Förderprojekt „Begrünungsoffensive Herten“

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Ziel der Begrünungsoffensive Herten ist es, den Anteil städtischer Grünflächen sowie deren qualitative bzw. ökologische Ausgestaltung insbesondere zu erhöhen und langfristig zu sichern. Zur Umsetzung des Projekts wurden beim Land NRW Fördermittel aus dem Förderprogramm „REACT-EU Grüne Infrastruktur“ beantragt.

Der Zugang zu Naherholungsflächen ist für die Lebensqualität und zur Gesundheitsvorsorge von wesentlicher Bedeutung. Gerade innerstädtische, auf kurzen Wegen zu erreichende Grünanlagen haben durch die unmittelbare Bereitstellung einer Vielzahl von Ökosystemleistungen nachweislich eine starke positive Wirkung auf die psychische und physische Gesundheit der Menschen.

Insbesondere folgende Ziele sollen durch das Projekt erreicht werden:

  • Ökologische Inwertsetzung öffentlicher Flächen zur Erhöhung der Artenvielfalt, Vernetzung und Schaffung neuer Biotope
  • Insektenschonende Pflege von Wiesen und Wegrainen
  • Erhöhung des Verdunstungspotentials und daraus resultierende Temperatursenkung durch Flächenentsiegelung

 

Gefördert werden drei Projektbausteine:

  1. Anlage von Streuobst- und Blumenwiesen

Die Stadt Herten hat in den letzten Jahren bereits viele artenreiche Wiesen auf städtischen Grünflächen angelegt um die innerstädtische Biodiversität zu fördern.

Im Rahmen des Förderprojekts werden auf weiteren Flächen insgesamt ca. 14.000 m² Blühwiese angelegt:

  • Grünzug „Berliner Viertel“
  • Ehemaliger Spielplatz Teichstraße
  • Fußwegeverbindung südlich Neuköllner Straße „Cola-Weg“
  • Wiesenflächen im Backumer Tal

Laut Planungshinweiskarte der Klimaanalyse des RVR von 2019 ist für den Grünzug Berliner Viertel sowie die Grünfläche Teichstraße der Erhalt bzw. die Ausgestaltung parkartiger Wald- und Freiflächen zur Unterstützung von Luftregeneration und Filterfunktion anzustreben. Die Wiesen „Berliner Viertel“ und „Teichstraße“ bilden zudem eine wichtige Biotopverbindung zwischen den Freiflächen Paschenberg im Westen und der Grünanlage Backumer Tal im Osten.

Seit 2019 beteiligt sich die Stadt Herten am sogenannten „Einheitsbuddeln“ bei dem von Bürger*innen gespendete Bäume jeweils am 3. Oktober auf städtischen Grünanlagen gepflanzt werden. Auf den im Rahmen des Förderprojekts angelegten Flächen soll in den nächsten Jahren sukzessive das Projekt fortgeführt werden. So entstehen auf den angelegten Wiesenflächen zukünftig weitere Streuobstwiesen.

  1. Neuanschaffung von Maschinen für eine ökologische Bewirtschaftung von Wiesenflächen

Um die neu angelegten Wiesen fachgerecht pflegen zu können, ist die Anschaffung von passender Mähtechnik erforderlich. Mit dem Einsatz dieser Maschinen ist eine Insekten- und Kleintierschonende Wiesenmahd gewährleistet.

  1. Ehemalige Tennisplätze im Backumer Tal

Im westlichen Eingangsbereich der Parkanlage „Backumer Tal“ befindet sich eine Tennisplatzanlage mit 10 Spielfeldern, von denen fünf nicht mehr genutzt werden. Diese Flächen werden entsiegelt und zu einer 3.700  m² großen Naturfläche umgebaut. Hier entstehen vielfältige neue Lebensräume für Insekten, Kleinsäuger und Vögel. Als Einzelelemente werden u.a. extensive Wiesenbereiche, Wildstaudenflächen, Trockenmauern, Sandarien und Totholzhaufen angelegt. Auf einem Teil der Fläche entsteht zudem ein Naturerlebnisraum für Kinder bis 10 Jahren. Hier wird es neben Stauden- und Wiesenflächen auch Balancierstämme, Hüpfpoller, Sitzmöglichkeiten und „Telefonstelen“ geben, die den Kindern vielfältige Naturerfahrungen ermöglichen.

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