Öffentlicher Raum in Herten
Ein zentraler Baustein des Programms NEUSTART INNENSTADT ist die Neugestaltung des öffentlichen Raums. Ein Bestandteil dieser Neugestaltung folgte dem Motto: „Der Park kommt in die Stadt“. Mit der Umsetzung des Gestaltungskonzepts sollte die Qualität des Schlossparks in die Innenstadt übertragen werden, um die öffentlichen Räume dort attraktiv und klimagerecht zu gestalten. Neben der Ewaldstraße und dem Place d’Arras wurde auch der Bramhügel umgestaltet. Darüber hinaus erhielt die Antoniusgasse, einschließlich des Spielplatzes, eine neue Gestaltung.
Ewaldstraße und Place d’Arras
Der Startschuss zur Umsetzung des Gestaltungskonzeptes „Der Park kommt in die Stadt“ fiel mit dem Umbau der südlichen Ewaldstraße zwischen der Vitusstraße und dem Place d’Arras. Der Baustart erfolgte im September 2022, und die Eröffnung wurde im April 2024 gefeiert. Vor dem Umbau verfügte dieser Abschnitt der Ewaldstraße über kaum Aufenthaltsqualität; dort waren keine Bäume und Sitzgelegenheiten zu finden.
Die Umgestaltung umfasst neue Bäume, bunte Pflanzbeete mit heimischen Stauden und ein besonderes Rasenfugenpflaster. Unter der Fußgängerzone wurde zudem ein innovativer, 170 m langer Regenwasserspeicher eingebaut. Mit einem Fassungsvermögen von 130 m³ Wasser entlastet er bei Starkregenereignissen das Mischwasserkanalsystem, wodurch Überschwemmungen verhindert werden können. In Trockenperioden dient das gespeicherte Wasser der Bewässerung der Pflanzen.
Auch für die Kinder ist die Ewaldstraße attraktiver geworden. Farbige Spielsteine laden zum Balancieren und Springen ein, ebenso wie der Spielediamant am Place d’Arras. Die Oberflächengestaltung der Ewaldstraße wurde über die Städtebauförderung mit Unterstützung des Bundes, des Landes NRW und einem Eigenanteil der Stadt Herten gefördert. Die Kanalbauarbeiten sowie das Anlegen des Regenwasserspeichers wurden mit finanzieller Unterstützung der Emschergenossenschaft (EGLV) realisiert und innerhalb der Zukunftsinitiative Klima.Werk umgesetzt.
DWA-Klimapreis 2025
Die Stadt Herten hat mit ihrem Projekt „Der Park kommt in die Stadt“ den DWA-Klimapreis 2025 gewonnen. Ehemals asphaltierte Straßen in der Innenstadt wurden in einen grünen, lebendigen Raum umgewandelt. Ein zentrales Element des Projekts ist ein unterirdischer Speicher, der Regenwasser effizient speichert. Dieses Wasser wird zur Bewässerung der neuen Grünflächen genutzt.
Ein zusätzlicher Vorteil des Projekts ist die Entlastung des Mischwasserkanalsystems bei Starkregen. Die Umwandlung versiegelter Flächen in durchlässige Oberflächen verringert das Überschwemmungsrisiko.
Alle Infos zum DWA-Klimapreis über Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA)
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Bramhügel
Die Umgestaltung des Bramhügels war nach der Neugestaltung der Ewaldstraße und des Place d’Arras der zweite Bauabschnitt des Gestaltungskonzepts „Der Park kommt in die Stadt“. Der Baustart für diesen Bereich erfolgte im April 2024, und die Eröffnung fand im September 2025 statt. Der neue Bramhügel wurde als südlicher Eingang in die Innenstadt attraktiver und grüner gestaltet. Hierzu wurden großzügige Grünbeete geschaffen, die als Versickerungsflächen und Regenrückhaltebecken für anfallendes Regenwasser dienen und zugleich spannende Spielangebote für Kinder bieten.
Darüber hinaus wurden der Bramhügel und der Durchgang zur Ewaldstraße mit einer neuen Beleuchtung ausgestattet, die zusammen mit der Gestaltung für gute Einsehbarkeit, klare Sichtachsen und ein verbessertes Sicherheitsempfinden sorgt.
Antoniusgasse und Spielplatz
Die erste bauliche Maßnahme des NEUSTART INNENSTADT war die Erneuerung des Spielplatzes in der Antoniusgasse. Unter Beteiligung von Kindern wurde 2017/2018 ein Gestaltungskonzept mit dem Motto „Märchenwald“ für den Spielplatz zwischen der Hermann- und der Antoniusstraße entworfen. Im Mai 2019 wurde der Spielplatz offiziell im Rahmen eines Frühlingsfestes mit vielen Aktionen für Kinder eröffnet. Im Jahr 2020 wurde auch die Antoniusgasse als wichtige Verbindungsachse für die Bewohnerinnen und Bewohner neugestaltet. 2022 wurde passend zum Märchenthema die angrenzende Hauswand am Spielplatz bunt bemalt. Die Motive für die Graffiti-Gestaltung entwickelten der Künstler Michael Rockstein gemeinsam mit den Kindern der AWO Kita Am Wilhelmsplatz.
Dieses Projekt des NEUSTART INNENSTADT wurde durch Mittel der Städtebauförderung (Bund, Land NRW) und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Antoniuskirchplatz und Marktplatz
Für die Umgestaltung des Antoniuskirchplatzes und des Marktplatzes fanden verschiedene Beteiligungsformate statt. Bereits 2021 wurde für die Umgestaltung des Antoniuskirchplatzes eine Online-Umfrage durchgeführt, an der sich 150 Menschen beteiligten. Auch für den Marktplatz wurden 2023 viele Ideen und Wünsche aus der Bürgerschaft im Rahmen einer Innenstadtkonferenz gesammelt. 2024 folgte für den Marktplatz ein Planungswettbewerb mit vielen spannenden Entwürfen. Der Gewinner ist das Landschaftsarchitekturbüro Greenbox aus Köln. Auf Grundlage ihres Entwurfs geht es in die weitere Planung.