Die Volkshochschule Herten lädt im November zu drei Veranstaltungen ein, die aktuelle gesellschaftliche Debatten, historische Entwicklungen und religiöse Traditionen in den Blick nehmen. Auf dem Programm stehen ein Workshop zum Umgang mit Stammtischparolen, ein Vortrag zur Geschichte der Migration und eine Veranstaltung über Engel in der jüdisch-christlichen Tradition.
„Man wird doch wohl noch sagen dürfen …“ – Zum Umgang mit Stammtischparolen
Aussagen wie „Das Boot ist voll“ oder Begriffe wie „Sozialtourismus“ begegnen Menschen längst nicht mehr nur in politischen Debatten, sondern auch im privaten und beruflichen Alltag. Wie lässt sich auf solche Parolen reagieren, ohne den Dialog vorschnell abzubrechen? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Workshop der VHS am Donnerstag, 12. November, von 18 bis 20.30 Uhr.
Anhand konkreter Beispiele lernen die Teilnehmenden Strategien kennen, um auf zugespitzte oder ausgrenzende Aussagen zu reagieren und dabei eine konstruktive Gesprächsatmosphäre zu bewahren. Im Mittelpunkt stehen praktische Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen.
Die Veranstaltung findet im Kaminraum des VHS-Hauses, Resser Weg 1, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 10,50 Euro.
Migration – Emigration – Immigration – „Remigration“ (?)
Wie haben sich Wanderungsbewegungen im Laufe der Geschichte entwickelt, und welche Bedeutung haben sie für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik? Diesen Fragen widmet sich ein Vortrag der VHS am Dienstag, 17. November, um 19 Uhr. Er beleuchtet Migration von der frühen Geschichte bis in die Gegenwart und zeigt, wie eng Wanderungsbewegungen mit gesellschaftlichen Veränderungen verbunden sind.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der deutschen Geschichte: von mittelalterlichen Siedlungsbewegungen über die Auswanderung nach Amerika bis hin zur Arbeitsmigration und Einwanderung aus anderen europäischen Ländern und der Türkei. Darüber hinaus greift der Vortrag die aktuelle politische Debatte um den Begriff „Remigration“ auf und ordnet dessen Verwendung im Zusammenhang mit rechtsextremen Forderungen nach Ausweisung und Vertreibung ein.
Ziel der Veranstaltung ist es, historische Hintergründe zu vermitteln und eine differenzierte Auseinandersetzung mit aktuellen Debatten über Migration zu ermöglichen. Eine anschließende Diskussion ist ausdrücklich erwünscht.
Der Vortrag findet im Bürgerhaus Süd, Hans-Senkel-Platz 1, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro.
„Mit Cherubim und Seraphim …“ – Engel in der jüdisch-christlichen Tradition
Ob als Schutzengel, in Kunstwerken oder als dekorative Figuren: Engel begegnen uns in vielen Bereichen des Alltags und der Kultur. Ihre Bedeutung reicht jedoch weit über diese bekannten Darstellungen hinaus. Am Donnerstag, 19. November, um 19 Uhr lädt die VHS Herten dazu ein, die religiösen und kulturellen Hintergründe der Engelvorstellungen näher kennenzulernen.
Anhand von Texten und Bildern vermittelt die Veranstaltung Einblicke in den biblischen Ursprung der Engel und ihre Rolle als Boten Gottes sowie als Gestalten zwischen Himmel und Erde. Zugleich wird deutlich, wie religiöse Überlieferungen und künstlerische Darstellungen die Vorstellungen von Engeln im Laufe der Zeit geprägt haben.
Die Veranstaltung findet in der RaumZeit im Glashaus, Hermannstraße 16, statt. Sie wird von der VHS Herten in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen e. V. angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung und Information
Anmeldungen nimmt die VHS Herten in ihrer Geschäftsstelle am Resser Weg 1, 45699 Herten, während der Öffnungszeiten entgegen. Eine Anmeldung ist außerdem telefonisch unter 02366 303-510, per E-Mail an vhs@herten.de oder online unter www.vhs-herten.de möglich.