Älter – die Stadt handelt

Mit wachsender Bedeutung der Infrastruktur und Dienstleistungen für ältere, pflegebedürftige und behinderte Menschen wurden das Beratungs- und Infocenter Pflege (BIP) und die Koordinierungsstelle Altenhilfe mit den zentralen Planungs- und Projektaufgaben verbunden. Sie bilden seit dem 01.07.2005 das Seniorenbüro.

Altenhilfeplan

Mit dem Instrument der Altenhilfeplanung, durch weitgehende Vernetzung der relevanten Akteure im Rahmen der „Runden Tische“ Planung, Wohnberater, ambulante Hilfen, stationäre Dienste und der Seniorenkonferenz, sowie durch Kooperation auf Kreisebene ist eine bedarfsgerechte Planung gesichert.

Die Ziele sind:

  • die Ermöglichung eines selbständigen und selbstbestimmten Lebens in allen Lebenssituationen; dazu gehören
  • die Weiterentwicklung von Sozialstrukturen, die im ambulanten und stationären Bereich Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität gewährleisten
  • der Vorrang des Grundsatzes „ambulante vor stationäre Hilfen“
  • die Weiterentwicklung von Wohnungen und Wohnformen, die einen Umzug bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit möglichst vermeiden
  • eine stärkere Beteiligung von Senioren am kulturellen und gesellschaftlichen Leben
  • Förderung des Ehrenamtes, Verknüpfung des Ehrenamtes mit professionellen Hilfestrukturen

Aktuell arbeitet der „Runde Tisch Altenhilfe“ an folgenden Projekten und Themen:

  • Hilfen bei demenziellen Erkrankungen (auch für Angehörige), Modellcharakter hat das neu errichtete Pflegezentrum St. Barbara der Caritas
  • Vorbeugende Beratung der über 75-jährigen durch den „präventiven Hausbesuch“ (Modellprojekt im Kreis RE läuft bereits)
  • Den Ausbau haushaltsnaher Dienstleistungen (Umfrage und Konzeptentwicklung)
  • Verstärkung der Angebote für pflegende Angehörige
  • Ambulante Betreuung Alleinstehender (Ausbildung von Seniorenbegleitern)
  • Ausbau der Wohnberatung für Ältere (AWO-Wohnberatung – Büro Herten Süd, Modellwohnung am Wilhelmsplatz)

Das umfassende Maßnahmenpaket kann hier nur schwerpunktartig dargestellt werden.  Die Altenhilfeprogramme in Herten haben eine Vorreiterrolle im Kreis Recklinghausen.

Das Seniorenbüro

Das Seniorenbüro entwickelt in Zusammenarbeit mit den psychosozialen Beratungsstellen der Arbeiterwohlfahrt und des Caritasverbandes entsprechende Projekte im Rahmen verschiedener Handlungskonzepte und erzielt dadurch eine breite Vernetzung der Träger und der Angebote.
Insbesondere die Zusammenarbeit des Seniorenbüros mit der Präventions-
beratungsstelle der Kriminalpolizei Recklinghausen und der gerontopsychia-
trischen Abteilung der LWL-Klinik in Herten in Form von Informationsveran-
staltungen lassen das bestehende Interesse des Bürgers anhand der Besucherzahlen deutlich werden. Themen wie Sicherheit im Alter, seelische Erkrankungen im Alter, Demenz und Sucht betreffen breite Bevölkerungs-
schichten. Für nicht mehr mobile ältere Menschen wurden von den Wohlfahrtsverbänden in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbüro (Sozial aktiv) Angebote geschaffen. Dazu zählen verschiedene Besuchsdienste – speziell auch für demenziell Erkrankte – wie „musik mobil“ und „Märchen vorlesen“. Zur Zeit findet eine Ausbildung zum/r Seniorenbegleiter/in statt.
Informationen und Hilfen zu allen Bereichen gibt das Seniorenbüro im EG des Rathauses.

Lernen im Alter

Lernen hört mit dem Alter nicht auf, es verändert sich. Das Angebot von Volkshochschule und anderen Bildungsträgern ist auf die verschiedenen Altersgruppen ausgerichtet: Während für die Berufstätigen (50plus) der Ausbau beruflicher Weiterbildung eingefordert wird, damit alternde Belegschaften den Anforderungen des modernen Berufslebens gerecht werden können, interessieren sich "Best Ager" im (vorgezogenen) Ruhestand für Sprachen, Sport oder IT-Innovationen.
Seniorenverbände und Vertretungen wiederum definieren den Begriff Altersbildung umfassend. Sie beschränkt sich demnach nicht auf die Aneignung von Wissen für Beruf und Freizeit, sie bedeutet für ältere Menschen die Erhaltung der Lebensqualität und Sicherung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Auch alte Menschen, die nicht mehr mobil sind, sollen nicht den Anschluss an Bildungsmöglichkeiten verlieren.

Ihre Ansprechperson:

Susanne Barth

Funktion: Demografische Entwicklung

Telefon: 0 23 66 / 303 511


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