Gender Mainstreaming - Geschlechtergerechtigkeit
Frauen und Männer sind gleichberechtigt zu behandeln und eventuelle Nachteile müssen beseitigt werden – Das macht der Artikel 3 des Grundgesetztes unmissverständlich deutlich. Die Stadt Herten hat dieses Prinzip in ihrer Hauptsatzung noch einmal konkretisiert.
Analyse der Lebenssituation deckt Ungleichgewicht auf
Das Prinzip der Geschlechtergerechtigkeit (gender mainstreaming) bedeutet die Berücksichtigung der Interessen von Männern und Frauen in allen Entscheidungen in Verwaltung und Politik von Anfang an. Um eventuelle Nachteile auch wirklich zu beheben, müssen sie zuerst erkannt werden. Eine Analyse der unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männern in der Stadt soll die Basis schaffen.
Beispiel: Lesekompetenz von Jungen fördern
Auf Grundlage der Analyseergebnisse werden Maßnahmen ergriffen, die dem Ungleichgewicht entgegenwirken. Ein Beispiel ist die Jungenleseecke in der Stadtbibliothek. Mit speziell ausgewählten Büchern und Medien für Jungen, wird die Lesekompetenz gefördert.
Künftig soll auch die Verwendung der vorhandenen Finanzmittel für Frauen und Männer transparenter werden.
Begriffserklärung:
Das Prinzip des Gender Mainstreaming entstand in der internationalen Politik:
"gender" = Geschlechtsrolle im Unterschied zu "sex" = biologisches Geschlecht mainstreaming = sämtliche allgemeinen politischen Konzepte und Maßnahmen für die Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit nutzen.
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