In der zweiten Februarhälfte leitet die Entwicklungsgesellschaft Neue Zeche Westerholt mit Rodungen auf der ehemaligen Gärtnereifläche an der Bertlicher Straße in Gelsenkirchen Rückbaumaßnahmen ein. Dabei werden die Gewächshäuser entfernt, Bäume gefällt und die Fläche geräumt. Die Kompensation der gefällten Bäume findet in Form einer Ersatzaufforstung entlang des Waldsaums der angrenzenden Wiesenfläche statt.
Diese Maßnahmen bereiten die Realisierung von erforderlichen Regenwasserbehandlungs- und Rückhalteanlagen auf der ehemaligen Gärtnereifläche vor. Das anfallende Wasser wird zukünftig nach der Aufbereitung gedrosselt über einen Graben in Richtung Norden zum Holzbach abgeleitet.
Ziel ist es, die gesamten Arbeiten im Oktober 2026 abzuschließen. Die Planung und Bauleitung erfolgen durch das Ingenieurbüro Ahlenberg aus Herdecke. Die Bauausführung übernimmt die Firma Bernemann GmbH aus Datteln.
Parallel dazu erfolgt eine weitere Maßnahme der Entwicklungsgesellschaft Neue Zeche Westerholt. Ab Mitte bis Ende Februar erfolgen hierfür Fällarbeiten an der Marler Straße in Gelsenkirchen, um eine Zufahrt auf das Gelände herzustellen. Dabei wird die Marler Straße an dieser Stelle umgebaut und erhält eine Baustelleneinfahrt mit Abbiegespur auf die Fläche sowie eine Ampel.
Beide Maßnahmen werden über den Gesamtzeitraum artenschutzrechtlich durch eine ökologische Baubegleitung betreut. Art und Maß der Kompensation ist im Bebauungsplan geregelt, der Eingriff wird durch Ersatzpflanzungen im Stadtgebiet Gelsenkirchen ausgeglichen.
Die Entwicklungsgesellschaft Neue Zeche Westerholt wird die Arbeiten so steuern, dass Belästigungen der Nachbarschaft auf ein Minimum reduziert werden. Für den Fall, dass dennoch Beeinträchtigungen auftreten, ist eine Kontaktaufnahme jederzeit telefonisch unter 0209 1696958 oder per E-Mail an info@egnzw.de möglich.
Hintergrund
Die Neue Zeche Westerholt entsteht als interkommunales Quartier für Arbeiten und Wohnen, klimagerecht und nachhaltig, mit viel regenerativer Energie sowie guter Anbindung in den kommenden Jahren auf dem 39 Hektar großen Areal des ehemaligen Bergwerks in Gelsenkirchen und Herten. Ab Sommer werden neue Gewerbeflächen erschlossen. Es werden zwei große Gewerbequartiere im Westen auf dem ehemaligen Holzlagerplatz und südlich der Leitungstrasse und entlang der Bahnlinie entstehen. Dort können kleine und große Betriebe mit Flächenbedarfen von rund 1.000 bis zu etwa 10.000 Quadratmetern angesiedelt werden. Die südliche Gewerbeschiene profitiert von dem Haltepunkt Westerholt der S-Bahnlinie 9, der attraktiven Lage an der Allee des Wandels und dem angrenzenden Quartier mit den Bestandsgebäuden. Beste Perspektiven für etwa 1.500 sichere Arbeitsplätze. Die Vermarktung der dann aufbereiteten und voll erschlossenen Flächen ist ab 2029 geplant.
(Text: Bernd Lohse)
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