Bürgerpreisträger 2008
Umweltschutz
Preisträger: Die ehrenamtlichen Mitglieder des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Herten-Disteln
Unter dem Motto „Die Schöpfung bewahren“ hat das 12-köpfige Presbyterium in den letzten Jahren zahlreiche Projekte ins Leben gerufen. So bauten sie in ihrer Gemeinde bereits ein Öko-Haus, gestalteten die Außenanlagen nach ökologischen Gesichtspunkten und führten ein Energie-Controlling ein. Das alles hat nicht nur Nutzen für die Gemeinde, sondern macht die Beteiligten darüber hinaus auch zu Umweltexperten auf überörtlicher Ebene. Hier wird Umweltschutz gelebt, Erkenntnisse werden an andere Interessierte weiter gegeben. In 2006 wurde der Gemeinde für ihr Engagement die für kirchliches Umwelt-Management entwickelte Auszeichnung „Grüner Hahn“ verliehen.
Kultur
Preisträger: Karl Hildebrandt
Karl Hildebrandt und sein Shanty-Chor sind aus dem kulturellen Leben in Herten nicht mehr weg zu denken. Seit 25 Jahren ist er nun schon Dirigent des Chores und begeistert die Fans immer wieder mit Auftritten und Konzerten in Herten und über die Stadtgrenzen und sogar Landesgrenzen hinweg. Darüber hinaus ist Karl Hildebrandt 1. Vorsitzender der Marinekameradschaft Herten / Westerholt 1908 e.V. Ein wichtiger Programmpunkt im Jahresplan der Marinekameradschaft ist die Fahrt zum Patenboot der Stadt Herten an die Ostsee. Die Marinekameradschaft füllt diese Patenschaft zwischen der Besatzung des Bootes und der Hertener Bevölkerung mit Leben. Das beweist auch der Marineball im Dezember jeden Jahres, zu dem die Besatzung des Patenbootes immer wieder gerne anreist.
Sport
Preisträgerin: Christa Koschorrek
Sport ist Mord – damit kann Christa Koschorrek gar nichts anfangen.
Sie ist bereits seit 1953 Mitglied im Verein TUS Westerholt/ Bertlich 1893 e.V. und engagiert sich dort auch ehrenamtlich. So hat sie mittlerweile das Deutsche Sportabzeichen nicht nur selbst schon 38 mal erworben, sondern es zusätzlich auch anderen SportlerInnen abgenommen Seit über 20 Jahren ist sie außerdem Leichtathletik-Kampfrichterin bei Deutschen Turnfesten. Ihrer unermüdlichen Arbeit ist es unter anderem zu verdanken, dass der Verein mit aktuell 660 Mitgliedern zu einem der größten Hertener Sportvereine geworden ist, dabei ist sicher auch ein hoher Anteil an Kindern und Jugendlichen bemerkenswert.
Soziales
Preisträgerin: Barbara Lau
Barbara Lau ist ein gutes Beispiel dafür, wie man sein eigenes schweres Schicksal zum Wohle anderer nutzen kann, die ein ähnliches Schicksal haben. Durch die Schwerbehinderung ihres Sohnes Alexander beschäftigte Barbara Lau sich mit Hilfen und Therapien für Menschen mit Behinderungen. Sie gründet bereits 1991 einen Pflegeverein für behinderte Menschen mit dem Schwerpunkt des therapeutischen Reitens. Auch nach dem Tod ihres Sohnes engagierte Barbara Lau sich weiterhin für ihr Projekt. Inzwischen ist der Feuler-Hof zu einem mittelständischen Unternehmen gewachsen und in seiner Art einmalig in Deutschland. Wöchentlich kommen mehr als 300 Personen zum Therapeutischen Reiten.
Zivilcourage,Toleranz, Eintreten gegen Rechtsextremismus
Preisträger: Die ehrenamtlichen BetreuerInnen der integrativen Schülerhilfe der Johanneskirche in Herten-Süd
Hier wird Integration und Nachbarschaftshilfe Groß geschrieben. 30 % der hier lebenden Hertener sind Ausländer oder haben einen Migrationshintergrund. Die Schülerhilfe entstand 2005 nach einer Stadtteilkonferenz, in der die schlechten Schulzeugnisse der Migrantenkinder zur Sprache kamen. Dreimal wöchentlich werden seitdem durchschnittlich 12 SchülerInnen von 20 Ehrenamtlichen, zumeist RentnerInnen, betreut. Nicht nur die verbesserten Zeugnisnoten der SchülerInnen sprechen für sich, auch die Sprachkompetenz hat sich verbessert, Auffälligkeiten im Verhalten sind weniger geworden. Weitere Gruppen entstanden, eine Teestunde für Frauen oder auch eine integrative Spiel – und Bastelgruppe für Vorschulkinder. All dies ein gelungenes Beispiel für gelebte Integration.

