Die Stadt Herten möchte die Präsenz des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) im Stadtgebiet deutlich stärken und gleichzeitig neue, bürgernahe Serviceangebote schaffen. In der kommenden Sitzungsfolge stellt die Stadtverwaltung eine entsprechende Beschlussvorlage zur Einführung eines Schichtmodells für den KOD sowie zur Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle in der Hertener Innenstadt vor.
Hintergrund der Planungen ist der vielfach geäußerte Wunsch von Hertener Bürgerinnen und Bürgern nach mehr sichtbarer Präsenz des KOD. Denn obwohl die einschlägigen Kriminalstatistiken weder für Herten noch für das Bundesgebiet einen Anstieg der begangenen Straftaten vorweisen, ist das subjektive Sicherheitsgefühl vieler Menschen zunehmend beeinträchtigt. Die Verwaltung nimmt die Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger ernst und begegnet dem mit einem umfassenden Maßnahmenpaket.
Kern der vorgeschlagenen Planungen soll die Einführung eines Schichtdienstes zum 1. September 2026 für den KOD sein. Künftig sollen Streifen regelmäßig auch in den späten Nachmittags- und Abendstunden sowie an Samstagen unterwegs sein. Ziel ist eine bessere Erreichbarkeit, schnellere Reaktionszeiten und eine stärkere Präsenz in der Innenstadt und an stark frequentierten Orten im Stadtgebiet.
Parallel dazu plant die Verwaltung die Einrichtung einer KOD-Wache in zentraler Lage der Hertener Innenstadt als sichtbare und moderne Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die für eine zeitgemäße Verwaltung steht: offen, ansprechbar und präventiv.
Als besonders geeignet hat sich nach Prüfung verschiedener Standorte die Immobilie an der Konrad-Adenauer-Straße 12 (ehemalige KODI-Filiale) direkt gegenüber der „Hertener Höfe“ herausgestellt. Die Verwaltung befindet sich aktuell in Gesprächen mit dem Vermieter hinsichtlich erforderlicher Sanierungs- und Umbauarbeiten und wird die politischen Gremien dazu weiter informieren.
Neben dem KOD sollen dort künftig auch ausgewählte Dienstleistungen des Bürgerbüros angeboten werden, zum Beispiel die Ausstellung von Meldebescheinigungen, Führungszeugnissen oder Fischereischeinen.
„Die ,Antoniuswache‘ wird künftig eine zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger sowie Besucherinnen und Besucher der Stadt Herten sein. Geplant ist ein moderner Desk-Bereich mit Informationen zu touristischen Zielen und besonderen Orten im gesamten Stadtgebiet“, so Bürgermeister Fred Toplak. „Gleichzeitig schaffen wir einen Ort mit hoher Aufenthaltsqualität im Innen- und Außenbereich, der offen, einladend und bürgernah gestaltet ist.“
Weitere Informationen zur Vorlage und den Ausschusssitzungen finden Interessierte unter https://herten.gremien.info/.