Wochenkolumne Bürgermeister Fred Toplak


Wochenrückblick 13. bis 19. Januar 2020

Liebe Hertenerinnen & Hertener,

liebe Freundinnen und Freunde,

„Herten hat keinen Platz für Rassismus“ - so steht es seit Jahren auf dem bekannten Schild, welches dem Rathaus gegenüber am VHS-Gebäude steht. Dieses Bekenntnis für ein Herten ohne Rassismus gibt es jetzt auch zum Mitnehmen, immer dabeihaben und öffentlich Farbe bekennen: als Schlüsselanhänger. Erhältlich an der Rathaus-Info, so lange der Vorrat reicht. Noch wichtiger ist es natürlich, das Motto zu leben und es im Herzen zu tragen.

Montag

Personalverwaltung, Stundenerfassung, Gehaltsabrechnung – all das wird heutzutage über Fachsoftware erledigt. Um das laufende und kommende Verfahren bei der Stadtverwaltung ging es in der ersten Rücksprache der Woche. Danach traf ich mich mit meinem Büroteam, um die aktuelle Wochenplanung zu sichten und für die kommende Woche vorzuplanen. Die Sitzung des Verwaltungsvorstandes und der Führungskräfte aus den einzelnen Bereichen nahm den Rest des Vormittags ein. Hier bereiteten wir unter anderem vor, welche Vorlagen die Verwaltung in der kommenden Sitzungsfolge vorlegen wird und stimmten die dazugehörigen Zuständigkeiten ab. Am Nachmittag traf ich mich dann zu einer Unterredung mit Stadtbaurat Heidenreich und nahm an der Sitzung des Ältestenrats teil.

Dienstag

Rücksprachen, Rücksprachen, Rücksprachen. Der ganze Vormittag war damit gefüllt, vor allem Gespräche mit den Bereichen Finanzen und Ordnung. Bis zur Mittagspause folgte dann eine weitere Besprechung zur Frage, wie die nächsten Schritte der Umsetzung in der Neuorganisation aussehen werden. Nach der Mittagspause folgte ein Gespräch mit dem Personalrat, sowie eine kleine Lücke im Tagesplan – immer wieder willkommen zur Bearbeitung von E-Mails und Tagespost.

Am Nachmittag ging es dann zum Auftaktworkshop „Fußverkehrs-Check“. Ziel des Projektes ist es, über die Bedürfnisse und Probleme von Fußgängerinnen und Fußgängern in Herten zu reden und im ersten Schritt auch, konkret zu identifizieren, wo und in welcher Weise es mit dem zu Fuß gehen in Herten nicht „so rund läuft“. Ich nehme Anregungen, Kritik, konkrete Problemlagen der Stadtmitte/Innenstadt gerne hierfür entgegen. Bitte einfach per E-Mail via f.toplak@herten.de an mich richten!

Mittwoch

Der Mittwoch begann, wie gewohnt, mit dem wöchentlichen Zusammentreffen der Wirtschaftsförderung. In einer Woche passiert viel in der Welt, im Land und bei uns in Herten, sodass wir uns mit immer neuen und anspruchsvollen Aufgaben und Herausforderungen beschäftigen dürfen. Andersrum braucht es oft einen längeren Zeitraum, um eine positive Entwicklung erfolgreich weiter Richtung Ziel zu führen.

Danach traf ich mich mit unserem Beigeordneten für Bildung und Soziales und der Leiterin des Bürgermeisteramts zu Rücksprachen. Direkt im Anschluss fuhr ich nach Düsseldorf zum 14. kommunalen Finanzmarktforum der NRW-Bank. Ein perfekter Anlass, um Entscheidungsträgerinnen und -träger aus verschiedenen Kommunen zu treffen, zu Netzwerken und neue Analysen zu Finanzmärkten und Wirtschaft zu hören. Auch das Thema kommunale Altschulden war, wie schon im Vorjahr, präsent. Noch immer wartet die „kommunale Familie“ darauf, dass Bund und Länder „in die Pötte kommen“, um gerade den in Schwierigkeiten steckenden Städten des Ruhrgebiets das Leben leichter zu machen. Auch hier schließt sich der Kreis wirtschaftlicher Entwicklung.

Donnerstag

Erste HVB-Konferenz des Jahres. Die Konferenz der Hauptverwaltungsbeamten (Bürgermeisterinnen und Bürgermeister) fand diesmal in Recklinghausen statt. Manche Themen waren alte Bekannte, andere wiederum nicht. Dabei geht es unter anderem um Aussichten aus der Ruhr Konferenz und weiteres Vorgehen, Pflegebedarfsplanung für die kommenden Jahrzehnte und die neue, veränderte Gesetzeslage zu den Zuschnitten der Wahlbezirke und Auswirkungen auf die Kommunalwahl am 13.09.2020. Die Herausforderungen, denen wir uns als Kreisstädte stellen müssen, sind ähnlich.

Zurück im Rathaus galt es, einen „Büro-Einstand“ zu feiern und die Mittagspause zum kurzen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen nutzen, bevor der Reigen der Rücksprachen eine neue Runde aufnahm. Es blieb noch etwas Zeit für die Tagespost und die Vorbereitung für die Sonder-Ratssitzung.

Einziger Tagesordnungspunkt: die Ausschreibung für die Neubesetzung des Stadtbaurates. Wie Sie sicherlich wissen, wird Stadtbaurat Heidenreich uns in wenigen Wochen Richtung Gelsenkirchen verlassen, weshalb nun die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger begonnen hat. Gesucht wird eine Persönlichkeit, die Lust darauf hat, Herten in den kommenden Jahren entscheidend mitzugestalten. Ich freue mich auf die Bewerberinnen und Bewerber für diese tolle Stelle! Das Drumherum, was aus meiner Sicht aus einer nachvollziehbaren und berechtigten Fragestellung initiiert und berichtet wurde, ist mehr als befremdlich. Wenn Fragen als antidemokratisch betitelt werden, darf man sich nicht über unangenehme Antworten oder Entwicklungen in unserer Gesellschaft wundern, sondern beschwört sie aus meiner Sicht herauf. Leider wurden in der anschließenden Kommentierung und Berichterstattung ganz entscheidende Elemente meiner Fragestellung zur Beschlussvorlage „scheinbar oder ausversehen“ vergessen anzuführen.

Ich kann mir grundsätzlich vorstellen mit einer/m Laufbahnbeamtin*en / tariflich Beschäftigte*n zu arbeiten - dafür hatte ich vorgeschlagen, gerne das Auswahlverfahren und die Entlohnung gemeinsam mit den politischen Vertretern festlegen zu wollen. Zumal eine qualitative Nachbesetzung in dieser Position nicht maßgeblich an einer Geldentscheidung hängen sollte. Diese Aussage war zwar sehr wichtig, wurde aber überall schlicht ausgeblendet, genauso wie, was ein Bürgermeister öffentlich sagen darf und was nicht.

Freitag

Der Tag startete um 8 Uhr als Auftakt in einer großen Runde zum Thema aktuelle Flüchtlingspolitik in Herten. Hier haben wir mit dem Haus der Kulturen, einen starken Partner an unserer Seite.

Danach setzte ich mich mit meinem Büroteam zusammen, um die Woche zu rekapitulieren und auf die kommenden Termine zu schauen. Danach folgte ein Gespräch mit dem Leiter des Bereichs Organisation und Personalservice.

Traditionell bringen Anfang Januar die Schornsteinfeger das Glück ins Rathaus. Zum Neujahrsempfang mit Pressefoto und der guten Gelegenheit zum persönlichen Austausch begrüßte ich die 12 Schornsteinfeger unserer Stadt im Rathaus. Für jeden Monat ein Glücksbringer. Übrigens auch ein Berufsfeld, welches mehr und mehr von Technisierung und Digitalisierung beeinflusst wird. Heutzutage geht es eben nicht mehr nur ums Kaminkehren, sondern um Rauchmelder, hochmoderne Heizungsanlagen, Energieausweise und am Ende um „Smart Homes“.

Am Abend sprach ich im Revuepalast ein Grußwort anlässlich der Ehrung fleißiger Blutspenderinnen und Blutspender durch das Deutsche Rote Kreuz. Ein Ehrenamt, das Leben rettet. Tag für Tag werden etwa 15.000 Blutspenden in deutschen Kliniken gebraucht. Ohne Menschen, die regelmäßig etwas von ihrem Lebenssaft abgeben, funktioniert das nicht. Deshalb habe ich größten Respekt vor Menschen, die sich hier für die Gesellschaft engagieren.

Feine Garderobe war zum Herrentreff im Tabakhäuschen im Schlosspark angesagt. Ebenfalls ein Termin, der traditionell in jedem Jahr am zweiten Januarwochenende stattfindet.

Samstag

In der Turnhalle der Rosa-Parks-Schule finden seit Ende Dezember fast an jedem Wochenende Hallen-Fußballturniere statt. Am Samstag eröffnet ein „Klassiker“ – der Winterpreis des SV Vestia Disteln. Das Turnier für Jungfußballer von G- bis D-Junioren startet in diesem Jahr bereits in die 36. Runde, länger als so manche Fußballerkarriere. Mit dabei sind fußballbegeisterte Kids aus Herten, dem Kreis Recklinghausen und Umgebung. Ich war zur offiziellen Eröffnung gerne vor Ort.

Am späten Mittag besuche ich im Pfarrheim St. Joseph eine ganz andere Sportart – das Skatturnier der KAB. „Karten kloppen“ war früher in der Kneipe gang und gäbe, viele von uns haben vielleicht noch dieses Bild vom Opa mit der Zigarre im Kopf, rechts die Karten, links das Bier... Heutzutage wird weniger Skat gespielt als früher, doch das gepflegte Kartenspiel hat noch immer viele Freundinnen und Freunde und hat für seine Fans nichts an Unterhaltsamkeit verloren. Ich schaue gerne zu.

Ihnen allen ein schönes und sportliches Wochenende!

Ihr Fred Toplak

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