Weniger – die Fakten
Entwicklung der Gesamtbevölkerung
In der Jahresmitte 2008 lebten in Herten rund 64.000 Einwohner. Die Einwohnerzahl der Stadt Herten ist seit Jahrzehnten rückläufig. Dieser Rückgang der Einwohnerzahl ist bedingt durch eine niedrige Geburtenrate und durch Wanderungsverluste.
Auch in den kommenden Jahren wird die Gesamtbevölkerung Hertens weiterhin deutlich schrumpfen. Das trifft auf die meisten Städte im Ruhrgebiet zu. Die Stadt Herten hat diese Entwicklung schon früh erkannt und durch entsprechende Konzep¬te zur Stadtentwicklung (neue Wohngebiete), Wirtschaftsförderung (Arbeitsplätze) und Bildung neue Zukunftsperspektiven für die Stadt geschaffen. Allerdings werden diese Programme den Trend zur Schrumpfung nicht umkehren, sondern nur mindern können.

Geburtenrückgang
Von 1975 bis 1985 ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen an der Gesamtbevölkerung von über 26 Prozent auf unter 20 Prozent gesunken und liegt heute bei 17% Prozent. Seit Jahrzehnten ist die Geburtenrate in Herten deutlich rückläufig und führt, zusammen mit der Steigerung der Lebenserwartung, zu einer veränderten Altersverteilung innerhalb der Gesellschaft.
Während im Jahr 2001 noch 559 Kinder in Herten geboren wurden, sind es im Jahre 2007 nur noch 444 Kinder. Jede zweite Hertener Familie ist eine Ein-Kind-Familie. In 37 Prozent der Familien leben zwei Kinder unter 18 Jahren und nur in 13 Prozent der Familien leben drei und mehr Kinder. (Quelle: Familienbericht 2006)
Durch den Rückgang der Geburten und die hohe Zahl der Fortzügler, vor allem im Alter zwischen 30 und 50 Jahren, wird die Gruppe der Erwerbsfähigen bis 2020 ebenfalls kontinuierlich kleiner werden.
Wanderungen
Herten hat in den letzten 12 Jahren einen Wanderungsverlust von über 2.500 Personen erfahren. Anders als in vielen Kernstädten des Ruhrgebiets betrifft der Wanderungsverlust nicht nur die deutsche Bevölkerung, auch die nichtdeutsche Bevölkerung ging in diesem Zeitraum zurück. Die Ursachen sind im Wesentlichen im Rückzug des Bergbaus zu suchen, der schon jahrelang die Abwanderung der jüngeren Bevölkerung wegen mangelnder Arbeitsplätze begünstigt.

- Quelle: LDS
Männer und Frauen
In den Altersklassen über 65 Jahren überwiegt der Anteil der weiblichen Bevölkerung deutlich, die Lebenserwartung der Männer hat sich aber in den letzten 15 Jahren erhöht. Ein großer Teil der älteren Frauen ist alleinstehend. Frauen in hohem Alter bilden den höchsten Anteil der Pflegebedürftigen.

- Quelle: LDS NRW
Ihre Ansprechperson:
Susanne Barth
Funktion: Demografische Entwicklung
Telefon: 0 23 66 / 303 511
E-Mail: S.Barth@herten.de
Standort: Zeche Schlägel & Eisen
Ort: Herten
