Rückblick auf die Extraschicht 2004
Am 10. Juli 2004 war die Zeche Ewald im Landschaftspark Emscherbruch eine der Drehscheiben für die ExtraSchicht – Die Nacht der Industriekultur. Zwischen Herten und Recklinghausen hat sich rund um die Zeche Ewald ein bizarrer Landschaftsraum entwickelt. Mehr als 100 Jahre lang nutzten Bergbau und Montanindustrie das Gelände. Hier entstand die größte Haldenlandschaft Europas. Noch ist der Zugang für Besucher gesperrt, denn noch immer werden die „Berge“ geschüttet.
Für die ExtraSchicht wurden erstmals Teile der Halde für die Bevölkerung freigegeben. Bis 2010 soll dieser außergewöhnliche Raum zwischen Recklinghausen und Herten als Landschaftspark Emscherbruch in einen themenorientierten Bürgerpark völlig neuen Typs verwandelt werden – eine Ausstellung informierte über die geplanten Maßnahmen. Gleich neben der gewaltigen Halde Hoheward, der größten Berghalde Europas und einer der höchsten Erhebungen der Umgebung, liegt die Zeche Ewald 1/2/7. Hier wurde noch bis zum Jahr 2000 Kohle gefördert. Heute ist die 129 Jahre alte Schachtanlage Teil eines der aufregendsten Zukunftsorte des neuen Ruhrge-bietes.
"der dritte Horizont“
Um Mitternacht wurde die gewaltige Westflanke der Halde Hoheward zum Schauplatz für ein einzigartiges musikalisch-mediales Ereignis. Der Kölner Komponist und Aktionskünstler Rochus Aust verwandelte mit seinem Ensemble „brass of the moving image“ die montane Landschaft in einen energiegeladenen Klangraum. Begleitet von Feuerbildern und großflächigen Projektionen hauchten sie mit ihrer Inszenierung „der dritte horizont“ der Haldenlandschaft neues Leben ein.
Programm
Durch Multi-Media-Großleinwandprojektionen wurde das Zechenleben lebendig, mit Einbruch der Dunkelheit erstrahlten die drei Zechentürme dazu in magischem Licht. Hella Sinnhuber führte Gespräche mit Bergleuten, Wissenschaftlern und Künstlern während zwei Marching Bands „Midges at Work“ und „Jazz-Light“, für musikalische Bewegung sorgten. Auf dem Zechengelände waren zudem die skurrilen Eisengeschöpfe des Künstlers Iskender Gider (Herten/Recklinghausen) und die "BildSchirme" von Peter Grzan - "decorateur publique" zu sehen.
Ihre Ansprechpersonen: Die Details konnten nicht aus der Datenbank gelesen werden.
Benedikt Schmoll
Telefon: 02 09 / 60 48 - 93 98
E-Mail: projektbuero-bergbaustandorte@herten.de
Standort: Projektbüro Bergbaustandorte
Projektbüro Bergbaustandorte




