Hertener Studie zur Qualitätsentwicklung

Katja Nowacki, Heinzjürgen Ertmer, Wolfgang Behr mit der Urkunde "Preis des Kindeswohls"

Die Studie zur Qualitätsentwicklung im Pflegekinderdienst "15 Jahre Vermittlung von Pflegekindern durch den Pflegekinderdienst der Stadt Herten" wurde von Katja Nowacki, freiberufliche Diplom-Psychologin und Heinzjürgen Ertmer, damaliger Leiter des Bereiches Hilfe zur Erziehung, unter Mitarbeit des Hertener Pflegekinderdienstes erstellt.

Am 29. April 2002 erhielten die Fachkräfte, die an dieser Untersuchung mitwirkten, auf dem Tag des Kindeswohls den 1. Förderpreis der Holzmindener "Stiftung zum Wohl des Pflegekindes" verliehen.

Laudatio für den 1. Förderpreisträger "Fachbereich Hilfe zur Erziehung der Stadt Herten"

"Die MitarbeiterInnen des Fachbereiches Schule und Jugend/Bereich Hilfe zur Erziehung der Stadt Herten haben neben der alltäglich anfallenden Arbeit mit enormem persönlichen Engagement und begrenzten, jedoch sehr sinnvoll eingesetzten finanziellen Mitteln eine Pilotstudie zur Erfassung fördernder und erschwerender Faktoren in der Praxis der Vollzeitpflege erarbeitet.

In ihrer Untersuchung haben sie zentrale Thesen aus der kontroversen Theorie-Diskussion im Pflegekinderwesen aufgegriffen und zur Überprüfung aufgearbeitet. Es wurden Hypothesen formuliert, die auf Erkenntnissen und Positionen der seit fast 30 Jahren in Forschung und Praxis mit der besonderen Lebenssituation von Pflegekindern befassten Psychologen Dr. Monika Nienstedt und Dr. Arnim Westermann basieren. Daraus wurden - unter Bezugnahme auf verschiedene vorliegende Studien und eigene langjährige Praxiserfahrungen - ungewöhnlich präzise Fragestellungen entwickelt, die einer methodisch sorgfältigen wissenschaftlichen Untersuchungsplanung und -auswertung unterzogen wurden. Die gewonnenen interessanten Ergebnisse werden kritisch diskutiert im Hinblick auf die Notwendigkeit einer breiter angelegten Forschung, die zu einer differenzierteren Erfassung der einzelnen Faktoren und deren Wirkung notwendig wäre.

Die in Aussicht gestellte weiterführende Untersuchung wird seitens der Stiftung sehr begrüßt. Das Projekt ist ein herausragendes Beispiel mit Modellcharakter für eine sinnvolle Kooperation von Wissenschaft und Praxis. Es wird mit einer Förderpreissumme von 2.500,00 Euro honoriert. Die Höhe der Summe begründet sich im weiteren Förderungsbedarf und kann als Anschubfinanzierung für den geplanten weiteren Forschungsschritt gesehen werden."

Quelle: Stiftung "Zum Wohl des Pflegekindes" Holzminden, den 29. April 2002

Die Studie kann als Broschüre (47 Seiten) beim Pflegekinderdienst der Stadt Herten bestellt werden und steht in einer gekürzten Fassung als Datei zur Verfügung.


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