Architektur

Mit seiner zukunftsweisenden Architektur setzt das Glashaus einen neuen Akzent in der Hertener City. Zugleich passt sich das Gebäude harmonisch dem Umfeld an: Auf der Hermannstraße reiht sich die Front in die glatten Fassaden der Nachbarhäuser ein. Hier befindet sich der Haupteingang zur Bibliothek, die die Besucher durch das weitläufige Foyer betreten. Zum Jakobsplatz nimmt das Glashaus die verspielten Formen der drei- und viergeschossigen älteren Häuser auf, an denen die gewachsene Struktur der Stadt erkennbar wird. Rotunde und Bistro sind mit der Bibliothek verbunden, können aber auch durch eine gläserne Faltwand abgetrennt werden.
Energie, Sonne und Pflanzen
Von den berankten Galerien in der Rotunde lässt sich die subtropische Bepflanzung aus luftiger Höhe betrachten. Bei Veranstaltungen dienen die Galerien als Zuschauerlogen.Ökologischer Gedanke des Glashauses ist das Konzept der „grünen Solararchitektur“. Im Zusammenspiel von Sonnenlicht, Pflanzen und Fernwärme wird das gesamte Gebäude beheizt. Die Sonne erwärmt die Luft in der Glasrotunde und in den „Luftkollektoren“ zwischen der Gebäudedecke und dem darüberliegenden Glasdach. In den kälteren Monaten strömt die in den Kollektoren erwärmte Luft in die Bibliothek und sorgt zusammen mit der Fernwärme für eine angenehme Temperatur. Auch die Abluft aus der Bibliothek wird zunächst wieder in die Rotunde geleitet, wo die Pflanzen sie mit Sauerstoff anreichern und Schadstoffe binden, bevor die Luft in die Leseräume zurückströmt. Das computergesteuerte Regelsystem spart so rund 30 Prozent der herkömmlich benötigten Energie ein.
Die begrünte Rotunde

Daten und Fakten zum Glashaus
Die Idee für die Einrichtung eines Glashauses in der Hertener Innenstadt wurde von Herrn Karl-Ludwig Schweisfurth an den damaligen Bürgermeister Willi Wessel herangetragen. Für die Realisierung des Projektes sagte Herr Schweisfurth der Stadt Herten eine Spende von 1 Million DM zu.
erster Spatenstich November 1991
Grundsteinlegung Mai 1992
Richtfest November 1992
Eröffnung Bibliothek Mai 1994
Gesamteröffnung September 1994
Nutzfläche gesamt 3215 qm
Bibliothek 2000 qm
alte Bücherei 1200 qm
große Rotunde gesamt 664 qm
Rotunde EG 429 qm
Foyer 379 qm
Vortrag UG 130 qm
Konferenzraum 2. OG 60 qm
Baukosten:
bewilligter Kostenrahmen 25,7 Mio. DM
(ca. 13,14 Mio. EUR)
davon Spende durch Herrn Schweisfuhrt 1,0 Mio. DM
(ca. 511300 EUR)
Landeszuschüsse 20,0 Mio. DM
(ca. 10,23 Mio. EUR)
