Wochenkolumne Bürgermeister Fred Toplak


Wochenrückblick 13. bis 19. August 2018

Liebe Hertenerinnen & Hertener,
liebe Freundinnen & Freunde,

ein eindrucksvolles Wochenende anlässlich des Mauerweglaufes in Berlin liegt hinter mir. Einen historisch denk- und gedenkwürdigen Lauf über 161 Kilometer gerade beendet, „läuft“ die Folgewoche nicht weniger anspruchsvoll an.

Ein besprechungsgefüllter Wochenplan lag zu Beginn der Woche vor mir. Tatsächlich war die 33. Kalenderwoche dann Montag bis Donnerstag vollständig mit Rücksprachen gefüllt. Projekte die in den nächsten Wochen und Monaten starten oder anstehen, wurden in den zurückliegenden Wochen innerhalb der Verwaltung abgestimmt und vorbereitet. Urlaubsbedingt war nun der Zeitpunkt, um mich „tiefer“ zu informieren und (Zwischen-) Ergebnisse zu diskutieren.

Wochen dieser Art sind für einen Wochenbericht zunächst einmal „bedauerlich unspektakulär“, denn sie enthalten größtenteils Besprechungen, deren Inhalt zwar oft eine große Tragweite besitzt, aber öffentlich nicht wiedergegeben werden darf, weil der Inhalt eben Bezug auf persönliche oder vertragliche Daten hat. So bitte ich um Verständnis dafür, dass ich zuweilen Themen und Inhalte nur ein Stück weit andeuten, aber erst ab einem gewissen Punkt im Detail öffentlich präsentieren kann.

So waren die letzten Tage und werden die nächsten Wochen durch viele Abstimmungsgespräche zwischen dem Investor Phönix Development geprägt sein. In enger Abstimmung mit der Wirtschaftsförderung und dem Bauamt sind wir bestrebt, keine Zeit zu verlieren, das für Herten wichtige Bau- und Strukturprojekt „Neues Forum“ auf den Weg zu bringen, um im gewünschten Zeitplan zu bleiben. Denn wie vereinbart, soll im nächsten Jahr mit dem Bau begonnen werden und jetzt ist die Zeit, wo noch weitere Ideen einfließen können. Infos und Fotos zum geplanten Projekt finden Sie hier in einem der vorherigen Wochenrückblick-Berichte. Sobald es weitere Neuigkeiten gibt, werde ich natürlich gerne hier berichten.

Weitere Besprechungen beziehen sich beispielsweise auf die personelle und organisatorische Ausrichtung innerhalb der Stadtverwaltung, wo die Neuorganisation weiter und ruhig im Gange ist. So wird im nächsten Schritt zum 01.10.2018 der Ratsbeschluss umgesetzt und mit dem Amtsantritt des Beigeordneten für Soziales und Bildung ab Oktober dann das neue Vier-Säulen-Modell erstmals greifen.
Die vielen Änderungen, zum Beispiel durch altersbedingte Personalabgänge, welche die Verwaltung in den kommenden Jahren treffen, sind ein weiterer, aber später wirkender Aspekt. All dies muss laufend begleitet, betrachtet und bewertet werden.

Es geht aber auch in vielen Gesprächen um sehr konkrete Themen der weiteren Entwicklung, sei es in Bezug auf das Zusammenspiel mit den städtischen Tochterunternehmen, sei es bezüglich städtebaulicher Fragen oder der zukünftigen Ausrichtung im IT-Bereich. Ganz dicke Bretter bohren sich leider nur langsam und Dinge übers Knie zu brechen ist kein guter Weg.

Auch Bürgeranliegen werden natürlich für qualifizierte Antworten und mögliche Problemlösungen zuweilen über längere Zeit innerhalb der Fachbereiche diskutiert und bearbeitet. Dabei gehört häufig der Schriftverkehr mit anderen Behörden und externen Organisationen dazu, verbunden mit Warte- und Bearbeitungszeiten. Nach außen wirkt es manchmal so, als würde in manchen Sachen nichts geschehen, tatsächlich brauchen viele Abläufe einfach oft auch ihre Zeit. So auch der aktuelle, heutige Artikel in der Hertener Allgemeinen – „Partys im Park nerven Anwohner“. Auch hier versuchen wir das „gesamte Problem“ im Stadtgebiet zu sehen und möchten eine „einfache Verdrängung“ an einen anderen Ort nicht als schnelle Lösung anstreben. Zumal wir auch hier von einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung sprechen müssen. Wir sind dabei und werden auch dieses Thema versuchen für alle Seiten zu verbessern und zu lösen. „Gänzlich auflösen“ wird Wunsch und Hoffnung bleiben. So sind Bürgeranliegen oftmals nicht mal eben zu erledigen, aber manchmal eben doch und das ist dann für beide Seiten eine gute Sache. Auch ist es meine Hoffnung, dass die Digitalisierung hier in Zukunft viele Dinge wird beschleunigen können, was übrigens nicht nur im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, sondern auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltungen liegt.

Am Freitag nach dem Wochenmarkt folgte dann noch im Tiöns-Koben eine weitere vereinbarte Gesprächsrunde zwischen den Markthändlerinnen und Markthändlern, der städtischen Wirtschaftsförderung, Bürgermeister und Vertretern der Deutschen Marktgilde, die ab Oktober dieses Jahres die Organisation des Hertener Wochenmarktes übernehmen wird. Ziel des Termins war, alle Beteiligten weiter an einen Tisch zu bringen und der Marktgilde die Gelegenheit zu geben sich als Partner mit ihrem Konzept für den Hertener Wochenmarkt vorzustellen. Natürlich um uns auch den Fragen, der Kritik und den Anregungen der Markthändlerinnen und Markthändler zu stellen sowie weiter über den gemeinsamen Weg für die Zukunft des Wochenmarktes zu reden.

Natürlich nimmt die Stadtverwaltung, nehme ich als Bürgermeister, die Bedenken der Händler und der Politik ernst. Es ging und geht uns in diesem Zusammenhang immer um den dauerhaften Erhalt und die Verbesserung des Wochenmarktes für Händlerinnen und Händler, aber auch natürlich für Kundinnen und Kunden, sowie die Betrachtung des Marktes als wichtiger Anker für die Stadtentwicklung, gerade in Anbetracht des beginnenden Neustart Innenstadt als einem Projekt, welches uns die kommenden zehn Jahre begleiten wird.

Ich möchte an dieser Stelle auch gerade für jene, die „große Bedenken“ tragen, noch einmal wiederholen: die Konzession wird für zwei Jahre erteilt. Nach einem Jahr wird es einen Zwischenbericht geben. In der Zwischenzeit werden wir als Verwaltung auch weiter den Kontakt zu den Händlerinnen und Händlern halten und sind der Vertragspartner der Marktgilde, somit nicht außen vor, wie fälschlicherweise angenommen, sondern entsprechend handlungsfähig. Wir haben also auch, sollte die Verwaltung des Marktes durch die Deutsche Marktgilde wider Erwarten nicht so laufen wie vereinbart, nach Vertragsablauf die Möglichkeit, die Organisation wieder an uns zu ziehen, was aber auch im vornherein nicht das Ziel sein sollte. Hier geht es jetzt darum, eine Chance auszuprobieren, um die Existenz des Hertener Wochenmarktes dauerhaft zu sichern.

Vor-Information:

Am 25.08.2018 ist Tag der Trinkhallen. Leider erlebt unsere „Grüne Bude“ in Langenbochum diesen Tag nicht mehr. Über viele Jahre war sie ein Anlauf- und Treffpunkt vieler Bürgerinnen und Bürger. Auch meine Kinder haben hier stolz ihre erste gemischte Tüte gekauft oder sonntags ein Eis am Stiel. So freue ich mich persönlich, dass ein Dortmunder Künstler „unsere grüne Bude“ als Bild in einer Trinkhallen-Bilderreihe verewigt hat. Mehr zum „Feiertag“ finden Sie unter www.tagdertrinkhallen.ruhr

Und an diesem Wochenende...

Samstags werde ich dann zu Gast beim Sommerfest des Knappenvereins St.Barbara in Westerholt sein, welches ab 15 Uhr an der Mühlpforte stattfindet. Der Verein hat im Juli dieses Jahres bereits sein 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Hier wird die Bergmannstradition bewahrt und Geschichte niedergeschrieben.

Am Sonntag bin ich bei der Ausstellung „Ohne Kohle“ in der Schwarzkaue auf Schlägel und Eisen dabei.

Auch Samstag ist Tag der Bürgerbeteiligung, dieser Tag ist besonders wichtig, denn nur durch den Einsatz aller kann sich eine Stadt entwickeln. Ich möchte mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Engagement zum Wohl der Stadt Herten bedanken!

Ich wünsche Ihnen allen ein erholsames Wochenende!

Ihr Fred Toplak

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