Mitmachstadt Herten

Was ist Mitmachstadt?

Mitmachstadt ist ein im Stadtentwicklungskonzept Herten 2020 festgelegter Schwerpunkt mit dem Ziel, die lokale Demokratie zu stärken. Das heißt konkret: Bürgerinnen und Bürgern werden aktiv an der Gestaltung lokaler Themen beteiligt. Denn: Eine niedrige Wahlbeteiligung heißt nicht automatisch, dass sich Menschen nicht für die Themen ihrer Stadt interessieren.

Was heißt Beteiligung?

In der Mitmachstadt soll Bürgerbeteiligung mit wenigen, einfachen Regeln möglich sein. Deshalb muss bei Beteiligungsprozessen jeweils deutlich sein, welche Akteure mitmachen, welche Interessen sie haben und auf welcher Ebene der Beteiligung sie sich befinden:

Schaubild: Der Grad der (Mit)Entscheidung kann ganz unterschiedlich ausfallen. Es beginnt bei Information geht über Einflussnahme hin zur Mitbestimmung

Der Grad der (Mit)Entscheidung kann ganz unterschiedlich ausfallen. Dieser reicht von gemeinsamer Erarbeitung von Empfehlungen oder Vorschlägen bis zu echten Entscheidungsrechten.

Wer sind die Mitmacherinnen und Mitmacher?

Bürgerschaft...

...kann auf Themen hinweisen, trägt Verantwortung in Beteiligungsprozessen, engagiert und begegnet sich auf Augenhöhe

Politik...

...aktiviert Bürgerengagement und setzt Themen, bewertet Ergebnisse von Beteiligungsprozessen, Entscheidungshoheit des Rates

Verwaltung...

...Schnittstelle zwischen Politik und Bürgerschaft, lebendige Stadtentwicklung im Sinne von Herten 2020 (Link), gemeinschaftliche Planung und Organisation von Beteiligungsverfahren

Warum das Ganze?

Herten als Stadt zeichnet sich mit über 400 Vereinen und Gruppen durch ein hohes Maß an Teilhabe und bürgerschaftlichem Engagement aus. Einen großen Raum nimmt eine Vielzahl sozialer Projekte ein, gekoppelt an Schulen, Kirchen und Sozialverbände. Auch aktive Nachbarschaftshilfe ganz ohne formale Strukturen ist in Herten noch lebendiger Alltag.

Diese Strukturen sollen gefördert und gefordert werden:

Mitmachstadt soll

…die Demokratie vor Ort stärken: Das Konzept geht davon aus, dass durch aktive Beteiligung von Bürgerschaft die politische Meinungs- und Willensbildung gefördert wird.

…Verantwortung bewusst machen: Jeder Mensch ist eigen- und mitverantwortlich, sich für sein Umfeld einzusetzen.

…Identifikation mit der Stadt stärken: Wer sich aktiv einbringt, kann sich mehr mit seinem Lebensumfeld identifizieren.

…Synergien schaffen: Durch verschiedene, z.T. noch unentdeckte Potenziale.

Aber: Bürgerbeteiligung kann das repräsentative, demokratische System nicht ersetzen. Beteiligungsverfahren sollen die Arbeit des Rates aber unterstützen.

Grundsätze der Mitmachstadt

  1. Es gibt klare Rahmenbedingungen und Spielregeln.
  2. Informationen werden in einfacher Sprache und breit kommuniziert.
  3. Die Arbeit orientiert sich an den Zielgruppen.
  4. Beteiligungen erfolgen ergebnisoffene und frühzeitig.
  5. Beteiligte sind Multiplikator/Multiplikatorin.
  6. Vernetzung und aufsuchende Arbeit sind wichtige Faktoren.
  7. Die Anerkennungskultur vor Ort wird weiterentwickelt.
  8. Beteiligungsverfahren werden nachhaltig geplant.

Ihre Ansprechperson

Paula Wiesemann
Telefon: 0 23 66 / 303 383
Standort: 1. OG
Raum: 102 | Gebäude: Rathaus

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