Rund 200 Jugendliche und junge Erwachsene aus verschiedenen Schulen und Berufskollegs nahmen in diesem Jahr bereits zum fünften Mal am Praxistag Wasserstoff im Anwenderzentrum h2herten teil. Die Veranstaltung bot ihnen die Gelegenheit, sich umfassend über Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien sowie über Ausbildungs- und Berufsperspektiven im Energiesektor zu informieren.
Organisiert wurde der Praxistag erneut von den drei Kooperationspartnern: der Stadt Herten mit dem Anwenderzentrum h2herten und der HTVG mbH, dem h2-netzwerk-ruhr sowie der Wasserstoffkoordination der WiN Emscher-Lippe.
In der Halle des Anwenderzentrums erhielten die 15- bis 20-jährigen Teilnehmenden einen praxisnahen Einblick in die Wasserstofftechnologie. Vorgestellt wurde unter anderem, wie am Standort seit 2013 Wasserstoff produziert, gespeichert und bei Bedarf wieder in Strom umgewandelt wird. Auf diese Weise kann das gesamte Technologiezentrum mit seinen mehr als 80 Büroarbeitsplätzen, Technikhallen und Besprechungsräumen vollständig mit erneuerbarer Energie versorgt werden.
Großes Interesse galt zudem den Brennstoffzellenfahrzeugen. Die Schülerinnen und Schüler konnten die Technologie aus nächster Nähe kennenlernen und eine Betankung an der Wasserstofftankstelle von h2-mobility verfolgen. Mitarbeitende der städtischen Abfallberatung präsentierten darüber hinaus den Brennstoffzellen-Abfallsammelwagen und erläuterten dessen besondere Eigenschaften.
Der TÜV Rheinland vermittelte anschaulich die Sicherheitsaspekte im Umgang mit Wasserstoff und frischt dabei gleichzeitig Grundlagen chemischer Prozesse auf. Praktische Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe bot die GSI Schweißfachschule mit einem virtuellen Schweißtrainer.
Für eine nachhaltige Erfrischung sorgte die Gelsenwasser AG: Die „HySUPPORTER“ konnten ihre Trinkflaschen an einem Hydranten auffüllen, bevor sie am Stand der Kraftwerksschule Essen ein Modellauto mit Brennstoffzellenantrieb zusammenbauten.
Die Vestische Straßenbahnen GmbH präsentierte einen ihrer Wasserstoffbusse und informierte über ihre vielfältigen Ausbildungsangebote und Berufsbilder. Außerdem stellte das Projekt „Competentia“ Emscher-Lippe seine Beratungs- und Unterstützungsangebote vor.
Auch die Westfälische Hochschule war vertreten und informierte über den Studiengang „Wasserstoffsysteme und Erneuerbare Energien“ sowie weitere Angebote im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Ergänzend erläuterten die DMT Energy Engineers die Rolle von Wasserstoff als klimafreundlichem Energieträger und stellten Bildungs- und Karrieremöglichkeiten rund um den Energieträger der Zukunft vor.
Mit dem Praxistag Wasserstoff wurde erneut deutlich, wie wichtig praxisnahe Einblicke für die Berufs- und Studienorientierung junger Menschen sind. Gleichzeitig zeigt die Veranstaltung, welche vielfältigen Chancen die Wasserstoffwirtschaft bereits heute bietet – von der Ausbildung über das Studium bis hin zu zukunftssicheren Arbeitsplätzen. Die Kooperationspartner ziehen daher ein durchweg positives Fazit und freuen sich darauf, auch im kommenden Jahr wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler für die Technologien und Berufe der Energiewende begeistern zu können.