Bunter – die Auswirkungen
Familien sind Gewinn und Verpflichtung
Die Familien, in jeder Form, sind für das Miteinander und Füreinander in der Stadtgesellschaft von großer Bedeutung: Sie stehen im Mittelpunkt nachbarschaftlichen Lebens und bilden die Eckpfeiler in sozialen Netzwerken. Familien haben meist eine lange Bindung an den einmal gewählten Wohnort. Familien sorgen für Nachwuchs und versorgen die Alten.

Der Familienbericht 2006 des Zefir Instituts beschreibt die aktu-
ellen Entwicklungs-
trends:
In Herten leben über 7.200 Familien, was bedeutet, dass mehr als ein Drittel aller Einwohner im Familien-
verband lebt. Rund 17% sind allein erziehend.
Die Familien stehen zunehmend unter wirtschaftlichem Druck, traditionelle Werte verlieren an Bedeutung, viele Eltern fühlen sich mit den Erziehungs-
aufgaben überfordert. Häufiger als in traditionellen Familien, gibt es bei Alleinerziehenden und kinderreichen Familien einen Unterstützungsbedarf. Familien von Zuwanderern wiederum haben sich mit den kulturellen und wirtschaftlichen Anforderungen einer modernen Aufnahmegesellschaft und mit Sprach- und Integrationsproblemen auseinander zu setzen. Der wirtschaftliche Druck, aber auch ein verändertes Rollenverständnis der Geschlechter führt dazu, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für junge Familien schon fast zur Überlebensfrage wird. Die Aufteilung der Familienarbeit und die jeweils gewählten bzw. zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung spielen dabei eine wichtige Rolle. Alleinerziehende haben, trotz Unterhalts-
zahlungen, besonders häufig nur ein geringes Einkommen. Alleinerziehende sind in der Regel Frauen, die Mehrzahl von ihnen ist nicht erwerbstätig.

Zuwanderer – ein Teil von uns
Bürgerinnen und Bürger mit Zuwanderungsgeschichte sind ein fester Bestand-
teil unserer Stadt geworden. Die meisten Zuwanderer haben in Deutschland ihren Lebensmittelpunkt gefunden. Dabei ist Arbeit von jeher der wichtigste Integrationsfaktor.
Durch den massenhaften Verlust von Arbeitsplätzen sind gerade ausländische Arbeitskräfte mit niedrigen Bildungsabschlüssen ins Hintertreffen gekommen. Wir begegnen Familien die sozial und wirtschaftlich benachteiligt sind, Kindern und Jugendlichen mit Bildungs- und Sprachdefiziten und Gruppen, die sich nicht an den Normen einer modernen Gesellschaft orientieren wollen oder können.

Der Integrationsprozess muss also vieles leisten:
Er bedarf der aktiven Zustimmung beider Seiten, jener der Zuwanderer und der der deutschen Einwohner.
Er muss die Chancen zur Partizipation am sozialen Leben und die Aussicht auf berufliche Perspektiven durch Bildung verbessern.
Er muss die Partizipation am sozialen und politischen Leben fördern.
Ihre Ansprechperson:
Susanne Barth
Funktion: Demografische Entwicklung
Telefon: 0 23 66 / 303 511
E-Mail: S.Barth@herten.de
Standort: Zeche Schlägel & Eisen
Ort: Herten
