Mit dem Auto zur Schule – ein Problem für Kinder

Presse 27.11.2020

Verkehrssituationen oftmals schwierig zu überblicken

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Kinderfreundin Beate Kleibrink erklärt Kindern worauf sie beim Weg zur Schule achten müssen.
Kinderfreundin Beate Kleibrink erklärt Kindern worauf sie beim Weg zur Schule achten müssen.

Kinder fit für den Straßenverkehr zu machen, ist ein wichtiges Ziel der Hertener Kinderfreunde. Denn gerade beim Überqueren der Straße und auf zugeparkten Wegen können gefährliche Verkehrssituationen für Kinder entstehen. Mit Projekten, Plakataktionen und Unterrichtseinheiten für Kinder und Eltern erläutern die Kinderfreunde deshalb regelmäßig, warum es zu unübersichtlichen Situationen kommt und welche Lösungen es gibt.

„Die Straße ist schmal, die Autos kommen nur langsam aneinander vorbei, es wird rangiert und unvermittelt gewendet. Dazu kommen Eltern, die bei laufendem Motor warten, Autos von Anwohnenden oder normaler Durchgangsverkehr. Dazwischen queren Kinder die Straße, können nur wenig sehen und werden von Autofahrerinnen und Autofahrern oft zu spät erkannt“, beschreibt Beate Kleibrink von den Kinderfreunden eine typische Szene vor Grundschulen. „Trotzdem fahren besorgte Eltern ihre Kinder lieber bis vor die Schulen. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens können sie sich nicht vorstellen, dass der Weg sicher sein kann, so tragen sie selber zum Problem bei“, erklärt Beate Kleibrink weiter.

Dabei hat ein zu Fuß zurückgelegter Schulweg viele Vorteile. Er fördert die Selbstständigkeit der Kinder und sorgt für Bewegung. Weniger Autos machen die Straßen übersichtlicher und schonen die Umwelt. Gleichzeitig werden auch die Eltern entlastet: Es gibt keinen Stress beim Anschnallen und keinen Zeitdruck bei der Suche nach einem Parkplatz.

Seit vielen Jahren arbeiten die Kinderfreunde mit anderen Bereichen in der Stadtverwaltung und bei der Polizei an mehr Sicherheit vor Schulen. So sind in den vergangenen Jahren viele Markierungen, Abpollerungen und absolute oder eingeschränkte Halteverboten hinzugekommen. Zuletzt wurden drei Elternhaltestellen eingerichtet. Doch das allein reicht nicht, wenn die Zahl der Autos nicht abnimmt. „Wenn es gar nicht anders geht, als die Kinder mit dem Auto zu bringen, können sie zum Beispiel auch ein kleines Stück entfernt aussteigen und den Rest zur Schule zu Fuß zurücklegen. Auch so kann das Verkehrsaufkommen reguliert werden“, erklärt Beate Kleibrink – denn Verkehrssicherheit kann es nur geben, wenn alle Beteiligten mithelfen und Rücksicht nehmen.

Pressekontakt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Corina Plötz, Telefon: 02366 303-180, c.ploetz@herten.de