In seiner Sitzung am Mittwoch, 24. Juni, hat der Rat der Stadt Herten viele Themen diskutiert und Weichen für die zukünftige Zusammenarbeit gestellt. Im Mittelpunkt der Sitzung standen die Diskussion um das Bürgerbegehren zum Einzelhandel an der Feldstraße, die mögliche Antoniuswache in Herten und die Zukunft des Glashauses.
Hundewiese im Backumer Tal
Die zuvor angekündigte Vorlage zur Hundewiese im Backumer Tal wurde auf Wunsch des Rates zu Beginn der Sitzung von der Tagesordnung genommen. Nun soll das Thema in die nächsten Sitzungsfolge noch einmal diskutiert werden, ob eine derzeit kaum genutzte Freizeitfläche im Backumer Tal künftig als Hundewiese dienen soll oder ob es noch alternative Flächen gibt. Die Verwaltung hat dazu einen Prüfauftrag bekommen.
Bürgerbegehren zum Einzelhandel an der Feldstraße in Herten-Langebochum
Nach dem mehrheitlichen Beschluss des Rats der Stadt Herten in seiner Sitzung vom 4. März 2026 für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans bildete sich eine Bürgerinitiative, die sich gegen das Vorhaben aussprach. Die formale Einreichung von 4.000 Unterschriften wurden nun von der Verwaltung auf ihre Zulässigkeit geprüft. In der Sitzung am 24. Juni entschied der Rat mehrheitlich dem Wunsch der Bürgerinitiative stattzugeben. Damit bleibt die zukünftige Nutzung dieser Fläche weiter offen.
Antoniuswache in Herten
Die Vorlage der Verwaltung wurde in den zuständigen Ausschüssen vielfach diskutiert und auf Wunsch des Rates dahingehend verändert, dass die Verwaltung nun beauftragt wurde, das Konzept für eine Innenstadt-Wache zu überarbeiten und dabei verschiedene Nutzungsmöglichkeiten zu prüfen. Zudem sollen geeignete Immobilien in der Innenstadt erfasst und hinsichtlich ihrer Eignung sowie der zu erwartenden Kosten bewertet werden. Über die Ergebnisse der Prüfungen und die Erfahrungen mit der neuen Arbeitsorganisation des KOD werden die zuständigen Ausschüsse fortlaufend informiert.
Gleichzeitig hat der Rat der Stadt Herten die geplanten Änderungen in der Arbeitsorganisation des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) durch die Einführung eines Schichtmodells zur Kenntnis genommen. Berichte zu der Umsetzung des Modells sollen in den nächsten Monaten folgen.
Zukunftsvision fürs Glashaus Herten
Auch über die Zukunft des Glashauses und der damit verbundenen Kultur- und Bildungslandschaft hat die Politik in der Sitzungsfolge viel diskutiert. Die Stadtverwaltung wurde nach Beschluss durch den Rat der Stadt Herten beauftragt, bis zur nächsten Sitzungsfolge ein überarbeitetes Konzept zur möglichen Weiterentwicklung des Glashauses unter der Berücksichtigung des jetzigen VHS-Gebäudes, der CreativWerkstatt und der Stadtbibliothek vorzulegen. Das Konzept soll die Bedarfe der Hertener Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen, die Innenstadt als Standort stärken und wirtschaftlich tragfähige Lösungen aufzeigen. Zudem sind eine Beteiligung der Einwohnenden – insbesondere junger Menschen – sowie konkrete Flächenkonzepte für die künftige Nutzung des Glashauses vorgesehen.
Die nächste Ratssitzung findet voraussichtlich am 30. September 2026 statt.