Adoption-Eine Lösung für meine Situation?
- Erstinformation für Schwangere und leibliche Eltern -
Adoptions-Ansichten...
Wir wissen nicht, ob Adoption des Kindes, mit dem Sie leben oder mit dem Sie derzeit schwanger sind, der Ausweg für die Notlage ist. Eine solche Lebenssituation kann jemanden zur Verzweiflung bringen.
Wir nehmen für unsere Arbeit in der Adoptionsstelle der Stadt Herten nicht in Anspruch, die einzige geeignete Lösung anbieten zu können.
Wir stehen leiblichen Eltern, schwangeren Frauen, die allein oder mit ihrem Partner über die Zukunft des Kindes nachdenken wollen, zum Gespräch zur Verfügung. Auf Wunsch auch anonym. Wir geben bei Bedarf Hinweise zu anderen in Herten und Umgebung vorhandenen Hilfen.
Adoptions-Wege...eine Kurzdarstellung
- Die Eltern/die schwangere Frau nehmen Kontakt zur Adoptionsstelle auf und werden über Adoption und Alternativen beraten. Sowohl anonyme, telefonische oder persönliche Vorgespräche sind möglich. Sagen Sie uns den Weg, den Sie für einen Erstkontakt wünschen.
- Die Adoptionsstelle spricht mit den Kindeseltern/der Schwangeren über die Situation und über mögliche Erwartungen an die zukünftigen Adoptiveltern.
- Die Adoptionsstelle wird dem vereinbarten Gesprächs- und Beratungsergebnis entsprechend tätig, für das Kind die Adoptiveltern auszuwählen.
- Die Adoptionsstelle ist bereit, zur Vorbereitung der Abgabe des Kindes nach der Geburt, die Mutter/die Eltern bei der Anmeldung im Geburtskrankenhaus zu unterstützen.
- Nach der Geburt trennen sich die Eltern/die Mutter von dem Kind. Die Adoptionsstelle steht für weitere Gespräche zur Verfügung.
- Das Kind wird aus dem Krankenhaus in die zukünftige Adoptivfamilie vermittelt. (Im Bedarfsfall erfolgt zunächst eine Betreuung in einer Bereitschaftspflegefamilie)
- Insoweit es sich um ein neugeborenes Kind handelt, geben die Eltern frühestens acht Wochen nach der Geburt (Ablauf der gesetzlich festgelegten Schutzfrist) ihre notarielle Einwilligung zur Adoption. Dabei hilft und berät die Adoptionsstelle.
- Nach Zugang der Adoptionseinwilligung beim Gericht ruht die Personensorge der Eltern. Im Regelfall wird das Jugendamt Vormund.
Welche Formen der Adoption gibt es?
Inkognitoadoption
Bei der Inkognitoadoption besteht keine Verbindung zwischen der leiblichen Familie und den Adoptiveltern. Ein Informationsaustausch ist nur möglich, wenn es die Adoptiveltern zulassen, bzw. wenn der Wunsch vom 16jährigen Kind selbst ausgeht. Es ist aber trotzdem wichtig, für die seelische Entwicklung des Kindes, dass es darüber informiert ist, adoptiert zu sein.
Halboffene Adoption
Bei der "halboffenen Adoption" kann ein Kontakt zwischen den leiblichen Eltern und den Adoptiveltern durch Briefe und Fotos, die über die Adoptionsstelle verteilt werden, aufrecht erhalten bleiben. Im Einzelfall finden auch Begegnungen zwischen Adoptiveltern und leiblichen Eltern statt, ohne dass der Familienname der Adoptiveltern und deren Wohnort bekannt gegeben werden.
Offene Adoption
Leibliche Eltern und Adoptiveltern kennen sich und halten auch dauerhaft Kontakt. Oftmals werden offene Adoptionen innerhalb der Familie oder unter Freunden durchgeführt, in Einzelfällen auch nach vorheriger Unterbringung des Kindes bei den Adoptiveltern als Dauerpflegekind.
Schwanger? Ausgerechnet jetzt? -Adoption: ein möglicher Ausweg für Sie und Ihr Kind
An dieser Stelle soll kurz auf eine im Jahr 2009 veröffentlichte Broschüre des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW hingewiesen werden.
In diesem Ratgeber zum Thema: "Schwanger? Ausgerechnet jetzt? Adoption: ein möglicher Ausweg für Sie und Ihr Kind" werden der Ablauf des Adoptionsverfahrens und die rechtlichen Grundlagen dargestellt, aber auch persönliche und emotionale Aspekte einer solchen Entscheidung angesprochen.
Diese Publikation liegt in Schwangerschaftsberatungs- und Adoptionsvermittlungsstellen in ganz Nordrhein-Westfalen aus. Hier finden Sie die Broschüre auch als Download.
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