Die Schülerinnen (v. l. n. r.) Ilin Asaad, Selina Mazreku, Barbara Marunikj, Dafni Tsakalidou und Janett Herling waren Teil der Upcycling-Aktion am Wertstoffhof in Herten. Christiane Ruckriegel, pädagogische Abfallberaterin des ZBH (hinten links), ZBH-Betriebsleiter Gregor Born (hinten rechts) sowie Lehrerin Kerstin Schiz (Mitte) freuten sich über den künstlerischen Einsatz.
Ein Sammelcontainer auf dem Wertstoffhof des Zentralen Betriebshofs Herten (ZBH) ist jetzt zu einem echten Hingucker geworden: Sechs Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c der Martin-Luther-Schule haben ihn im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit farbenfrohen Graffiti gestaltet. Vom 29. Juni bis 2. Juli 2026 verwandelten sie den zuvor schlichten Container in ein kreatives Kunstwerk.
„Das Projekt ist aus der Idee entstanden, den Wertstoffhof durch Upcycling zu verschönern und Jugendliche als zukünftige Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Gestaltung einzubinden“, erklärt Gregor Born, Betriebsleiter des ZBH.
Bereits seit Ende April beschäftigten sich die Jugendlichen im Kunstunterricht mit den Themen Kunst und Umweltschutz. „Wir haben uns für die Art des Künstlers Hundertwasser entschieden, da es klare Gemeinsamkeiten zwischen dem Thema Kreislaufwirtschaft, Umweltschutz und der Philosophie des Künstlers gibt. Dieser war der Überzeugung, dass die Natur und alle Lebensprozesse in Kreisen und Zyklen verlaufen. Die Kreislaufwirtschaft funktioniert idealerweise genauso. Dadurch wird Müll und Umweltverschmutzung vermieden“, erklärt Christiane Ruckriegel, pädagogische Abfallberaterin des ZBH.
Unter der Leitung ihrer Kunstlehrerin Kerstin Schiz entwickelten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen eigene Gestaltungsideen. „Für einige war es zunächst eine Herausforderung, kreative Entwürfe zu entwickeln. Doch sobald sie angefangen hatten, sprudelten die Ideen nur so“, berichtet die Lehrerin.
Für alle Beteiligten war es zudem das erste Mal, mit Spraydosen auf einer so großen Fläche zu arbeiten. Nach anfänglicher Zurückhaltung wuchs die Begeisterung schnell. So sehr, dass die Jugendlichen schließlich sogar den Innenraum des Containers gestalteten. „Es hat einfach so viel Spaß gemacht, ich wollte gar nicht mehr aufhören“, erzählt Barbara Marunikj mit einem Lächeln.
Als Anerkennung für ihren Einsatz spendierten die Hertener Stadtwerke den jungen Künstlerinnen und Künstlern einen Gutschein für das Copa Ca Backum.