Jüdische Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen

Kontakt

Vorsitzender: Mark Gutkin
Am Polizeipräsidium 3
45657 Recklinghausen
Telefon: 0 23 61 / 1 51 31
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Gottesdienste

Synagoge 
Am Polizeipräsidium 3
45657 Recklinghausen

Historie

Im Jahre 1816 kommen zwei jüdische Familien in die Stadt. Es sind die Familien von Jonas Kossmann und Josef Mai. Später ziehen weitere Familien zu, die Gemeinschaft wächst.

1827 gründet sich die Jüdische Gemeinde zu Recklinghausen. Zwei Jahre später erfolgt die amtliche Eintragung ins Stadtregister. 1880 erbaut die Gemeinde ihre Synagoge. Der neue jüdische Friedhof wird 1905 am Nordcharweg eröffnet und besteht bis heute.

Erster und Zweiter Weltkrieg

Im Jahre 1914 zählt die Gemeinde zu Recklinghausen ca. 300 Mitglieder. Während des Ersten Weltkrieges fallen 15 Mitglieder der Gemeinde auf den Schlachtfeldern. Ihren zahlenmäßigen Höhepunkt erreicht die Gemeinde 1928  - die Mitgliederzahl wächst auf 700. Ursache dafür ist eine große Zuwanderung von Flüchtlingen aus den osteuropäischen Ländern. 1932 wird die Gemeinde kleiner, da viele Juden wegen der wirtschaftlichen Depression Deutschland verlassen. Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten bedeutet für die Juden eine systematische Verfolgung.

Einem Teil der Recklinghäuser Juden gelingt es zu emigrieren, aber ungefähr die Hälfte bleibt in der Stadt. In der berüchtigten „Kristallnacht" (der große jüdische Pogrom, initiiert durch die Nazi-Regierung) wird die Synagoge niedergebrannt, viele Juden werden geschlagen und verhaftet.

Vom 29. Januar bis zum 31. März deportieren die Nazis alle hier gebliebenen Juden von Recklinghausen nach Riga (Lettland) in ein Ghetto. Nach der Auflösung des Rigaer Ghettos am 3. November 1943 verschleppt man die am Leben gebliebenen Juden in die Konzentrationslager Auschwitz, Treblinka, Maidanek und Mauthausen.

Neuaufbau nach Kriegsende

Ende 1945 kehren wenige, durch ein Wunder überlebende Recklinghäuser Juden in die Stadt zurück. Sie feiern Gottesdienste in der Wohnung von Ludwig de Vries, der die Jüdische Gemeinde Recklinghausen mit enormer Mühe wieder aufbaut.

1952 wird die Jüdische Gemeinde - die Jüdische Kultusgemeinde "Bochum - Herne - Recklinghausen" - amtlich registriert (wegen der geringen Mitgliederanzahl besteht die Gemeinde aus Juden dreier Städte). Gottesdienste finden in Recklinghausen statt. Im Jahre 1983 zählt die Gemeinde 80 Mitglieder. Anfang der 90er Jahre beginnt die Auswanderung der Juden aus den Republiken der ehemaligen Sowjetunion. Die Zahl neuer Mitgliedern wird so hoch, dass die Entscheidung über die Trennung in zwei Gemeinden getroffen werden muss: "Bochum-Herne" und die "Jüdische Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen" (seit 1. Januar 1999).

1997 wird das neue Gebäude der Synagoge in Recklinghausen gebaut. Ende des Jahres 1999 zählt die Gemeinde 350 Mitglieder. Heutzutage liegt die Mitgliederzahl bei 600. Am 29. September 2009 feierte die Gemeinde ihr 180-jähriges Jubiläum.

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