Wochenkolumne Bürgermeister Fred Toplak


Wochenrückblick 5. bis 11. August 2019

Liebe Hertenerinnen & Hertener,

liebe Freundinnen und Freunde,

ich hoffe, Sie haben bis hierhin einen schönen Sommer erlebt. Das Wetter war in den zurückliegenden Wochen zumindest ausgezeichnet für die Grillparty oder einen Tag im Freibad geeignet. Allerdings hat der auch in diesem Sommer herrschende Mangel an Regen auf der anderen Seite wieder für Schäden an der Vegetation im Stadtgebiet gesorgt.

Nach drei Wochen, die ich mit meiner Familie auf den Spuren meiner Vorfahren, beim Stadtfestival in unserer Partnerstadt Szczytno und von Nordosteuropa, südwärts bis nach Kroatien reisend verbracht habe, bin ich nun wieder zurück in meinem Büro im Rathaus, mit vielen neuen Eindrücken, mit Gedanken über europäische Förderprojekte, zurück an Hertener Themen.

Montag

Da urlaubsbedingt noch nicht „alle wieder an Bord“ sind, fiel die Verwaltungsvorstandssitzung aus. Stattdessen stand ein erstes Treffen mit meinem Büroteam auf dem Programm, um schon einmal die Termine der kommenden 14 Tage vorzuplanen und über Aktuelles zu sprechen. Danach traf ich mich zur Besprechung der aktuellen Vorkommnisse mit Stadtbaurat Heidenreich, der als Beigeordneter in den letzten drei Wochen hier im Rathaus „die Stellung gehalten“ hat und dann in der kommenden Woche in den verdienten Sommerurlaub gehen wird. Im Anschluss machte ich mich daran, die in meiner Abwesenheit angefallene Post und aktuellen Unterlagen zu sichten und zu bearbeiten. So ist man nach einigen Stunden „wieder drin“ und auf dem neuen Stand der Dinge. Da ich auch im Urlaub immer online mit der Verwaltung verbunden bin, „entgeht“ mir aber auch nichts und es ist ein schönes Gefühl, mit Rückkehr keinen „Berg“ auf dem Schreibtisch vorzufinden, der abgearbeitet werden möchte, sondern sofort wieder „up to date“ zu sein. Das muss man so nicht machen, ist aber mein Ding.

Dienstag

Eine kurze Rücksprache mit dem Büroteam, dann ging es an seinem ersten Arbeitstag in ein Gespräch mit unserem Kämmerer. Interne Organisation und einige Telefonate schlossen sich an. Damit war der Vormittag auch schon wieder vorbei. Am frühen Nachmittag fuhr ich zu einem kurzen Fototermin nach Westerholt – viele von Ihnen werden den Taubenbrunnen vor dem alten Rathaus in Westerholt kennen. Ich selber habe da im Sommer als Kind mit Badehose dringesessen – Sommer, die auch in den 60ern schon mal heiß waren. Darf man gar nicht erzählen oder glaubt einem keiner. Auf Initiative der Unternehmer und Gebäudeeigentümer Franz und Christian Porten, die im alten Rathaus eine Steuerberatungskanzlei betreiben, ist geplant, dass hier bald wieder Wasser sprudeln wird. Eine schöne Sache. Auch wenn es Westerholt betraf, führte mich der Weg danach zur Sparkasse Vest in Recklinghausen – hier traf ich mich zu Gesprächen über das weitere Vorgehen auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Westerholt mit verschiedenen Beteiligten. Es ging darum, die Gespräche und Sachstände der letzten Monate zusammenzutragen und für die anstehenden Entwicklungen vorzudenken und vorzuplanen. Auch wenn von außen auf dem Zechengelände bisher wenig zu erkennen ist, geht es im Hintergrund natürlich weiter. Man muss in solchen Dingen einen langen Atem haben. Aber kontinuierliches „Dranbleiben“ lohnt sich, das sehen wir heute sowohl auf Schlägel & Eisen, als auch auf dem Ewald-Gelände. Wir werden es auch auf Westerholt sehen, nur dauert es eben noch seine Zeit.

Mittwoch

In urlaubsbedingt noch etwas kleinerer Runde fand die Besprechung der Wirtschaftsförderung an diesem Morgen statt. Wir werden in den kommenden Monaten unsere Aktivitäten in Sachen Wasserstoffstandort für Herten und die Region ausweiten. Nicht zuletzt die aktuelle Klimadebatte zeigt, dass wir da auf dem richtigen Weg sind. Herten braucht sich in Sachen Klimaschutz nicht zu verstecken – Beispiel Strom: laut Umweltbundesamt lagen die CO2-Emissionen pro erzeugter Kilowattstunde Strom im durchschnittlichen „Strommix“ Deutschlands im Jahr 2018 bei 474 Gramm. Bei den Hertener Stadtwerken sind es weniger als 2 Gramm je kWh. Wenn das nicht ein Argument ist, seinen Strom direkt hier vor Ort zu beziehen, dann weiß ich auch nicht. Im Anschluss ging es selbstfahrend zur Hertener Wasserstofftankstelle auf Ewald am Wasserstoffkompetenzzentrum, um das Bürgermeisterauto (Poolfahrzeug) zu tanken.

Nach einem kurzen Update mit meinem Büroteam ging es dann zu einem Bürgergespräch und von dort aus zurück ins Rathaus zu einem Unternehmenstreffen mit der Wirtschaftsförderung. Wenn wir für Hertener Unternehmen oder solche, die es werden wollen, Dinge möglich machen können, dann machen wir das auch gerne. Sprechen Sie uns also bitte auf jeden Fall an! Am späten Nachmittag ging es dann „ab auf die Straße“ – als Bürgermeister bin ich natürlich ohnehin häufig und viel im Stadtgebiet unterwegs. In diesem konkreten Falle habe ich die Zeit für Ortstermine genutzt, um mir in Sachen Baumbestand und Parkraumsituation nach Hinweisen aus der Bürgerschaft ein eigenes Bild vor Ort zu machen. Vielen Dank für die Gespräche! Wir werden das Besprochene aufarbeiten und berichten.

Donnerstag

Digitalisierung, ein Dauerbrennerthema ­ die Stadtverwaltung ist auf dem Weg zur Entwicklung einer eigenen Digitalstrategie. Hierzu bedarf es vieler Gespräche und einer grundsätzlichen Planung Wir sind auf demselben Weg, wie viele Kommunen im Land und stellen uns einer Daueraufgabe, die „nicht wieder weggehen wird“. Spannend wird sein, wie die Digitalisierung die Organisation und Arbeit der Kommunalverwaltungen verändern wird. Wir wollen natürlich lieber gestalten, statt zu reagieren. Deshalb erarbeitet die Verwaltung mit externer Unterstützung durch PROSOZ zurzeit auch feste Leitplanken für den Weg zur smarten Stadtverwaltung. Am Donnerstag widmeten wir in einem größeren Kreis von Führungskräften diesem Thema einen gut investierten Vormittag.

Anschließend diskutierten wir in einem kleinen Team zum Thema Klima, Wasserstoff und Nachhaltigkeit. Dazu gibt es Anträge aus der Politik und Bürgerschaft, die wir in einem Beschlussvorschlag zur kommenden Sitzungsfolge formulieren werden. Auch wenn es ein aktuell „heiß diskutiertes“ Thema ist, bekommt meine Aufmerksamkeit und Achtsamkeit in erster Linie die Bedeutung für unsere Stadt Herten. Wir brauchen uns in unseren Anstrengungen überhaupt nicht zu verstecken. Klar, es geht immer mehr – auch das nehmen wir uns vor, aber besonnen. Hierzu werde ich laufend und verstärkt berichten.

Freitag…

…ist in Herten Markttag. Frischemarkt. Trotz Sommerferien machte es heute Spaß, ein paar Stunden mit Markthändlern, Markthändlerinnen, sowie Bürgerinnen und Bürger zu quatschen, zu klönen und auch „hart zu diskutieren“. Hier erfährt man viel und wo ich etwas verbessern kann, werde ich es angehen und versuchen. Aber auch klar sagen, was begründet nicht geht. Heute habe ich einige Aufgaben mitgenommen, die ich am Montag im Verwaltungsvorstand diskutieren werde. Auch davon wird man immer wieder hören.

Nun geht es auf den schönen Feierabendmarkt in Herten Langenbochum – wir sehen uns laufend... Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende!
Ihr Fred Toplak

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Raum: 103 | 1. OG
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