Die Stadt Herten setzt sich weiterhin für mehr Verkehrssicherheit auf der L511 im Bereich Scherlebeck ein. Hintergrund sind mehrere Verkehrsunfälle, darunter ein schwerer Unfall im Januar 2026 mit mehreren verletzten Personen. Nun wurden entschärfende Maßnahmen umgesetzt.
Als Reaktion auf die Unfallhäufung wurde auf einem Abschnitt im Auffahrtsbereich „Über den Knöchel auf die L511“ eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h eingeführt. Außerdem wurde die Auffahrt zur Stoppstraße, erhielt einen Haltebalken sowie weitere Sperrflächen zur Verkehrslenkung. Um das Überfahren der vorhandenen Sperrflächen auf der L511 zu verhindern, wurden Leitschwellen mit kleinen Baken angebracht.
Die Stadt Herten bewertet diese Maßnahmen als sinnvollen Schritt, um die Situation vor Ort zu entschärfen. „Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat für uns hohe Priorität. Die Einführung von Tempo 50 ist ein wichtiges Signal. Nun gilt es zu beobachten, wie sich diese Maßnahme auf das Unfallgeschehen auswirkt“, erklärt Bürgermeister Fred Toplak.
Im Rahmen der Verkehrsunfallkommission arbeitet die Stadt eng mit Polizei, Kreis Recklinghausen und weiteren Beteiligten zusammen, um die Entwicklung zu beobachten und Gefahrenstellen zu bewerten. Insbesondere die Anschlussstelle Scherlebeck steht dabei im Fokus. Weitere Maßnahmen – wie etwa eine mögliche Ampelregelung – werden derzeit nicht konkret vorangetrieben, sondern bei Bedarf und auf Grundlage der weiteren Entwicklung erneut geprüft.
Die Stadt Herten wird den Prozess weiterhin eng begleiten und sich bei Bedarf für zusätzliche Verbesserungen einsetzen. Ziel bleibt es, die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden nachhaltig zu erhöhen.
Die L511 ist eine Landesstraße und liegt in der Zuständigkeit des Landes Nordrhein-Westfalen sowie des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW). Die Stadt Herten selbst ist nicht Baulastträger, bringt jedoch weiterhin die Perspektive der örtlichen Situation in die laufenden Abstimmungen ein.