Wochenkolumne Bürgermeister Fred Toplak


Wochenrückblick 8. bis 14. März

Liebe Hertenerinnen & Hertener,
liebe Freundinnen und Freunde,

die Sonne scheint, die Bäume blühen. In der Frühe ist es noch reichlich kalt. Da erwischt die Einen der Frühlingsschnupfen, die Anderen die Allergie. Glücklich, wer sich mit beidem nicht herumschlagen muss. Wenn die vielen Blüten im Stadtgebiet auch manchem „an die Nase“ gehen, ich hoffe, dass sie zumindest optisch allen gefallen und für ein wenig Frühlings-Feeling sorgen. Ich wünsche Ihnen allen eine möglichst „schnieffreie“ Frühlingszeit!

Montag
Zu Beginn der Woche besuchte mich der neue Geschäftsführer der WIN Emscher-Lippe, Herr Beyer, zu einem „Antrittsbesuch“ in meinem Büro. Die WIN ist die regionale Wirtschaftsförderung für Bottrop, Gelsenkirchen und den Kreis Recklinghausen. Sie stellt die Region in den Vordergrund, vernetzt Partner aus Wirtschaft und Verwaltung und entwickelt Projekte zur Förderung der regionalen Wirtschaft. Wer alles beteiligt ist, können sie hier sehen: www.emscher-lippe.de/win-emscher-li…/gesellschafter/. Ich glaube das größte und aktuellste Projekt unter Federführung der WIN, wird Ihnen in den kommenden eineinhalb Jahren zuerst in Form von Baustellen im Straßenbild der ganzen Stadt auffallen. Über ein großes Förderprojekt werden an vielen Stellen Glasfaserkabel verlegt und alle Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen. Dies geschieht in Herten in Kooperation mit GelsenNet und den Stadtwerken Herten. Ich bedanke mich für ein offenes Kennlern-Gespräch und freue mich auf eine spannende Zukunft für unsere Region.

Der Verwaltungsvorstand tagte in dieser Woche nicht. Daher fuhr ich nach der Rücksprache mit dem Büroteam, in der nach bewährtem Muster die Termine der laufenden Woche vorbesprochen wurden, zum Zentralen Betriebshof unserer Stadt. Seit einigen Jahren findet regelmäßig, zweimal jährlich ein Treffen der Leitungskräfte der Bau- und Betriebshöfe aus der Umgebung statt. Das zehnte Treffen fand bei uns in Herten statt. Neben der Vernetzung und dem Erfahrungsaustausch stehen auch Ideen und Zukunftsentwicklungen im Fokus. Voneinander lernen, absehbare Entwicklungen gemeinsam einschätzen, ist wichtig. Wir leben schließlich nicht auf kleinen Inseln.

Nach einer Reihe von Besprechungen folgte dann am Nachmittag die Aufsichtsratssitzung bei den Hertener Stadtwerken. Unsere Stadtwerke sind großartige Partner in vielen Belangen – nicht nur als Energieversorger, sondern auch als Sponsor, Bäderbetreiber, und und und.

Die Stadtwerke / Stadt Herten investieren in den nächsten zwei Jahren über 12 Millionen Euro im Copa ca Backum.

Warum? Weil nach fast 30 Jahren Betrieb eine Grundsanierung, moderne Technik und vor allem eine Attraktivitätssteigerung dringend erforderlich wurde. Damit sichern wir nicht nur die Zukunft des Freizeitbades, sondern auch viele Arbeitsplätze am Ort.

Wir können froh sein, unsere Stadtwerke im Eigentum der Stadt zu haben. Ohne Stadtwerke hätten wir sicherlich kein CopaCaBackum – und das wird nun in den kommenden zwei Jahren so richtig grundrenoviert, auf den Kopf gestellt und zukunftsfit gemacht. Mit einer neuen 80-Meter-Rutsche, die im Spaßbad mündet und damit ganzjährig nutzbar ist. Mit einer neuen Wasser-Spiellandschaft, die die jüngeren Kinder anspricht, ein (Spraypark) mit einem neuen Look, mehr Barrierefreiheit und mehr Spaß für die ganze Familie. Mit dem Ende der diesjährigen Freibadsaison gehen die Außenarbeiten bereits los, im darauffolgenden Jahr starten die Arbeiten am Freizeitbad, die komplette Fertigstellung soll dann 2021 erfolgen. Die Renovierung jetzt in Angriff zu nehmen, um langfristig das Copa attraktiv zu halten, ergibt Sinn. Das Ergebnis wird toll, so viel ist sicher.

Dienstag
Der Morgen begann mit Rücksprachen – im Bereich Ordnungswesen mit den Themen Sicherheit und Sauberkeit, anschließend Stadtbaurat und Büroteam.

Danach folgte ein Pressetermin zusammen mit Vertretern der Gewerkschaften anlässlich des bevorstehenden internationalen Tags der Arbeiterbewegung am 1. Mai. Der Maiaufruf des DGB steht in diesem Jahr unter dem Motto „Europa. Jetzt aber richtig!“ mit der Forderung nach einem sozialen und solidarischen Europa. Den Aufruf im kompletten Wortlaut finden Sie hier: www.prosoz.de

Mittwoch
Dieser Tag startete wie üblich im Kreise der Wirtschaftsförderung. Die Wirtschaftsförderung steht übrigens selbstverständlich in Kontakt zum Betreiber des real-Marktes in Bertlich, ebenso wie mit dem Eigentümer von Grundstück und Gebäuden, der Metro Properties. Die Presse hat in den vergangenen Tagen verschiedenes zum Thema berichtet, letzten Endes ist das alles aber derzeit nur Spekulation. Alle Beteiligten – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kundinnen und Kunden, Metro Properties und auch die Hertener Wirtschaftsförderung – können zurzeit nur in Richtung Metro AG schauen und abwarten, was passiert. Der Standort am Hoppenwall jedenfalls hat vom Eigentümer nach deren vorherigen Aussagen gute Zukunftsaussichten attestiert bekommen. Ich bin optimistisch, dass es am Standort mit dem Einzelhandel als Nahversorgung weitergehen wird, ob unter dem Label real oder einem anderen.

An die Sitzung der Wirtschaftsförderung schloss sich nahtlos die Vorbesprechung mit den Beigeordneten für die Ratssitzung an. Nach einer ganzen Reihe weiterer Besprechungen mit dem Personalbereich, dem Beigeordneten für Bildung und Soziales und meiner Stabsstellenleiterin blieb dann noch Zeit für mich, um mich auf die Sitzung des Rates vorzubereiten. Nach einem kurzen Gespräch mit Herrn Rattmann, dem Geschäftsführer der Hertener Stadtwerke, ging es dann weiter in den Ratssaal.

Pünktlich um 17 Uhr starteten wir vor relativ gut gefüllten Zuschauerrängen in die Tagesordnung. Die beiden Themen, die diesmal für die längsten Diskussionen sorgten, waren die Eröffnung des Bauleitplanverfahrens „Einzelhandelsstandort ehemaliges Lutherhaus“ – allgemein ist vom „Aldi an der Blechecke“ die Rede – und die Vorlage mit dem Programmbeschluss zur Weiterentwicklung der Außensportanlagen in Herten.

Wir haben in den vergangenen Wochen vieles gelesen zum Thema „Blechecke“/Aldi-Ansiedlung. Ich möchte auch an dieser Stelle gar keine Position für die eine oder die andere Seite ergreifen, noch weniger bereits eine Bewertung abgeben. Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich diesen Standort als sehr kritisch sehe. Sie erinnern sich sicher an die Diskussionen und öffentlichen Bekundungen der letzten zwei Jahre. Worauf ich aber hinweisen möchte ist der Status, in welchem sich die Angelegenheit gerade befindet: wir haben beschlossen, das ordnungsgemäße Verfahren einzuläuten und die Öffentlichkeit zu beteiligen. Mehr nicht. Anhand der öffentlichen Debatte hätte man schon den Eindruck haben können, dass in der kommenden Woche die ersten Bautrupps anrücken. Soweit ist es aber noch lange nicht. Jetzt können alle Interessengruppen ihren Einfluss geltend machen und ihre Vorschläge, Einwände und Anregungen einbringen – und dann geht’s weiter. Wir sind nicht etwa am Ende der Diskussion, sondern gerade einmal an ihrem Anfang!

In Sachen Sportstättenfortentwicklung haben wir nun einen Fahrplan festgelegt, was wir in welchem Zeitfenster auf welcher Anlage an Neuinvestitionen durchführen wollen. Natürlich immer vorausgesetzt, dass die Finanzierung steht. Die Fachabteilungen werden intensiv nach Fördermöglichkeiten suchen – ein passendes Förderprogramm zur rechten Zeit kann ja bekanntlich vieles beschleunigen. Eine Aufstellung der Instandhaltungsinvestitionsbedarfe (z.B. für bereits im Einsatz befindliche Kunstrasenplätze) wird noch folgen. Wie wichtig die Sportvereine für unsere Stadt sind, braucht man wohl nicht extra zu betonen. Das gemeinsame Ziel aller muss es meiner Meinung nach sein, dass Sport in unserer Stadt unter möglichst guten bis besten Bedingungen stattfinden kann. Auch da werden Sie sich dran erinnern, exakt das war immer meine Haltung und Forderung, egal wie oft es im Nachhinein noch verdreht wird. Ein besonderes Ergebnis sehen wir nun in Westerholt.

Um kurz nach 20 Uhr ging die letzte Ratssitzung vor der Osterpause zu Ende. Die "darstellerische Qualität" lasse ich unkommentiert, da die anwesenden Bürgerinnen und Bürger sich ein eigenes Bild machen konnten, wie hier so manches Mal "Argumente" vorgetragen werden.

Donnerstag
Erster Tag der Klausurtagung der Hauptverwaltungsbeamten des Kreises Recklinghausen. Zwei Tage volles Programm in Sachen Kreiskommunen – ein gut gefülltes Tagungsprogramm mit der Gelegenheit, Themen auch einmal in Ruhe diskutieren zu können. Die Herausforderungen der Zukunft löst nun einmal keiner nur für sich allein. Unsere Themen waren insbesondere die Mobilitätswende, unser städtischer Beitrag zum Kreis- Positionspapier Ruhrkonferenz, Veränderungsprozesse Digitalisierung und der aktuelle Breitbandausbau/die "Koordination der zukünftigen Baustellen".

Abends besuchte ich das „Schlossgeflüster“ im Schloss Westerholt. Interviewgast des Abends: Matthias Müller – „Mr. Caritas“, Macher des Hertener Stadtkabaretts und sozial engagierter Mit-Hertener. Am Ende des "Geflüsters", kam es zu einem freundschaftlichen "Schlagabtausch" mit klarer Positionierung und ersten Hinweisen zur kommenden Bürgermeisterwahl 2020.

Freitag
Trotz nur drei Stunden Schlaf freute ich mich darauf, vor dem Frühstück eine kleine 10km-Runde durch‘s Münsterland zu drehen. Dann begann Tag zwei der HVB-Klausurtagung. Weitere wichtige Themen und Ausführungen zur Ruhrkonferenz und zur " Emscher-Vision" standen auf der Tagesordnung.

Wieder in Herten angekommen gab es noch einiges zu erledigen, denn die Osterferien stehen für meine Familie und mich bevor, auch die möchten gut vorbereitet sein.

Abends werde ich versuchen, rechtzeitig der Einladung der Kreisjägerschaft Hubertus zu deren Mitgliederversammlung in Datteln zu folgen.

Samstag
Am Samstagvormittag habe ich die Ehre, einer Bürgerin unserer Stadt zu ihrem 90. Geburtstag gratulieren zu können. Wenn ein Mensch das Glück hat, so viele Jahre zu leben, auf so viele Erlebnisse zurückblicken zu können, ist das schon etwas ganz Besonderes. Ich freue mich auf eine neue Begegnung.

Sonntag
Koffer packen. Über die Osterferien befinden meine Familie und ich uns in einem kurzen Urlaub. Freunde besuchen, einmal durchatmen und auf die kommenden, spannenden Wochen vorbereiten.

Ich wünsche denen, die die kommenden beiden Wochen frei haben, schöne Ferien. Ihnen allen wünsche ich zwei angenehme Wochen und schöne Ostertage!

Ihr Fred Toplak

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