An der Comeniusschule in Herten-Scherlebeck beginnt in der kommenden Woche der Aufbau einer neuen zweigeschossigen Modulanlage. Der Hertener Immobilienbetrieb (HIB) lässt insgesamt 14 vorgefertigte Raummodule auf dem nördlichen Schulhof aufstellen. Die Montagearbeiten finden von Montag, 19. Oktober, bis Freitag, 23. Oktober 2026, statt. Die neue Anlage soll künftig zusätzliche Räumlichkeiten für den Unterricht und die Offene Ganztagsschule (OGS) bereitstellen.
Die Maßnahme ist gleichzeitig ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Modernisierung des Schulstandortes. Perspektivisch soll das bestehende Nebengebäude auf dem südlichen Schulhof zurückgebaut und durch einen modernen Teilneubau ersetzt werden. Mit der neuen Modulanlage werden die dafür notwendigen Übergangsräume geschaffen.
„Mit der schrittweisen Modernisierung der Comeniusschule investieren wir gezielt in die Zukunft unserer Bildungsinfrastruktur. Wir wollen unsere Schulstandorte so weiterentwickeln, dass sie auch den Anforderungen der kommenden Jahre gerecht werden. Die neue Modulanlage ist dabei ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zu einer zeitgemäßen und zukunftsfähigen Comeniusschule“, so Bürgermeister Fred Toplak.
Verkehrseinschränkungen im Bereich der Jahnstraße
Aufgrund der Größe der Transporte und des erforderlichen Kraneinsatzes sind während der Aufbauarbeiten vorübergehende Verkehrseinschränkungen notwendig. Die Jahnstraße wird zwischen Behrenstraße und Richterstraße sowie ein Teil der Behrenstraße voraussichtlich von Montag, 19. Oktober, bis Freitag, 23. Oktober, gesperrt. Zusätzlich gilt in der Jahnstraße und einem Teil der Behrensstraße während der Sperrung auf beiden Straßenseiten ein Halteverbot.
Die besonders transportintensiven Arbeiten finden in den Herbstferien statt, sodass die unmittelbaren Auswirkungen auf den regulären Schulbetrieb möglichst geringgehalten werden können. Betroffene Anwohnerinnen und Anwohner wurden durch die Stadt Herten im Vorfeld informiert. Entsprechende Umleitungen werden großräumig ausgeschildert.
Zusätzlicher Platz für Unterricht und Ganztagsbetreuung
Die neue L-förmige Modulanlage umfasst nach der zugrunde liegenden Planung rund 700 Quadratmeter Bruttogrundfläche und wird zweigeschossig errichtet. Vorgesehen sind sieben multifunktional nutzbare Klassen- und OGS-Räume sowie ein zusätzlicher Raum für die Essensversorgung. Ergänzt werden diese durch notwendige Neben-, Lager- und Technikflächen.
Die neuen Räumlichkeiten ermöglichen es, bestehende Betreuungsangebote zu sichern und gleichzeitig die Kapazitäten der Offenen Ganztagsschule zu erweitern. Nach dem zugrunde liegenden Raumkonzept sollen insgesamt 75 zusätzliche OGS-Plätze geschaffen werden. Damit stehen am Schulstandort perspektivisch Kapazitäten für elf OGS-Gruppen zur Verfügung.
„Der Bedarf an Ganztagsbetreuung ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Mit den zusätzlichen Räumlichkeiten schaffen wir die Voraussetzungen, um mehr Kindern einen Betreuungsplatz anbieten zu können. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gleichzeitig möchten wir den Kindern auch während der anstehenden Bauphase gute Bedingungen zum Lernen, Spielen und für die gemeinsame Betreuung bieten“, so Brigitte Rode, Leiterin des Amtes für schulische Bildung und Sport.
Wichtige Voraussetzung für den geplanten Teilneubau
Die Fertigstellung und Nutzungsaufnahme der neuen Modulanlage ist nach aktuellem Planungsstand für März 2027 vorgesehen. Die Anlage soll während der anstehenden Baumaßnahmen als Übergangslösung dienen.
Mit der anschließenden Verlagerung der erforderlichen Schul- und Betreuungsangebote können die Voraussetzungen für die Freimachung des südlichen Schulhofbereichs geschaffen werden. Dort soll im nächsten Schritt der geplante Teilneubau der Comeniusschule entstehen.
„Die besondere Herausforderung bei der Weiterentwicklung der Comeniusschule liegt darin, mehrere aufeinander abgestimmte Baumaßnahmen bei laufendem Schulbetrieb umzusetzen. Die neue Modulanlage ist dabei ein wesentlicher Baustein: Erst wenn die entsprechenden Räume zur Verfügung stehen, können die bisherigen Gebäude und Anlagen freigezogen und die nächsten Bauabschnitte vorbereitet werden. Unser Ziel ist es, die einzelnen Maßnahmen so zu koordinieren, dass die Einschränkungen für die Schulgemeinschaft möglichst gering bleiben“, so Sebastian Scholz, Betriebsleiter Hertener Immobilienbetrieb.