Eine Stadt wird stubenrein
"Eine Stadt wird stubenrein" - mit diesem Slogan und dem Hinweis "Jetzt geht's um die Wurst" sagt die Stadt Herten den Hundehaufen im öffentlichen Raum den Kampf an. Denn Hundekot ist nicht nur eine ärgerliche "Tretmine" für Erwachsene, er kann auch eine gesundheitliche Gefährdung für Kinder darstellen.
Im Rahmen der Sauberkeitsoffensive der Stadt Herten hat der Rat beschlossen, dass ein Faltblatt für Hundehalter zusammen mit dem Hundesteuerbescheid verschickt wird. Seit dem Jahr 2004 werden die rund 2700 Hundehalter durch das Info-Blatt von Kinderfreunden, der Mobilen Kinderarbeit, des ZBH und der Stadt Herten informiert. Darin enthalten ist der eindeutige Appell an alle Hundehalter, sich verständnisvoll und vor allem verantwortungsbewusst zu verhalten.
"Viele glauben irrtümlich, durch die Entrichtung der Hundesteuer ein Recht darauf zu haben, dass der Hundedreck von städtischer Seite entsorgt wird. Ganz im Gegenteil ist der Besitzer sogar rechtlich dazu verpflichtet, die Hinterlassenschaften seines Hundes zu entsorgen", erklärt Bürgermeister Dr. Uli Paetzel.
Die Verunreinigung von Verkehrsflächen und öffentlichen Anlagen, dazu gehören auch Kinderspielplätze, stellt eine Ordnungswidrigkeit nach der Gebietsverordnung der Stadt Herten dar, die mit einem Bußgeld bis zu 1.000,- € geahndet werden kann. Aufgrund von zahlreichen Bürgerbeschwerden wird sich der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) verstärkt mit dieser Problematik beschäftigen.
Und noch etwas dürfte bei dem einen oder anderen Leser für Erstaunen sorgen: Alleine die in Herten gemeldeten Hunde produzieren pro Tag rund 900 kg Hundekot.
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