Wochenkolumne Bürgermeister Fred Toplak


Wochenrückblick 2. bis 8. Dezember 2019

Liebe Hertenerinnen & Hertener,
liebe Freundinnen und Freunde,

Montag
Im Kreise des Büroteams wurde zunächst einmal der aktuelle Wochenplan besprochen, dem man anmerkt, dass wir in gut drei Wochen Weihnachten feiern möchten. Ich versuche so viele Einladungen wie möglich, persönlich wahrzunehmen. Wenn Termine sich überschneiden, unterstützen mich meine beiden Stellvertreter*innen. Anschließend machte ich weiter mit einem Mitarbeitergespräch. In den kommenden Monaten werden uns wieder einige Kolleginnen und Kollegen in Richtung Ruhestand verlassen. Da ist es natürlich klug, sich frühzeitig auf „die Zeit danach“ vorzubereiten – organisatorisch wie personell. Gleichzeitig freue ich mich über das entgegengebrachte Vertrauen der Mitarbeiter*innen, denn immer häufiger wird meine „offene Tür“ für ein persönliches Gespräch angenommen. Auch wenn ich an manchen Arbeitsstationen nicht direkt etwas verändern kann, ist es wichtig, dass es bei mir ankommt, um in weitere Überlegungen einzufließen. Um die Verwaltung (zurzeit 1.040 Mitarbeiter*innen) für die Zukunft stärker aufzustellen, müssen wir heute gemeinsam die Weichen stellen. Danke.

Die Sitzung des Verwaltungsvorstandes war in dieser Woche eine sehr Besondere – wir hatten den Verwaltungsvorstand unserer Nachbarstadt Recklinghausen zu Gast und haben eine kombinierte Verwaltungsvorstandssitzung vorgenommen. Dabei ging es um gemeinsame Themen im Rahmen der gut funktionierenden interkommunalen Zusammenarbeit mit unserer Nachbarstadt. Auch hier freue ich mich über eine mit den Jahren gewachsene, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Herausforderungen machen nicht an Stadtgrenzen halt, so waren Themen wie das Tierheim in Recklinghausen (was Hertener Aufgaben erfüllt) und besondere Bildungseinrichtungen auf unserer Tagesordnung.

Eine Rücksprache mit Stadtbaurat Heidenreich, gefolgt von einem Bürgergespräch, rundeten den offiziellen Teil des Tages ab. Danach kümmerte ich mich um Postmappen, eingegangene Unterlagen aus Ministerien und unsere Weihnachtskarten. Weihnachten ist ja nicht mehr weit…

…und da bin ich „Old school“ und unterschreibe mehrere hundert Karten lieber von Hand. Sowie auch die jährlichen Motive immer im Rathaus entwickelt und in der Hausdruckerei als Gemeinschaftswerk produziert werden.

Dienstag
Zum Thema Wasserstoff war ich am Morgen zu Gast im Süden Hertens, bei der AGR im Emscherbruch. Schließlich können wir uns auf Fortschritten, die wir bis hierher erzielt haben, nicht ausruhen. Die AGR ist eines der größten Unternehmen und Partner im Hertener Gebiet, sowie ein echter Innovationspartner und Treiber an unserer Seite. Hier werden in naher Zukunft die ersten Nutzfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb in den praktischen Einsatz gehen und weitere positive Zeichen gesetzt. Wir sind stolz darauf die AGR an unserer Seite zu haben, um für unsere Region die Zukunft mit gestalten zu können. Es geht vorwärts!

Im Rathaus angekommen, folgten erst einmal interne Rücksprachen, bevor ich zu einem weiteren Unternehmensbesuch in den Süden zurückkehrte. Der enge Kontakt zu Hertener Unternehmerinnen und Unternehmer ist mir sehr wichtig und muss Chefsache als Wertschätzung sein. Sie sind maßgeblich ein wichtiger Teil des Rückgrats unserer Stadtgesellschaft. Emissionsfrei fahren hat seine Vorteile.

Mit dem Kämmerer und dem Fachdezernenten Finanzen setzte ich mich am Nachmittag zusammen, auch um die Konsequenzen des nun verabschiedeten Doppelhaushaltes zu besprechen und die leider nicht vorher mit uns/mit mir abgestimmten Änderungen/Streichungen, die die Politik in der letzten Ratssitzung, in letzter Sekunde quasi in unsere Bücher geschrieben und beschlossen hat, zu bewerten. Da ein Doppelhaushalt im zeitlichen Verlauf und unserer angespannten Finanzsituation eh Unsicherheiten birgt, haben die politischen Beschlüsse diese Unsicherheit leider und aus meiner Sicht völlig unnötig vergrößert. So bewegen wir uns weiter auf dünnem Eis.

Im Anschluss folgte ein weiteres Bürgergespräch. Apropos Bürgergespräch: Am späten Nachmittag fand an der Süder Grundschule ein Informationsabend zum Thema Kita-Neubau in der Feige statt. Leider nutzen keine Handvoll Eltern der ca. 300 Schülerinnen und Schüler das Angebot der Verwaltung. Auch Eltern der zukünftigen ca. 80 Kindergartenkinder zeigten kein Informationsbedarf. Es mag aber auch entgegen Einzelmeinungen daran liegen, dass wir hier im Süden unserer Stadt zum Projekt bereits sehr viel und intensiv kommuniziert und informiert haben. Ich freue mich ganz besonders hier, für die Zukunft der Kinder in unserer Stadt – zwei hochmoderne Betreuungs- und Bildungseinrichtungen bauen zu können. Durch die bereits vorweggenomme, bauliche Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, haben wir uns gemeinsam, auch mit den Anwohnern auf einen guten Weg gemacht. Am Standort In der Feige, werden wir in den nächsten Jahren ca. 15 Millionen Euro investieren.

Abends traf ich mich in Disteln zu einem Abendessen mit Schülerinnen und Schüler, sowie Lehrerinnen aus Arras, den Gewinnern des Europa-Quiz. Es war wie immer ein unterhaltsamer und freundschaftlicher Abend.

Mittwoch
Zunächst einmal traf sich die Wirtschaftsförderung zu ihrer wöchentlichen Runde mit vielen neuen Themen und Entwicklungen, die alle in den kommenden Jahren im Stadtgebiet wirken werden.

Danach ging es „in die Wirtschaft“ – nach einem Unternehmensbesuch besichtigte ich das Werk der CS Additive GmbH an der Cranger Straße. Hier ist man Global Player mit einem Werk in Herten, einem Werk in Brüggen und Auslandsvertretungen in 11 Ländern. Wie der Name schon sagt, produziert man Zusatzstoffe, die z.B. bei der Produktion von Bremsbelägen, in Entschwefelungsfiltern, bei der Stahlproduktion oder in der Chemiebranche Verwendung finden. Während Brüggen das „Kohlenstoffwerk“ ist, ist Herten das „Schwefelwerk“. Hier wird hochreiner Schwefel in Form gebracht für die unterschiedlichsten Industrieanwendungen. High-Tech made in Herten.

Die Ehrenabteilung des Löschzugs Scherlebeck traf sich zur alljährlichen Weihnachtsfeier, gerne kam ich zu einem Besuch vorbei. Die Ehrenabteilung besteht aus Ehemaligen etwas fortgeschrittenen Alters, die nicht mehr in der „vordersten Linie“ stehen – sie unterstützen die Löschzüge bei ihren Einsätzen, beispielsweise mit Speisen und Getränken. Gesellige Zusammenkünfte und gemeinsame Unternehmungen – häufig verbunden mit einem Bezug zur Feuerwehr – gehören dazu, so wie die Weihnachtsfeier.

Am Abend tagte der Beirat der ChemSite-Initiative. Wozu die gut ist? Sie dient als Netzwerk und Forum für Unternehmen, Wissenschaft, Kommunen, Verbände und Politik mit dem Zweck, die chemische Industrie vor Ort zu erhalten und den Chemiestandort Ruhrgebiet zu vermarkten. Die chemische Industrie ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, auch für viele Menschen aus Herten und nicht nur das: Mit den Wasserstoff-Projekten und den Unternehmen, die in der Chemiebranche tätig sind (siehe CS Additive), findet da ja auch in Herten so einiges statt.

Donnerstag
Morgens früh einmal zum Check-up „zum Doc“. Die jährlichen Untersuchungen sind für mich besonders wichtig, aber auch immer etwas „aufregend“. Nächste Woche werde ich dann in geübter Weise zwei Tage im Krankenhaus verbringen.

Danach eine Besprechung mit meiner Amtsleiterin im Bürgermeisteramt und im Anschluss mit meinem Büroteam. Veranstaltungen im Glashaus und die Planung für das kommende Jahr waren als nächstes das Thema für eine Rücksprache, danach blieb noch Zeit für E-Mails & Unterlagen, bevor ich am Nachmittag zur weihnachtlichen Betriebsversammlung der Hertener Stadtwerke fuhr – Zeit, zum Jahresende noch einmal Dank und Wertschätzung für die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszusprechen. Schließlich sind unsere Stadtwerke ein echter Aktivposten in unserer Stadt und gestalten die Zukunft hier bei uns tatkräftig mit.

Freitag
Zum Wochenausgang noch ein kurzes Lageupdate mit dem Büroteam, dann auf zur Eröffnung des DRK-Kleiderladens in der Innenstadt. Im „Sitzt und passt“ wird künftig Second-Hand-Kleidung angeboten, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Mehr dazu unter https://www.drk-herten.de/News/Details/drk-kleidershop-eroeffnet-am-6-dezember?fbclid=IwAR3ooXOKrkURizO2-I65wSwtCgDQETHtfYN-5tzgqGAsl3FcpB4mbjVzsMw

Zur Rücksprache mit dem Leiter des Bereichs Orga/Personal kehrte ich dann ins Rathaus zurück und nahm im Anschluss an der Sitzung der Gruppe Rückbau-Umbau-Neubau teil, die sich mit den zahlreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen in unserer Stadt beschäftigt.

Am Nachmittag besuchte ich die nächste Weihnachtsfeier. Diesmal im benachbarten Recklinghausen, wo sich in den Räumen der AOK der Bundesverband der Kehlkopfoperierten traf. Der Verband steht ganz im Zeichen der Selbsthilfe, hier erhalten Menschen eine Vielzahl von Hilfen, Auskünften und Unterstützung rund um das Thema Kehlkopf-Operation und das Leben danach. Für viele Menschen eine unglaublich große Unterstützung, gerade in einer Situation, in der man Halt braucht. Auch emotional ist dies für mich ein wichtiger Termin.

Samstag
Am Nachmittag feiert der Löschzug Scherlebeck Advent – ich freue mich, dabei sein zu dürfen. Jedes Jahr leisten die Feuerwehren in unserer Stadt großartige Arbeit zum Wohl unser aller Sicherheit. Am Jahresende ist traditionell die Zeit, auf das zurückliegende Jahr zu blicken, Revue passieren zu lassen und für das Geleistete Danke zu sagen. Das tue ich gerne.

Am späten Nachmittag schaue ich dann auch noch einmal bei der Stadtmeisterschaft im Schnellschach im Pfarrzentrum St. Josef Disteln vorbei. Ein Spiel, dass nicht einfach zu meistern ist – und dann auch noch auf Zeit gespielt erst Recht eine Herausforderung. Respekt!

Sonntag
Sonntags besuche ich mit meiner Frau das Jubiläumskonzert der Chorgemeinschaft St. Marien und Ludgerus. Gesungen wird in der Kirche St. Maria Heimsuchung in Langenbochum. Es ist nicht irgendein Konzert, sondern das Jubiläumskonzert zum 110-jährigen Bestehen. Mehr als ein Jahrhundert, auf so viel Geschichte blicken nur wenige Vereine und Chöre zurück. Danke auch für die Einladung am „Elper Tor“, um den großen Weihnachtsbaum am Eingang zur Ried zum Leuchten zu bringen...

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr Fred Toplak

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