Am frühen Mittwochmorgen, 14. Oktober, waren mehrere Behörden der Stadt Herten gemeinsam mit der Polizei im Einsatz. Kontrolliert wurden insgesamt vier Wohnhäuser auf der Antoniusstraße in der Hertener Innenstadt und auf der Bahnhofstraße in Westerholt. Beteiligt waren die Ausländerbehörde (ABH), der Kommunale Ordnungsdienst (KOD), die Bauordnung, das Jugendamt, das Jobcenter, das Bürgerbüro und die Polizei. Die Einsatzleitung lag bei der Stadt Herten.
Bürgermeister Fred Toplak war selbst vor Ort, um sich ein Bild von der Kontrollaktion zu machen: „Uns ist wichtig, dass wir genau hinschauen und Hinweisen auf mögliche Verstöße nachgehen. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Ämter und Behörden können wir unterschiedliche Sachverhalte direkt vor Ort überprüfen und notwendige Schritte einleiten. Es geht darum, Missstände aufzudecken, Sachverhalte zu klären und geltendes Recht durchzusetzen.“
Im Mittelpunkt standen unter anderem die Wohn- und Meldeverhältnisse. Dabei wurde überprüft, ob die tatsächlichen Bewohnerinnen und Bewohner mit den vorliegenden Meldedaten übereinstimmen und ob es Unklarheiten bei Anmeldungen oder bei der Belegung der Wohnungen gibt. „Bei den Wohnhäusern an der Antoniusstraße kommt es immer wieder zu einem hohen Müllaufkommen. Deshalb überprüfen wir als Stadt die Situation vor Ort“, so Fred Toplak.
Auch die Gebäude selbst wurden unter die Lupe genommen. Die Bauordnung prüfte, ob die Räume bestimmungsgemäß genutzt und die baulichen Anforderungen eingehalten werden. Dabei ging es unter anderem um mögliche ungenehmigte Umbauten, die Nutzung von Räumen als Wohnraum sowie den Brand- und Sicherheitsschutz.
Die Ausländerbehörde prüfte aufenthaltsrechtliche Fragen. Das Jugendamt und das Jobcenter waren im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten ebenfalls beteiligt. Dabei wurden mögliche Hinweise auf Leistungsmissbrauch und Kindeswohlgefährdung überprüft. Die Polizei unterstützte die gemeinsame Kontrollaktion und führte eigene Kontrollen durch.
„Mögliche Verstöße und Unregelmäßigkeiten werden jetzt von den jeweils zuständigen Stellen genauer geprüft. Dabei wird auch geklärt, ob weitere Schritte erforderlich sind und welche Maßnahmen gegebenenfalls folgen“, erklärt Jürgen Krystek, der zuständige Amtsleiter der Ausländerbehörde, die die Kontrollaktion federführend verantwortete.
Die Ergebnisse der Kontrollen werden nun ausgewertet. „Solche behördenübergreifenden Kontrollen haben in der Vergangenheit leider nicht mehr regelmäßig stattgefunden. Das wollen wir ändern. Bereits in der Vorbesprechung mit allen Beteiligten habe ich deutlich gemacht, dass die heutige Aktion ein Auftakt ist. Wir werden solche Kontrollen künftig regelmäßig im gesamten Stadtgebiet durchführen. Denn wir müssen dort hinschauen, wo es Hinweise auf Missstände gibt, und die Dinge gemeinsam mit den zuständigen Behörden angehen", so Bürgermeister Fred Toplak abschließend.