Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht

Information & Bildung

Beginn: 09.11.2019 | 17.00
Ende: 09.11.2019 | 20.00

Am 9. November jährt sich der Schrecken der Reichspogromnacht zum 81. Mal. Dieses Jahr wird speziell an die Geschichte der Familie Simmenauer erinnert.

Eintrittspreis: Frei
Ort:
Margarete-Stein-Platz
Margarete-Stein-Platz
45699 Herten
Veranstalter: St. Antonius Herten

Start des Geschehens ist in diesem Jahr die Ewaldstraße 50 (wo sich das Geschäft der Simmenauers befand), los geht’s am Samstag, dem 9. November um 17 Uhr. Von dort geht der Weg der Teilnehmer zum Margarete-Stein-Platz und zum alten Friedhof hin zum Simmenauer Weg. Nach der Veranstaltung besteht Gelegenheit zu einem Gespräch und Imbiss im Kaplan-Prassek-Heim.

Exemplarisch wird an die Kaufmannsfamilie Simmenauer erinnert, die Ende des 19. Jahrhunderts nach Herten kam und das Haus Ewaldstraße 48/50 als Wohn- und Geschäftshaus erbaute. Dort betrieb man ein Manufakturwaren-, später Textilwarengeschäft, welches sehr erfolgreich lief. Die Familie selbst half während der Weltwirtschaftskrise zahlreichen bedürftigen Menschen in der Stadt. Ab 1933 trafen jedoch die zunehmenden Boykott- und Restriktionsmaßnahmen der Nazis die Simmenauers. Anfang 1936 wurde die Familie zwangsenteignet, ein Teil der Familie floh nach Palästina, andere wurden Opfer des Holocausts.

Der Weg der Gedenkveranstaltung soll an mehreren Stationen über das Schicksal der Simmenauers erinnern, welches exemplarisch für das vieler jüdischer Familien in Deutschland ist. 

An die Familie selbst, bzw. deren Geschäft, erinnert heute nur noch die Benennung der Straße „Simmenauer Weg“ – dieses soll nun mit einer Zusatztafel ergänzt werden, welche auf die Familie und ihr Schicksal hinweist.