Gedenken „80 Jahre Reichspogromnacht“

Information & Bildung

Beginn: 09.11.2018 | 17.00

In diesem Jahr jährt sich die Reichspogromnacht zum 80. Mal. In Herten wird anhand der Gedenkplatten aus dem Projekt „Spurensuche“ das jüdische Leben in Herten sichtbar gemacht.

Eintrittspreis: Frei
Ort:
Gedenkplatte Familie Mendlicki
Kurt-Schumacher-Str. 56
45699 Herten
Veranstalter: Stadtarchiv, VHS und Kulturbüro der Stadt Herten

Am 9. November 2018 jährt sich zum 80. Mal die Reichspogromnacht von 1938. Damals brannten in Deutschland 1400 Synagogen, Gebetsräume und weitere jüdische Versammlungsstätten. Mehrere tausend Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört oder geschändet. 400 Juden wurden ermordet oder in den Suizid getrieben. In den folgenden Tagen wurden 30.000 Juden in Konzentrationslager verschleppt. Hunderte verloren dort in kurzer Zeit ihr Leben.

Auch in Herten hat dieser Tag Spuren hinterlassen und Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens wurden verfolgt, misshandelt und gedemütigt. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Vertretern der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, engagierten Bürgerinnen und Bürger und der Stadtverwaltung wird auch in Herten der Menschen gedacht, die von diesen schrecklichen Verbrechen betroffen waren. Die Veranstaltung beginnt an der Kurt-Schumacher-Str. 56. Hier wohnte die Familie Mendlicki. Herten ist eine Stadt der Vielfalt, in der Rassismus keinen Platz hat. Dies muss betont werden in einer Zeit, in der Menschen mit zweifelhafter Gesinnung in die Parlamente und Gremien einziehen.