Auf der Sportanlage Katzenbusch im Hertener Süden kommt seit Mai 2026 moderne, satellitengesteuerte Mähtechnik zum Einsatz. Ein Mähroboter übernimmt die regelmäßige Pflege der Naturrasenfläche. Das spart Arbeitszeit, reduziert den Aufwand für die Entsorgung von Rasenschnitt und unterstützt einen natürlichen Nährstoffkreislauf.
„Mit der modernen Mähtechnik verbinden wir eine effiziente Sportplatzpflege mit einem bewussten Umgang mit unseren Ressourcen. Wir nutzen natürliche Prozesse, um die Qualität der Rasenfläche langfristig zu unterstützen und gleichzeitig den Pflegeaufwand zu verringern“, erklärt Klaus Breuer, Bereichsleiter ZBH Grün.
Möglich macht dies das sogenannte Mulchprinzip: Der Mähroboter zerkleinert das Gras in feine Bestandteile, die auf der Rasenfläche verbleiben und sich nach und nach zersetzen. Die darin enthaltenen Nährstoffe gelangen so zurück in den Boden. Dadurch kann der zusätzliche Düngebedarf reduziert werden. Auch das Sammeln und Abtransportieren des Schnittguts entfällt.
Organische Düngung stärkt den Boden
Ergänzend zum Einsatz des Mähroboters wird die Rasenfläche bereits seit zwei Jahren ausschließlich mit organischem Dünger versorgt. Dieser fördert das Bodenleben und unterstützt die natürliche Freisetzung von Nährstoffen. Da diese schrittweise pflanzenverfügbar werden, kann der Rasen gleichmäßig mit Nährstoffen versorgt werden.
Organische Dünger können darüber hinaus die Humusbildung und die Bodenstruktur verbessern sowie die Fähigkeit des Bodens stärken, Wasser und Nährstoffe zu speichern. Das Zusammenspiel aus Mulchmähen und organischer Düngung soll damit zu einer nachhaltigen Entwicklung der Rasenfläche beitragen.
Dichter Rasen und Rücksicht auf Tiere
Das regelmäßige Mähen in kurzen Abständen regt die Graspflanzen zur stärkeren Verzweigung an. So kann sich eine dichtere und gleichmäßigere Grasnarbe entwickeln, die den Anforderungen des Sportbetriebs gerecht wird.
Auch der Schutz von Wildtieren spielt beim Einsatz der Technik eine Rolle. Der Mähroboter ist so programmiert, dass er ausschließlich tagsüber mäht. Damit wird das Risiko verringert, nachtaktive Tiere wie Igel während ihrer Hauptaktivitätszeit zu gefährden. Sensoren unterstützen zudem dabei, Kontakte mit Wildtieren und Hindernissen zu vermeiden. Während des Spiel- und Trainingsbetriebs bleibt der Mäher selbstverständlich außer Einsatz.
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist geplant, künftig schrittweise weitere Sportanlagen mit autonomer Mähtechnik auszustatten. Ziel ist es, die Pflege der kommunalen Sportflächen effizient weiterzuentwickeln und dabei natürliche Prozesse sowie den Schutz der Tierwelt zu berücksichtigen.