Weniger – die Stadt handelt

Bildungsoffensive „Lebenslang Lernen“

Im Jahr 2005/2006 standen 1866 Plätze in Kindertageseinrichtungen dem tatsächlichen Bedarf von 1815 Plätzen gegenüber, der Rückbau von Plätzen wurde erforderlich. Die rechnerisch freien Plätze werden zur Förderung von Kleingruppen und für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren genutzt. Die Programme zur Früh- und Sprachförderung wurden gleichzeitig ausgebaut, so dass die Einsparungen durch den Rückbau der Unterstützung aller Kinder zugute kommen.

Der erforderliche Rückbau von Schulen erfolgt nach dem Prinzip, dass nicht benötigter Schulraum ab-
gebaut und verbleibender Schulraum für die künf-
tigen Lehr- und Lernan-
forderungen ausgebaut und aufgewertet wird.

 

Es soll eine Qualitätsverbesserung an den verbleibenden Schulstandorten stattfinden. Beispiel dafür ist der Rückbau des Schulstandortes Goethe II zugunsten des Ausbaus des Schulstandortes Goethe I in eine Offene Ganztagsschule. Insgesamt wird sich die Schullandschaft in den kommenden Jahren durch neue Konzepte in der Bildungspolitik des Landes und Aktivitäten der Kommune stark verändern. Bausteine dafür sind eine umfassende Frühförderung und gezielte Sprachförderung, Elternarbeit und die Vernetzung von Schule mit Kultur-, Sport-, Beratungs-, und Freizeitangeboten in den Stadtteilen.

Bauen und Umbauen für die Zukunft

Die Verwaltung hat schon früh begonnen durch die Entwicklung von neuen Wohnsiedlungen attraktiven Wohnraum für Familien zu schaffen, mit Erfolg! In den vergangenen beiden Jahren zogen viele Familien aus der Umgebung nach Herten. Über 50% der neuen Häuser konnten von Hertener Familien bezogen werden. Jüngstes Projekt ist die Siedlung Freiwiese in Langenbochum, die auf große Nachfrage stößt. Die Wohneinheiten für Generationenwohnen – barrierearme Wohnungen für Senioren und Familien – sind besonders begehrt. In Planung ist die Siedlung sonne+ in Scherlebeck, sie verbindet städtisches Wohnen mit direktem Naturanschluss und umweltfreundlichen Energiekonzepten.

Neben der Ausweisung und Entwicklung neuer Wohnbauflächen wird in Zukunft die Modernisierung des Bestandes zunehmend zum Thema werden. Wohnungs-
eigentümer werden sich mit Modernisierung und Wohnumfeldverbesserungen auf die aktuelle Nachfrage einstellen müssen, veralteter Bestand wird zurückgebaut. Die Stadt unterstützt dabei durch Information und Beratung.

Im Rahmen des Bund/
Länderprogramms Stadt-
umbau West wird die Modernisierung von Stadtteilen in Angriff genommen. Zuerst startete das Projekt „Süd erblüht“, wodurch die Verbesserung des Wohn-
umfelds, z.B. Ewaldstraße, durch Quartiermanage-
ment, wie Jugendarbeit, Wohnberatung für Ältere, Integrationsarbeit, und die Unterstützung von Existenzgründern der Stadtteil an die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Ewald angekoppelt wird.

In Planung ist das Projekt Herten Nord in Langenbochum/Paschenberg u.a. mit der Entwicklung eines Gewerbegebiets „Schlägel & Eisen“ und der Profilierung von älteren Wohnquartieren. Als weiterer Baustein im Stadtumbau ist die Erneuerung der Stadtteile Herten-Westerholt/Bertlich und Gelsenkirchen-Hassel geplant. Alle drei Projekte haben gemeinsam, dass räumliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklung zusammenwirken. Die Finanzierung dieser Programme ist nur möglich, weil Finanzmittel von Bund und Land bzw. der EU zur Verfügung stehen. Die Stadt könnte diese Investitionen aus eigener Kraft nicht leisten.

Qualifizierung und Arbeit

Am Zukunftsstandort Ewald und im Industriegebiet Herten-Süd entstehen gegenwärtig ca. 700 neue Arbeitsplätze durch Neuansiedlung logistischer Dienstleister. Im Umfeld des Zukunftszentrums und am Zukunftsstandort Ewald sind in den vergangenen Jahren ca. 400 Technologiearbeitsplätze entstanden. Die weitere Ansiedlungstätigkeit am Zukunftsstandort Ewald wird durch das Thema Neue Energien geprägt. Hier steht das Wasserstoffkompetenzzentrum Herten im Vordergrund. Die Hertener Wirtschaftsförderung setzt hier auf langfristige Arbeitsplatzeffekte. Das Ziel ist die Entwicklung eines modernen Wirtschaftsstandortes, der für junge Menschen und Familien dank seiner familienfreundlichen Infrastruktur auch ein attraktiver Wohnstandort ist.

Zukunftsstandort Ewald

 

Teil der Bildungsoffensive ist die Qualifizierung junger Menschen für den Beruf. Nach einem qualifizierten Schulabschluss ist es wichtig, jungen Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf durch gezielte Beratung und Begleitung zu erleichtern. Berufsförderung, Schule und Betriebe arbeiten dabei Hand in Hand. Junge und qualifizierte Kräfte sollen in unserer Stadt und Region eine berufliche Perspektive bekommen.

 

 

Ihre Ansprechperson:

Susanne Barth

Funktion: Demografische Entwicklung

Telefon: 0 23 66 / 303 511


Stichwortsuche

Darstellung