Kunstausstellungen 2012
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11. März - 1. April
Karin Hilber: Kein Ereignis von Bedeutung
Klanginstallation/Holz- und Linolschnitte/Porzellanreliefs
Vernissage: Sonntag, 11. März, 11.30 Uhr

Die zentrale Arbeit der Ausstellung von Karin Hilbers ist eine Installation mit 12 großen Lautsprechern, aus denen die Lieder „Lili Marleen“ und „Es ist so schön Soldat zu sein“ erklingen sowie 24 Linolschnitten, die in der Technik des verlorenen Schnitts erstellt sind. Als Arbeitsgrundlage dienten Tagebuchaufzeichnungen eines Soldaten, der an der Belagerung Leningrads beteiligt war. Die Linolschnitte zeigen Texte aus dem Zeitraum Januar – April 1943, überdruckt mit abstrahierten Kartenskizzen der Stadt Leningrad.
Außerdem präsentiert die Künstlerin 16 Holzschnitte mit dem Titel „Leitfossilien“. Ähnlich wie Höhlenzeichnungen uns bei der Einordnung frühgeschichtlicher Funde helfen können, will sie diese neuen Leitfossilien mit Motiven aus unserer näheren Vergangenheit oder Gegenwart der Nachwelt hinterlassen.
Die Anregung für die Arbeit „Bonusclub“, die sich aus über 50 Porzellanreliefs zusammensetzt, lieferten zahlreichen Rabatt- und Ausweiskarten, von denen, codiert in Strichmustern und Zahlen, persönliche Daten immer abrufbar sind.
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29. April - 20. Mai
Emmy Rindtorff: Struktur
Malerei
Vernissage: Sonntag, 29. April, 15 Uhr

Mit den Mitteln der Malerei, der Collage und des Reliefs reflektiert Emmy Rindtorff Strukturen aus der Natur und der Kultur. Die formale Vielfalt von Strukturen gibt sie künstlerisch mit ihrer Vielfalt malerischer und technischer Ausdrucksformen wieder. Dieses vielschichtige Crossover läßt auch die Strukturen des Sehens und Wahrnehmens sichtbar werden. So ruft etwa die Verarbeitung von Röntgenaufnahmen die metaphysische Frage hervor, wie sich die Infrastruktur zu ihrem äußeren Erscheinungsbild verhält. Emmy Rindtorff zeigt damit, daß die formale Struktur der Oberfläche immer auch auf die inneren Strukturprinzipien verweist. (Andrea von Bardeleben)
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9. - 30. September
Heiner Szamida: Tondi
Installation/ Objekte
Vernissage: Sonntag, 9. September, 11.30 Uhr

Heiner Szamida bevorzugt für seine Objektkunst geometrische Formen. Die in vielen Arbeiten augenfällige Geometrie steht für Maß und Ordnung. Eine Klammer sozusagen, die die chaotisch wirkende Struktur seines Grundmaterials Spanholz bändigt und übersichtlich zusammenrücken lässt.
Stets vereint die Form als Strukturprinzip die Ambivalenz von Ruhe und Unruhe des verwendeten Materials.
Auch wenn Heiner Szamidas Arbeiten Objekte der konstruktiv-konkreten Kunst sind - also nichts darstellen, was sie nicht selbst sind - so sind sie doch auch kalkulierte Kompositionen und damit zugleich Werke harmonischer und proportionaler Ordnung. Das Serielle kommt zur Geltung, ästhetisch bestimmt und begrenzt durch das Verhältnis der Teile zu seinem Ganzen (im Objekt selbst und seinem Verhältnis zum Raum). Helga Brandi, Kunsthistorikerin
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25. November - 16. Dezember
Julia Arztmann: "Die Krabbe im Krebsgang"
Installationen
Vernissage: Sonntag, 25. November, 11 Uhr

In ihren raumgreifenden Installationen geht Julia Arztmann auf die bereits vorhandene Atmosphäre eines Ortes ein und erzeugt eine spürbare Spannung. Meist kommen weiche, textile Materialien zum Einsatz, die einen ungewöhnlichen skulpturalen Charakter erhalten. Durch das intensive Spiel mit Dimension und Materialität wird das absurde Potenzial unserer Alltagswelt freigesetzt. Dadurch wird zugleich der Ort der Ausstellung transformiert, was zu einer Hinterfragung gängiger Wahrnehmungsmuster führt.
