungen erfordern Sicherheitsmaßnahmen und verursachen Verkehr. ​Es besteht das Risiko, dass Investitionen nicht vollständig genutzt werden oder die Kosten höher ausfallen als geplant. Während der Spiele könnten Beeinträchtigungen im Alltag entstehen.

Ja zur Bewerbung

  • Bürgermeister Fred Toplak → JA
  • CDU (10 Sitze) → JA
  • AfD (9 Sitze) → JA

Nein zur Bewerbung

  • SPD (13 Sitze) → NEIN

Keine klare Empfehlung

  • TOP-Partei (11 Sitze) → keine Empfehlung
  • Bündnis 90/Die Grünen (3 Sitze) → keine Empfehlung
  • FD/FP (2 Sitze) → keine klare Empfehlung, betont Bürgerbeteiligung

Die Fraktionen betonen die Notwendigkeit, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und transparent in die Entscheidung einzubeziehen. ​

  • Der Bürgerentscheid soll eine breite Akzeptanz und demokratische Legitimation sichern. ​
  • Die Fraktionen fordern umfassende Information, offene Diskussion und aktive Beteiligung der Bevölkerung.
  • Die Beteiligung soll das Vertrauen in Politik und Verwaltung stärken. ​
  • Die Entscheidung soll von einer breiten Mehrheit getragen werden, unabhängig vom Ergebnis. ​
  • Die Bürger werden aufgerufen, ihre Stimme beim Entscheid am 19. April 2026 abzugeben, um die Bewerbung positiv zu begleiten.