Schutzmaßnahmen

Seit Montag 0.00 Uhr gilt die CoronaSchutzVerordnung für das Land Nordrhein-Westfalen. Den genauen Wortlaut finden Sie auf recht.nrw.de. Diese Verordnung gilt direkt für alle Bürger*innen und Betriebe/ Einrichtungen. Eine Allgemeinverfügung der Kommune ist nicht erforderlich.

Das Wichtigste aus der Verordnung für die Wirtschaft im Überblick:

Handwerk
Dienstleistungsgewerbe

Handwerker und Dienstleister können ihrer Tätigkeit mit Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen weiterhin nachgehen.

Augenoptikern, Hörgeräteakustikern, orthopädischen Schuhmachern und anderen Handwerkern mit Geschäftslokal ist dort aber der Verkauf von nicht mit handwerklichen Leistungen verbundenen Waren untersagt; ausgenommen ist notwendiges Zubehör.

Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden kann (insbesondere von Friseuren, Nagelstudios, Tätowierern, Massagesalons), sind untersagt. Therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten, bleiben gestattet, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden.

Handel

Der Betrieb von Bau- und Gartenbaumärkten bleibt zur Versorgung von Gewerbetreibenden und Handwerkern zulässig. Anderen Personen darf der Zutritt nur gestattet werden, wenn zum Schutz vor Infektionen geeignete Vorkehrungen getroffen sind (insbesondere Maßnahmen zur Sicherstellung von Mindestabständen und Schutzvorrichtungen für das Kassenpersonal), unter diesen Voraussetzungen dürfen auch Floristen ihren Betrieb fortsetzen.

Gastronomie

Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Mensen, Kantinen und anderen gastronomischen Einrichtungen ist untersagt.

Die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf ist zulässig, wenn die zum Schutz vor Infektionen erforderlichen Abstände eingehalten werden. Der Verzehr ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung untersagt.

Plattformen für Lieferdienste

Während viele stationäre Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomien aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen geschlossen, nutzen immer Unternehmerinnen und Unternehmen gerade aus diesen Branchen, aber auch aus anderen, die Möglichkeiten der Online-Präsenz und des Online-Handels.

Damit nicht nur die großen Player die Gewinner dieser Verlagerung der Geschäfte ins WorldWideWeb sind, bietet auch regionale Dienstleister Plattformen an, in der sich regionale Händlerinnen und Händler, Gastronominnen und Gastronomen präsentieren können. Der Basiseintrag ist zudem oft kostenlos, um den regionalen Zusammenhalt zu stärken.

www.vestapp.de ist ein Angebot der Recklinghäuser Agentur sitesmedia. Hier können sich die Unternehmen kostenlos in verschiedenen Rubriken eintragen.

www.herten-liefert.de ist ein Angebot der Oer-Erkenschwicker Firma Lenner Online Marketing. Auch kann man seinen Lieferdienst kostenlos, nach Themen sortiert, eintragen.

Werbung in den Bussen der Vestischen Straßenbahnen
Die Recklinghäuser Agentur GO IN media e.K. hat als sofortige Hilfsmaßnahme zur Unterstützung von sytemrelevanten Solo-Selbständigen, Freiberuflern und KMU in diesen schwierigen Zeiten beschlossen, die Werbung auf den busSpot Fahrgast TV Screens in den Bussen der "Vestischen" unter leichten Auflagen kostenfrei anzubieten.

Ab sofort können sich systemrelevante Solo-Selbständige, Freiberufler und KMU via Kundenservice@GOINmedia.com um einen kostenlosen einwöchigen Sendeplatz im busSpot Fahrgast TV der Vestischen bewerben. Das busSpot Marketing-Nothilfe-Programm wird vollständig durch das Recklinghäuser Unternehmen GO IN media finanziert, so dass eine Belastung des Steuerzahlers oder der Kommune nicht stattfindet. Die Bereitsstellung kostenloser Werbung im busSpot Fahrgast TV der Vestischen knüpft das Unternehmen an bestimmte Voraussetzungen. Diese sind mit weiteren Informationen zu dem Programm auf der Webseite coronanothilfe.GOINmedia.com einzusehen.

Unternehmen, die sich an der Finanzierung des Marketing-Nothilfe-Programms beteiligen möchten, wenden sich bitte an den Inhaber der Agentur GO IN media unter Erik.Schare@remove-this.GOINmedia.com .  

Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten

Um die Wirtschaft des Landes zu unterstützen haben der Bund und die NRW-Landesregierung ein Maßnahmenpaket geschnürt. Die allgemeinen Informationen hierzu finden Sie unter www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner

Soforthilfen des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen für Unternehmen

Die Bundesregierung hat weitere Maßnahmen auch für kleine Unternehmen als Soforthilfe beschlossen. Ganz kleine Firmen und Selbstständige, Musiker, Fotografen, Heilpraktiker oder Pfleger, die gerade kaum Kredite bekommen, können für drei Monate bis zu 9000 (bis zu fünf Beschäftigte) bzw. bis 15.000 Euro (bis zu zehn Beschäftigte) erhalten. Das soll unbürokratisch funktionieren - sie müssen nur versichern, dass sie durch die Corona-Krise einen Liquiditätsengpass haben. Insgesamt stellt die Regierung bis zu 50 Milliarden Euro bereit.
Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt diese Maßnahmen und plant das Sofortprogramm des Bundes aufzustocken und zusätzlich Unternehmen mit 10 bis 50 Beschäftigten Zuschüsse in Höhe von 25.000 € zu zahlen.

Der Link zum Antragsverfahren wird am Freitag unter https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020  und den Webseiten der fünf Bezirksregierungen (Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln, Münster) zur Verfügung gestellt. Die Anträge können ausschließlich online gestellt werden.  

Unter diesem Link finden Sie neben Fragen und Antworten zum Antragsverfahren auch genaue Angaben, welche Informationen für die Antragstellung erforderlich sind. Wir empfehlen, die Zeit bis Freitag zu nutzen und diese Angaben zusammenzustellen.

Internetseite des Bundesfinanzministeriums
www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-Milliardenhilfe-fuer-alle.html

Internetseite des Landes Nordrhein-Westfalen
www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner

KfW-Sonderprogramm 2020 für etablierte und junge Unternehmen

Seit dem 23.3.2020 gilt das KfW-Sonderprogramm für etablierte und junge Unternehmen, die bis Ende 2019 nicht in Zahlungsschwierigkeiten waren.

Es können Investitionen und Betriebsmittel finanziert werden. Anträge können sofort gestellt werden.

Das Sofortprogramm umfasst weitere Verbesserungen bei den bisherigen Angeboten KfW-Unternehmerkredit, ERP-Gründerkredit universell, z.B. bei der Risiko-Übernahme und den Zinssetzungen. Das erhöht Ihre Chancen auf die Gewährung des Kredits durch Ihre Hausbank bzw. Ihr Kreditinstitut.

Der Kredithöchstbetrag ist unter anderem begrenzt auf

  • 25 % des Jahresumsatzes 2019 des antragstellenden Unternehmens
  • Den aktuellen Liquiditätsbedarf des Unternehmens für die nächsten 18 Monate bei KMU
  • Das doppelte der Lohnkosten in 2019

Betriebsmittelfinanzierungen werden mit einer Laufzeit bis zu 5 Jahren mit einem tilgungsfreien Anlaufjahr und als endfällige Variante mit 2 Jahren Laufzeit angeboten.

Die KfW beteiligt sich zudem an Konsortialfinanzierungen für Investitionen und Betriebsmittel mit einer Laufzeit von bis zu 6 Jahren.Details finden Sie auf der Homepage der KfW unter

www.kfw.de/Presse-Newsroom/Aktuelles/News/Faktenblatt_KfW-Sonderprogramm-2020.pdf

und

www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Liquiditätshilfen/Kreditprogramme

Für Unternehmen waren auch bisher unabhängig von Größe, Alter und Branche Kreditanträge in den bereits bestehenden Förderprogrammen möglich. Die einzelnen Programme werden weiter unten erläutert. Die aufgeführten Programme gewähren zinsverbilligte Darlehen, keine Zuschüsse. Es wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass die Programme Unternehmen unterstützen sollen, die vor der Corona-Krise wirtschaftlich tragfähig und gesund waren.

Grundsätzlich sind für Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise Unterstützung benötigen, Liquiditätshilfen wichtig. Die infrage kommenden Programme müssen also Betriebsmittel (Mittel zur Gewährleistung des laufenden Betriebes) fördern.

Bürgschaftsbank und NRW.Bank bemühen sich, über Anträge für die Expressbürgschaft und die NRW.Bank-eigenen Programme innerhalb von 72 Stunden nach Eingang zu entscheiden. Dies gilt aber nur dann, wenn alle erforderlichen Unterlagen vorliegen.

Generell raten die Kreditinstitute, die Unterlagen möglichst umfassend vorzubereiten. Es werden voraussichtlich erwartet:

  • Kurze schriftliche Beschreibung der Auswirkungen der Pandemie auf Ihr Unternehmen
  • Jahresabschlüsse / Einnahmen-Überschuss-Rechnungen 2017 und 2018
  • Betriebswirtschaftliche Auswertung 2019
  • Ermittlung des Kreditbedarfs anhand einer Maßnahmen- und Liquiditätsplanung für die nächsten 12 Monate
  • Rentabilitätsvorschau
  • Vorschlag für den Eigenbeitrag des Gesellschafters

Die nachstehend genannten Kredite sind über die Kreditinstitute/Ihre Hausbank zu beantragen und richten sich auch an Freiberufler und Kleinstunternehmen.

Unternehmen unabhängig vom Lebensalter

Bürgschaften über die Bürgschaftsbank zur Absicherung von Betriebsmitteldarlehen

  • Mindestkreditsumme 10.000 €
  • Expressbürgschaften innerhalb von 72 Stunden
  • Expressbürgschaft: bis zu 80 % der Kreditsumme, max. 200.000 € Bürgschaft, Kreditsumme max. 400.000 €
  • Laufzeit bis zu 10 Jahren, max. 2 Jahre tilgungsfrei

www.finanzierungsportal.ermoeglicher.de und www.bb-nrw.de

NRW.Bank Universalkredit

  • expliziter Vermerk der NRW.Bank über Verbesserung der Konditionen als Corona-Hilfe
  • keine Mindestkreditsumme
  • Risikoübernahme von bis zu 80 % (anstatt Haftungsfreistellung von 50 %) für Unternehmen, die seit 2 Jahren erfolgreich am Markt tätig waren
  • Laufzeiten von 3 bis 10 Jahren gestaltbar, tilgungsfreie Jahre vereinbar
  • Zinssatz wird nach dem risikogerechten Zinssystem (Bonität und Werthaltigkeit der Sicherheiten ergeben eine sog. Preisklasse, die mit einem Höchstzinssatz verbunden ist) ermittelt
  • unbürokratische und schnelle Bearbeitung: Für Haftungsfreistellungen bis 250.000 € akzeptiert die NRW.Bank die Risikoabschätzung der Hausbank. Damit sind Plan-, Liquiditätsberechnungen und Bilanzauswertung für 2019 nicht erforderlich.
  • Einführung weiterer Laufzeitvarianten:

    • endfällig Darlehen mit 2 und 4 Jahren Laufzeit
    • Ratendarlehen mit 3, 4 und 5 Jahren Laufzeit mit der optionalen Möglichkeit von 1 oder 2 tilgungsfreien Jahren

www.nrwbank.de/de/foerderlotse-produkte/NRWBANKUniversalkredit/15260/nrwbankproduktdetail.html

Junge Unternehmen – bis zu 5 Jahren am Markt

ERP-Gründerkredit – Universell (KfW)

  • expliziter Vermerk der KfW über Verbesserung der Konditionen als Corona-Hilfe
  • Risikoübernahme von bis zu 80 % (anstatt Haftungsfreistellung von 50 %) für Betriebsmittelkredite
  • Laufzeit kann 2 bis 5 Jahre betragen
  • maximal 1 tilgungsfreies Jahr, Zinsbindung für die gesamte Kreditlaufzeit
  • Zinssatz wird nach dem risikogerechten Zinssystem (Bonität und Werthaltigkeit der Sicherheiten ergeben eine sog. Preisklasse, die mit einem Höchstzinssatz verbunden ist) ermittelt

www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Gr%C3%BCnden-Nachfolgen/F%C3%B6rderprodukte/ERP-Gr%C3%BCnderkredit-Universell-(073_074_075_076)/

ERP-Gründerkredit – Startgeld (KfW)

  • im Rahmen der bestehenden Richtlinie
  • Kreditbetrag für Betriebsmittel bis zu 30.000 €
  • Haftungsfreistellung von 80 %
  • Laufzeit 5 Jahre mit 1 tilgungsfreien Jahr oder 10 Jahre mit 2 tilgungsfreien Jahren
  • Zinssatz für 5 Jahre Laufzeit: 1,55 %; für 10 Jahre: 2,30 %

www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Gr%C3%BCnden-Nachfolgen/F%C3%B6rderprodukte/ERP-Gr%C3%BCnderkredit-Startgeld-(067)/

NRW.Bank Gründungskredit

  • im Rahmen der bestehenden Richtlinie
  • Kreditsumme mindestens 25.000 €
  • Haftungsfreistellung möglich für Unternehmen, die mindestens zwei Jahre am Markt sind und für Kredite ab 125.000 €
  • Absicherung alternativ über Bürgschaftsbank möglich
  • Laufzeit 5 Jahre mit einem tilgungsfreien Jahr
  • Zinssatz wird nach dem risikogerechten Zinssystem (Bonität und Werthaltigkeit der Sicherheiten ergeben eine sog. Preisklasse, die mit einem Höchstzinssatz verbunden ist) ermittelt

www.nrwbank.de/de/foerderlotse-produkte/NRWBANKGruendungskredit/15195/nrwbankproduktdetail.html

Unternehmen ab 5 Jahren am Markt

KfW-Unternehmerkredit

  • expliziter Vermerk der KfW über Verbesserung der Konditionen als Corona-Hilfe
  • Risikoübernahme von bis zu 80 % (anstatt Haftungsfreistellung von 50 %) für Betriebsmittelkredite
  • Laufzeit beträgt für Betriebsmitteldarlehen 2 bis 5 Jahre,
  • maximal 1 tilgungsfreies Jahr, Zinsbindung für die gesamte Kreditlaufzeit
  • oder der Kredit wird für 2 Jahre endfällig gewährt, Zinsbindung für die gesamte Kreditlaufzeit
  • Zinssatz wird nach dem risikogerechten Zinssystem (Bonität und Werthaltigkeit der Sicherheiten ergeben eine sog. Preisklasse, die mit einem Höchstzinssatz verbunden ist) ermittelt

www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Unternehmen-erweitern-festigen/Finanzierungsangebote/KfW-Unternehmerkredit-Fremdkapital-(037-047)/

NRW.Bank Mittelstandskredit

  • im Rahmen der bestehenden Richtlinie
  • Kreditsumme mindestens 25.000 €
  • Haftungsfreistellung möglich für Kredite ab 125.000 €
  • Absicherung alternativ über Bürgschaftsbank möglich
  • Laufzeit 5 Jahre mit einem tilgungsfreien Jahr
  • Zinssatz wird nach dem risikogerechten Zinssystem (Bonität und Werthaltigkeit der Sicherheiten ergeben eine sog. Preisklasse, die mit einem Höchstzinssatz verbunden ist) ermittelt

www.nrwbank.de/de/foerderlotse-produkte/NRWBANKMittelstandskredit/15207/nrwbankproduktdetail.html

Unterstützung für Kulturschaffende

Für Kulturschaffende hat das Land NRW ebenfalls Hilfen angeboten. Freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten, können zum Beispiel eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro erhalten. Anträge sind bei der Bezirksregierung zu stellen. Die Bezirksregierung stellt unter www.bezreg-muenster.de/de/foerderung/foerderprogramme_a-z/48_sofortprogramm_kuenstler_corona/index.html Informationen und das Formular zum Download zur Verfügung.

Achtung: Derzeit ist das Postfach der Bezirksregierung überlastet. Haben Sie Geduld!

Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Homepage des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft unter www.mkw.nrw/Informationen_Corona-Virus

und auf der Seite www.creative.nrw.de/news/artikel/corona-virus-aktuelle-infos-fuer-die-kultur-und-kreativwirtschaft-in-nrw.html.

Liquiditätshilfen durch Steuerstundungen

Unternehmen können ab sofort leichter die Stundung von Steuerzahlungen beantragen, auch die Vorauszahlungen können abgesenkt werden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird bis Ende dieses Jahres verzichtet.  Wenn Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Steuerberater/Ihre Steuerberaterin. Am Ende dieser Seite finden Sie ein Formular zur Antragsstellung.

Kurzarbeitergeld

Wichtig: Betriebe müssen Kurzarbeit vorher bei der Arbeitsagentur anzeigen. Erst danach können Sie dieses beantragen. Wenden Sie sich dazu an Ihren Arbeitgeber-Service. Von ihm erhalten Sie die Zugangsdaten, um Kurzarbeitergeld beantragen zu können.
Bearbeitungshinweis: In einem ersten Schritt bitte den Vordruck mit der Anzeige in Papierform an die Agentur für Arbeit Recklinghausen in 45630 Recklinghausen (Postfach-Adresse) schicken, um die Bearbeitungszeit zu minimieren. Bei einem Versand per E-Mail die Anhänge möglichst mit kleinen Datenvolumen schicken.
Für das Kurzarbeitergeld gelten ab dem 1. April 2020 vereinfachte Zugangsvoraussetzungen:
www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Die geänderten Bedingungen für das Kurzarbeitergeld gelten rückwirkend zum 1. März 2020.

Das folgende Video gibt Aufschluss über die korrekte Beantragung:
www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-video

Die Agentur für Arbeit hat auch unter dem Link faktor-a.arbeitsagentur.de/arbeitswelt-gestalten/corona-und-kurzarbeit-was-gilt-jetzt-fuer-arbeitgeber alles Wissenswerte zum Kurzarbeitergeld und den Neuerungen zusammengestellt.

Kontaktdaten des Hertener Arbeitgeber-Service:

Herr Eickler, Tel. 02366 8009-43, stefan.eickler@remove-this.arbeitsagentur.de
Frau Haarmann, Tel. 02366 8009-66, sandra.haarmann@remove-this.arbeitsagentur.de

Hotline im Kreis Recklinghausen für Arbeitgeber: 0800 4 5555-20

Mitarbeiter unter Quarantäne

Sollten Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt werden, gibt es auch hierfür die Möglichkeit, Entschädigung zu erhalten. Diese kann beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe beantragt werden. Die Ansprechpartner finden Sie ebenfalls auf der Corona-Info-Seite:

www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner

Zahlungsaufschub für Mieten und Pachten sowie (Verbraucher-) Darlehensverträge

Nachdem der Deutsche Bundestag vergangene Woche das Gesetz zur Abmilderung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beschlossen hat, sind heute die zivilrechtlichen Vorschriften zum Kündigungsaus-schluss im Mietrecht sowie zum Zahlungsaufschub bei Verbraucherdar-lehensverträgen und existenzsichernden Verträgen wie z. B. über Telefon, Strom und Gas in Kraft getreten. Die gesetzliche Regelungen treten am 1. April 2020 in Kraft und gelten vorerst bis zum 30. Juni 2020

Damit sollen Mieterinnen und Mieter von Wohnraum, aber auch von Gewerbeimmobilien, vor der Kündigung geschützt werden, sofern Mietzahlungen wegen wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Krise nicht geleistet werden können. Mietern und Pächtern kann für den Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2020 nicht wegen ausgefallener Mietzahlungen aufgrund der COVID-19-Pandemie gekündigt werden. Die Miete bleibt für diesen Zeitraum weiterhin fällig; es können auch Verzugszinsen entstehen. Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2020 müssen bis zum 30. Juni 2022 beglichen werden, sonst kann den Mietern wieder gekündigt werden. Mieter müssen im Streitfall glaubhaft machen, dass die Nichtleistung der Miete auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht.

Zahlungsaufschub für (Verbraucher-) Darlehensverträge auch für Kleinstunternehmen

Zugunsten von Verbraucherinnen und Verbrauchern und Kleinstunternehmen wird vorübergehend für bedeutsame Dauerschuldverhältnisse die Möglichkeit zur Leistungsverweigerung geschaffen, soweit sie ihre Leistungspflichten wegen der Folgen der COVID-19-Pandemie derzeit nicht erfüllen können.

Verbraucherinnen und Verbrauchen erhalten ein zeitlich befristetes Leistungsverweigerungsrecht, faktisch also einen Zahlungsaufschub für existenzsichernde Verträge der Grundversorgung, die vor dem 8. März 2020 geschlossen wurden. Das Leistungsverweigerungsrecht hat zur Folge, dass sie trotz Nichtzahlung nicht in Verzug kommen. Für Kleinstgewerbetreibende gilt entsprechendes in Bezug auf andauernde Vertragsverhältnisse, die zur Eindeckung mit Leistungen dienen, die für die wirtschaftlichen Grundlagen des Erwerbsbetriebs wesentlich sind. Das Leistungsverweigerungsrecht ist zunächst bis zum 30. Juni 2020 befristet.

Hier geht es zum Beispiel um Verträge über Leistungen der Grundversorgung wie Strom, Gas, Telekommunikation, für Kleinstgewerbetreibende auch bei Vertragsverhältnissen, die zum Beispiel den Einlauf der Waren betreffen oder Versicherungen.

Bei Kleinstgewerbetreibenden handelt es sich um kleine Unternehmen mit bis zu neun Beschäftigten und einem Jahresumsatz von bis zu zwei Millionen Euro.

Weitere Einzelheiten zur geplanten Regelung finden Sie auf der Internetseite des Bundesjustizministeriums unter https://www.bmjv.de/DE/Themen/FokusThemen/Corona/Miete/Corona_Miete_node.html

Maßnahmen im Insolvenzrecht

Es soll eine Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für Betriebe geschaffen werden, die die aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Corona-Krise in eine Schieflage geraten sind.

Das geplante Gesetz sieht unter anderem vor, dass die haftungsbewehrte und teilweise auch strafbewehrte Insolvenzantragspflicht vorübergehend bis zum 30. September 2020 ausgesetzt werden kann, sofern die Insolvenz durch die Corona-Folgen ausgelöst wurde.

Für einen dreimonatigen Übergangszeitraum soll auch das Recht der Gläubiger, die Eröffnung von Insolvenzverfahren zu beantragen, eingeschränkt werden. Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht soll bis zum 30. September 2020 befristet gelten und kann im Verordnungswege bis zum 31. März 2021 verlängert werden, laut Internetseite des Bundesjustizministeriums.

Weitere Details unter https://www.bmjv.de/DE/Themen/FokusThemen/Corona/Insolvenzantrag/Corona_Insolvenzantrag_node.html

Grundsicherung für Selbstständige

Wer selbstständig ist, z.B. als Kleinstunternehmen, kann für den eigenen Lebensunterhalt für sich und die im Haushalt lebenden Angehörigen, die Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) beantragen.

Aktuell sind vereinfachte Zugangsvoraussetzungen vom Bundesarbeitsarbeitsministerium geplant.

Laut Informationen der Agentur für Arbeit wird zum Beispiel für die ersten 6 Monate die Vermögensprüfung entfallen, wenn erklärt wird, dass kein erhebliches Vermögen verfügbar ist. Außerdem sollen in den ersten 6 Monaten des Leistungsbezugs die Ausgaben für Miete und Heizung in tatsächlicher Höhe anerkannt werden. Das gilt für Neuanträge auf Grundsicherung ab dem 1.03.2020 bis zum 30.06.2020.

Weitergehende Informationen finden auf den Internetseiten der Agentur für Arbeit unter
https://www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung

Hertener*innen können ihren Antrag beim Jobcenter Herten stellen.

Die Kontaktdaten finden Sie unter

https://www.jobcenter-kreis-recklinghausen.de/Inhalte/Ueber_uns/Jobcenter_vor_Ort/BS_Herten/index.asp

Informationen für Hotellerie und Gastronomie

Der Der Deutsche Hotel - und Gaststättenverband DEHOGA hat für die Unternehmen dieser Branchen unter dem folgenden Link Informationen und Checklisten zusammengestellt:
https://www.dehoga-bundesverband.de/presse-news/aktuelles/dehoga-informiert-coronavirus/

Weitere Informationen für Unternehmen auf der Homepage des Kreises Recklinghausen

Eine Vielzahl von weiteren Informationen und FAQs finden interessierte Unternehmen auch auf der Homepage des Kreises Recklinghausen.

Weiterführende Links und Kontakte

Industrie- und Handelskammer:
www.ihk-nrw.de/beitrag/informationen-hilfsangebote-ihks-nrw-coronavirus

Handwerkskammer:
www.hwk-duesseldorf.de/artikel/coronavirus-das-sollten-sie-jetzt-wissen-31,0,4748.html

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
www.bmwi.de/Navigation/DE/Home/home.html

Landesregierung Nordrhein-Westfalen
www.land.nrw/corona

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW
www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/erlass_kontakt_reduzierende_massnahmen.pdf

Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW
www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner


Bundesagentur für Arbeit
www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Herr Eickler: 02366/ 8009-43, stefan.eickler@remove-this.arbeitsagentur.de
Frau Haarmann: 02366/ 8009-66, sandra.haarmann@remove-this.arbeitsagentur.de

NRW.Bank
www.nrwbank.de/de/index.html
Beratung unter 0211/ 91741-4800