Älter – die Fakten

Jung und Alt aus dem Gleichgewicht

Der Anteil der 60-jährigen und älteren Einwohner betrug, gemessen an der Hertener Gesamtbevölkerung, am 31.12.2006 27,6 %. Dies ist eine Steigerung von 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2020 werden nicht mehr die 35- bis 50-jährigen, die heutigen Eltern von minderjährigen Kindern, die stärkste Altersgruppe darstellen, sondern die geburtenstarken Jahrgänge der 60er Jahre, also die dann 50- bis 65-jährigen.Die Gruppe der über 64-jährigen ist von 1975 (12 Prozent) bis heute (2007: 21 Prozent) kontinuierlich größer geworden. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen liegt heute somit um mehr als acht Prozentpunkte unter dem Wert von 1975. Der Anteil der Bevölkerung im Alter von 65 und älter liegt fast neun Prozentpunkte darüber. Seit dem Jahre 2000 bilden in Herten nicht mehr Kinder- und Jugendliche die größte, von der Stadtgesellschaft zu unterstützende Gruppe, sondern die Älteren und Hochbetagten.

Steigende Lebenserwartung

Das Alter ist heterogen

Wenn wir von der viel zitierten Generation 50plus sprechen steht hinter diesem Begriff eine äußerst heterogene Gruppe. Dazu gehören Berufstätige genauso wie Rentner, Familien wie Alleinstehende, gut situierte und ärmere Familien oder Paare, gesunde, aktive und kranke oder pflegebe-
dürftige ältere Menschen. Durch die gewachsene Lebenserwartung hat sich die nachfamiliäre und nachberufliche Phase zu einem neuen Lebensabschnitt entwickelt. 70-jährige können reisen, Sport treiben, sich ehrenamtlich engagieren oder Enkel betreuen, aber vielleicht auch die 90-jährige Mutter pflegen.

Das Alter ist weiblich

Einen Frauenüberschuss gab es 1976 bei den über 50-jährigen in der EL-Region. Seit 2004 ist die Geschlechterbilanz fast ausgeglichen, da sich die Lebens-
erwartung der Männer erhöht hat. Nur bei den hochaltrigen Einwohnern (über 75 Jahre) ist seit 2004 und in der Prognose für 2020 ein Überschuss bei den Frauen zu erwarten, was für die Ausrichtung der Pflegeangebote von Bedeutung sein könnte.

Quelle: Fortschreibung Altenhilfeplan 2006/2007 Stadt Herten

Ihre Ansprechperson:

Susanne Barth

Funktion: Demografische Entwicklung

Telefon: 0 23 66 / 303 511


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