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„Die Glühwürmchen“ auf musikalischer Zeitreise durch die 1920er-Jahre in Herten

Mit ihrem Programm „Von hysterischen Ziegen und Nachtgespenstern“ nehmen „Die Glühwürmchen“ und Hanns Buschmann am Freitag, 13. November, das Publikum mit auf eine ebenso unterhaltsame wie ungewöhnliche Reise in die 1920er-Jahre. Freche Chansons, Swing, mehrstimmiger Gesang und eine gehörige Portion Humor gehören ebenso zum Abend, der um 20 Uhr im Klangraum Glashaus (Hermannstraße 16, 45699 Herten) beginnt, wie musikalische Fundstücke, die bis heute nichts von ihrem Witz verloren haben.

„Die Glühwürmchen“ greifen bekannte Originaltexte auf, spielen mit ihnen und geben so manchem Lied eine ganz neue Wendung. Dabei treffen unter anderem Titel wie „Lass mich dein Badewasser schlürfen“, „Ich will lieber Schokolade“ oder „Das Nachtgespenst“ aufeinander.

Hanns Buschmann ergänzt den musikalischen Streifzug mit Couplets und Chansons aus der Kabarettgeschichte und schlüpft unter anderem in die Rolle des legendären Unterhaltungskünstlers Otto Reutter. Doch der Abend bleibt nicht beim schillernden Bild der sogenannten Goldenen 1920er-Jahre stehen. Er nimmt auch politisch Bezug auf die Zeit und zeichnet ein Bild der letzten Jahre einer jungen Demokratie mit viel Licht und Schatten. Die Musik von Friedrich Hollaender und seinen Kollegen wird dabei durch behutsam eingebundene Zeitdokumente ergänzt.

Berlin gilt damals als die drittgrößte Stadt der Welt und als flirrende „Metropole der Moderne“. Der Konjunkturmotor brummt, die Arbeitslosenzahlen gehen zurück, die Inflation scheint überwunden. Die Luft ist elektrisch geladen und zieht die internationale künstlerische Avantgarde an. Die Unterhaltungsindustrie boomt! Nirgends auf der Welt gibt es so viele Lichtspielhäuser, Theater und Opernhäuser wie in Berlin. Doch Überfluss und Not liegen nah beieinander. Während die Stadt vor Genuss- und Vergnügungssucht vibriert, spitzt sich draußen auf den Straßen der blutige Klassenkampf zu.

„Gerade diese Mischung macht den Abend so spannend. Die Glühwürmchen und Hanns Buschmann lassen zunächst den Witz, die Musik und die Lebenslust dieser Zeit aufleben, blenden aber ihre andere Seite nicht aus. So wird aus der musikalischen Reise in die 20er-Jahre mehr als ein nostalgischer Blick zurück“, so Ania Pachura vom Kulturbüro Herten.

Tickets kosten 20 Euro im Vorverkauf und 22 Euro an der Abendkasse. Ermäßigte Karten sind für 11 Euro erhältlich. Eine Ermäßigung gibt es für Herten-Pass-Inhaberinnen und -Inhaber, Menschen mit Schwerbehinderung, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende sowie Teilnehmende des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) und des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ).

Diese Veranstaltung gehört zur Reihe „Klangraum Glashaus“, die von der Volksbank Ruhr Mitte unterstützt wird.

Vorverkaufsstellen:

- Glashaus Herten, Hermannstr. 16, 45699 Herten, Ticket-Tel. 02366 303-651
- Buchladen Attatroll, Herner Str. 16, 45657 Recklinghausen, Tel. 02361 17002
- RVR-Besucherzentrum Hoheward, Werner-Heisenberg-Str. 14, 45699 Herten, Tel. 02366 181160
- www.proticket.de (gebührenpflichtig)

Weitere Informationen:

- Kulturbüro Herten, Ania Pachura, Tel. 02366 303-179, E-Mail: a.pachura@​herten.de
- www.herten.de/klangraum-glashaus