Bioabfall
In der so genannten Braunen Tonne werden biologische Abfälle gesammelt, die in der Biogasanlage in Herten zu Kompost und Biogas verarbeitet werden.
In den Bioabfallbehälter gehören:
- Obst- und Gemüsereste,
- Kaffeesatz, Teebeutel, Eierschalen
- Blumen, kleine Äste vom Heckenschnitt,
- Rasenschnitt, Laub, Essensreste (ohne Flüssigkeit)
- Kochen, Fischreste, Fallobst, Wildkräuter
- Blumenerde, Haare und Federn, Sägemehl, Holzwolle,
- Kaffeesatz und -filter, Teesatz und -filter oder –beutel etc.
Für Bioabfälle gibt es Biotonnen in Größen mit 120-L- und 240-L Rauminhalt. Bioabfälle werden 14-täglich im Wechsel mit dem Restabfall geleert. In den Sommermonaten kann die Biotonne auf Antrag gegen Entgelt wöchentlich abgefahren werden. Die wöchentliche Leerung können Sie bei den Mitarbeitern der Abfallwirtschaft bestellen.
Gelbe und Rote Karten
Falschbefüllte Biotonnen werden am Abfuhrtag mit dem "Biowagen" nicht geleert, denn eine Verwertung von verunreinigten Bioabfall ist nicht möglich. Die Biotonne wird von den Mitarbeitern des ZBH mit einem gelben Anhänger - der Gelben Karte - markiert und in der darauf folgenden Woche als Restmüll geleert. Bei der dritten Fehlbefüllungen wird die Biotonne mit einem roten Anhänger - der Roten Karte - markiert und anschließend eingezogen. Als Folge davon wird das Restabfallvolumen neu berechnet. Gegebenenfalls werden weitere oder größere Restabfallbehälter aufgestellt. Dies führt zu höheren Kosten.
Eigenkompostierung
Wer Bioabfälle im eigenen Garten kompostiert, kann sich von der Bioabfallsammlung befreien lassen, ansonsten gilt der Anschluss- und Benutzungszwang, das heißt, es muss eine Biotonne genutzt werden.
Bitte beachten Sie!
Lebensmittel und Lebensmittelreste sollten nicht im eigenen Garten kompostiert werden, denn das Anlocken von Ungeziefer und hygienische Probleme könnten rasch die Folge sein. Daher ist - auch wenn Sie selbst kompostieren - eine Biotonne sehr sinnvoll.
Die Bestellung einer Biotonne ist die Befreiung ist über den ZBH oder über den Fachbereich 1.2 - Abgaben der Stadt Herten, Kurt-Schumacher Straße 2, 45966 Herten möglich. Bei der Bioabfallsammlung sind auch Abfallgemeinschaften mit dem Nachbarn möglich.
Aber auch hier gilt, wie beim Restmüll, dass nur Grundstückseigentümer oder Verwalter Ummeldungen vornehmen können.
Die Gebühren für die Biotonne richten sich nach der Behältergröße.
Wie beim Restabfall werden die Biotonnen bis zu 15 Meter vom Haltepunkt des Sammelfahrzeuges vom Standort abgeholt und zurückgestellt. Steht Ihr Abfallbehälter weiter als 15 m entfernt, müssen Sie die Biotonnen zur Leerung selber an dem Straßenrand bereit stellen. Sie haben aber auch die Möglichkeit Ihre Biotonne gegen Entgelt vom ZBH abholen zu lassen.
Abfallgemeinschaft
Unmittelbare Nachbarn können sich auch Bioabfallbehälter teilen. Bei solch einer Abfallgemeinschaft muss sich jedoch ein Grundstückseigentümer bereit erklären, die Gebühren zu übernehmen. Eine Abfallgemeinschaft muss schriftlich beantragt werden.
Umgang mit der Biotonne
Im Sommer klagen manche Biotonnenbesitzer über Fliegenmaden. Fliegenmaden, die jugendliche Form von Fliegen, sind harmlos und nicht gesundheitsschädlich. Trotzdem möchte man sie nicht unbedingt in seiner Biotonne haben.
Fliegen legen ihre Eier in offen zugänglichen Lebensmitteln ab, zum Beispiel in Essensresten oder Gemüse- und Obstabfällen. Fleisch, Fisch und deren Produkte nutzen Fliegen besonders gern. Werden die Lebensmittel anschließend ohne Papierumhüllung in die Biotonne entsorgt, liegen besonders günstige Bedingungen für Fliegennachwuchs vor.
Um Madenbildung zu vermeiden oder einzudämmen, gibt es deshalb hilfreiche Tipps: Die Bioabfälle, gerade Fleisch- und Fischreste, sollten gut mit Papier eingewickelt werden. Auch ist es möglich, die Abstandshalter, die sich unter dem braunen Deckel der Biotonne befinden, mit einem Messer abschneiden. Dann lässt sich der Tonnendeckel fest schließen.
Normale und auch kompostierbare Plastiktüten aus Maisstärke dürfen in Herten nicht verwendet werden, denn in der Biogasanlage in Herten stört es die Verwertung. Papier hingegen kann verwertet werden und erleichtert auch die Handhabung der Biotonne.
Biofilterdeckel
Der Biofilterdeckel für die Biotonne hilft, die in den Sammelbehältern entstehenden geruchsintensiven Gase biologisch abzubauen und in geruchsneutrale Substanzen umzuwandeln. Dies erfolgt mit Hilfe von Mikroorganismen und Enzymen im Inneren des Deckels, die zum Teil das Wachstum und die Sporenbildung von Schimmelpilzen in der Biotonne hemmen. Die Dichtung am Deckelrand verhindert, dass ungefilterte Gase austreten können. Ebenso nimmt sie Fliegen die Möglichkeit, in das Innere der Tonne zu gelangen und dort Eier abzulegen.
Bestellung von Biofilterdeckeln
Biofilterdeckel können bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Abfallberatung gegen Entgelt bestellt werden. Der Biofilterdeckel für die 120-l-Tonne kostet 26,00 Euro, der Deckel für die 240-l-Tonne 36,00 Euro.
Jeweils nach etwa zwei Jahren sollte das Filtermaterial im Deckel ausgetauscht werden. Diesen Filtereinsatz können Sie ebenfalls beim ZBH erhalten. Die Kosten für das Filtermaterial liegen zur Zeit bei 8,50 Euro.
Der Biofilterdeckel ist in der Regel nicht erforderlich, wenn die Bioabfälle immer in reichlich Zeitungspapier eingewickelt und erst dann in die Biotonne gegeben werden.
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