Älter – die Auswirkungen
Generation 50plus
Möglichst lange Fit bleiben ist das Motto der Generation 50plus. Sport- und Kursagebote für Senioren sind daher bei der VHS und bei Vereinen sehr gefragt.
Die Teilnahme von Senioren an Kursangeboten zur Gesundheitserhaltung und Rehabilitation sind deutlich gestiegen, auch Hochaltrige nutzen das Angebot. Bildung spielt für die Älteren ebenfalls eine große Rolle. Ob es die Berufstätigen sind, die sich für den Job fit halten wollen, oder die Rentner, die sich besonders für Sprach- und Computerkurse interessieren. Bildung hält fit und sichert die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Eine große Bedeutung haben die jungen Alten für das bürgerschaftliche Engagement, das junge Familien durch die Doppelbelastung von Familie und Beruf oft nicht leisten können.
Viele Ältere engagieren sich beispielsweise in der Sozialarbeit (Senioren-
begleiter), in generationsübergreifenden Projekten (Hof Wessels), in der Kulturarbeit (Seniorenaktivtage, Frauenkulturtage, Seniorenzeitung usw.) oder im Sport (Vereine).

Nachfrage nach Wohnraum
Durch die Zunahme Älterer in der Bevölkerung steigt die Nachfrage nach seniorengerechtem Wohnraum und Dienstleistungen. Die Nachfrage nach barrierearmen Wohnungen steigt ständig, da die meisten Menschen auch im Alter in ihrer gewohnten Umgebung bleiben wollen. Das erfordert den Ausbau von ambulanten Pflege- und Betreuungsangeboten.

Pflege und Betreuung
Die seit 1997 tätige BIP
– Beratungsstelle für Senioren –
verzeichnet einen kontinuierlichen Anstieg der Pflegeberatung und einen großen Bedarf an allgemein-
en Lebenshilfen. Die Wohnraumbe-
ratung ist ein wichtiger Bestandteil, in 2004 betrug der Anteil in den Beratungen 47%.
Familienangehörige sind zunehmend in der Pflege und Betreuung Hochaltriger gefordert und manchmal auch überfordert. Sie müssen in Zukunft verstärkt bei diesen Aufgaben unterstützt werden. Für die Bedarfsplanung der Pflegeplätze (2004-2010) in Herten ist der Kreis Recklinghausen zuständig. Für Herten wird derzeit von einem Überbedarf von 41 Pflegeplätzen ausgegangen. Kreisweit sind dies 134 Plätze. Mit teils in Planung, teils bereits begonnenen Vorhaben würden kreisweit 571 Plätze geschaffen werden, das Angebot ist also in Bezug auf die Quantität als ausreichend zu beurteilen.
Zunahme von Demenzerkrankungen
Aufgrund der prognostizierten Zahlen der Demenzerkrankungen (derzeit ca. 1,2 Mio. in Deutschland) müssen sich alle Altenhilfeeinrichtungen auf den Zuwachs demenziell Erkrankter einstellen.

Ihre Ansprechperson:
Susanne Barth
Funktion: Demografische Entwicklung
Telefon: 0 23 66 / 303 511
E-Mail: S.Barth@herten.de
Standort: Zeche Schlägel & Eisen
Ort: Herten
