Am 11. Oktober ist Internationaler Mädchentag – Weltweit macht der Tag auf die Rechte und Lebenssituationen von Mädchen aufmerksam, auch in Herten. Als neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadtverwaltung ist Mandy Feringa das Thema ein besonderes Anliegen. Zum Aktionstag macht sie auf die bestehenden Freizeit- und Beratungsangebote in Herten aufmerksam, die den rund 5.150 Mädchen und jungen Frauen unter 18 Jahren Raum zur Entfaltung und Unterstützung für ihre individuellen Anliegen bieten.
„Der Internationale Mädchentag ist seit 2012 ein offizieller Aktionstag der Vereinten Nationen, um auf vorhandene Benachteiligungen von Mädchen hinzuweisen“, so Mandy Feringa. „Auch wenn in Deutschland die Gleichberechtigung gesetzlich verankert ist, haben auch hier Mädchen und junge Frauen ganz eigene Fragen, Unsicherheiten oder Konflikte. Das kann beispielsweise die Themen Sexualität, Schwangerschaft, Beziehungen oder Gewalterfahrungen betreffen.“
Räume für Mädchen und gemeinsame Freizeit
„Ich möchte die Angebote für Mädchen in Herten sichtbarer machen und gleichzeitig den Austausch mit den Einrichtungen und Initiativen vor Ort stärken“, so Mandy Feringa weiter, denn geschützte Räume und gemeinsame Freizeitaktivitäten sind wichtig: „Manchmal geht es einfach darum, einen Ort zu haben, an dem man sich wohlfühlt, unter sich sein kann und einfach Zeit mit Freundinnen verbringt.“
Auch Hertener Kinder- und Jugendeinrichtungen haben deshalb spezielle Angebote für Mädchen im Programm:
- Die städtische Jugendkunstschule CreativWerkstatt bietet regelmäßig Workshops speziell für Mädchen an. Das aktuelle Kursprogramm ist online unter www.creativwerkstatt-herten.de/ abrufbar.
- Der Falkentreff, Bahnhofstraße 91 in Westerholt, bietet Mädchen* montags von 17 bis 20 Uhr einen geschützten Raum. Kontakt: Telefon 0209 58 90 99 39, E-Mail info@falkentreff-re.de
- Bei den Waldrittern, Ewaldstraße 16 in der Hertener Innenstadt, bleiben Mädchen donnerstags von 15 bis 18 Uhr unter sich. Kontakt: WhatsApp 0151 235 979 73, E-Mail carmen.muhs@waldritter.de
Beratung bei sexualisierter Gewalt und in persönlichen Krisen
Auch in schwierigen Lebenssituationen sollen Mädchen und junge Frauen Hilfe erfahren. „Beratung muss nicht erst dann beginnen, wenn ein Problem besonders groß geworden ist“, betont Mandy Feringa. „Es kann helfen, sich frühzeitig Unterstützung zu holen und mit jemandem außerhalb des eigenen Umfelds über die eigene Situation zu sprechen.“
Unterstützung finden Mädchen und junge Frauen in Herten unter anderem bei verschiedenen Beratungsangeboten des Diakonischen Werks. Die Beratung ist kostenlos und vertraulich.
- Die Beratungsstelle für Frauen – Hilfe und Prävention bei sexualisierter Gewalt unterstützt Frauen und Mädchen unter anderem nach Gewalterfahrungen sowie bei Problemen in Beziehungen, Trennungen und familiären Schwierigkeiten.
Kontakt: Telefon 02366 1067-35, E-Mail bff@diakonie-kreis-re.de - Die Beratungsstelle für Schwangere, Schwangerschaftskonflikt und Sexualität berät Jugendliche und Erwachsene zu allen Fragen rund um Sexualität, Verhütung und Schwangerschaft. Kontakt: Telefon 02366 1067-37, E-Mail bff@diakonie-kreis-re.de
- Das Projekt B-Fair richtet sich an Mädchen und Frauen mit Beeinträchtigung. Die Beratung hilft bei Konflikten und Fragen beispielsweise in den Bereichen Arbeit und Schule, Freundschaften und Familie, Gewalterfahrungen sowie Sexualität und Partnerschaft. Kontakt: Telefon 0160 90531422, E-Mail bfair@diakonie-kreis-re.de
Institutionen und Einrichtungen, die Angebote speziell für Mädchen und junge Frauen haben, können sich bei Interesse zur weiteren Vernetzung gerne bei Mandy Feringa unter der Telefonnummer 02366 303-487 oder per E-Mail an m.feringa@herten.de melden.
Zur Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Herten
Anfang Oktober hat Mandy Feringa ihren Dienst im Rathaus angetreten. Sie ist als Nachfolgerin von Alexandra Mielke dafür verantwortlich alle Belange der Stadtverwaltung geschlechterspezifisch zu bewerten und engagiert sich bei allen anfallenden Themen für eine entsprechende Gleichberechtigung.
Ziel ihrer Arbeit ist es, Geschlechterstereotype bei der Berufswahl abzubauen, faire Arbeitsbedingungen und Weiterbildungsmöglichkeiten zu fördern sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Darüber hinaus unterstützt die Gleichstellungsbeauftragte gendersensible Bildungsangebote und engagiert sich in lokalen, landes- und bundesweiten Netzwerken für mehr Chancengleichheit in Herten.