Betreutes Wohnen / Servicewohnen
Seit einigen Jahren hat sich ein - zum Teil unüberschaubarer - Markt im Bereich der seniorengerechten Wohnformen entwickelt. Es gibt eine Vielfalt von Angeboten und Konzepten, die mit den unterschiedlichsten Begrifflichkeiten werben. Dabei existieren weder verbindliche Standards, noch ist der Begriff "Betreutes Wohnen" gesetzlich geschützt. Der Rat der Stadt Herten hat im Oktober 2003 Mindeststandards für künftige Planungen von öffentlich geförderten Servicewohnungen / Betreuten Wohnungen beschlossen.
Im Jahr 2004 schließlich hat das Land Nordrhein-Westfalen ein Gütesiegel als Zeichen für Qualität entwickelt. Folgende Kriterien müssen beispielsweise erfüllt sein, um das Gütesiegel zu bekommen:
- Die Wohnung muss zentral gelegen und in eine gute Infrastruktur eingebettet sein.
- Die Wohnung muss barrierefrei und altengerecht gebaut sein und über eine Notrufeinrichtung verfügen.
- Der haustechnische Service und eine kompetente Beratung und Betreuung des Mieters müssen sichergestellt sein.
Bei dem städtischen Beratungs- und Infocenter Pflege (BIP) gibt es ein örtliches Verzeichnis von altengerechten Wohnungen, das als Orientierungshilfe dienen kann. In Herten gibt es derzeit insgesamt 401 Wohnungen im Bereich Servicewohnen / Betreutes Wohnendavon
149 Wohnungen mit Betreuungsvertrag:
- Haus Elisabeth (Westerholt)
- Viterra (Paschenberg)
- Vestisch-Märkische (Süd-West)
- Onnebrink Eigentums- und Mietwohnungen (Disteln)
- Colin Archer (Süd)
- Jeromin (Westerholt)
45 Wohnungen ohne Betreuungsvertrag
- Privat (Langenbochum)
- St. Elisabeth-Hospital (Mitte)
117 Heimverbundene Wohnungen mit Betreuungsvertrag
- Schettler (Scherlebeck)
- Wohnungsgenossenschaft Herne Süd (Westerholt)
90 Heimverbundene Wohnungen z. Zt. ohne Betreuungsvertrag
- Caritasverband (Mitte)
Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet auf der Seite www.pflegen-online.de.
"Mit Freu(n)den alt werden"
Immer mehr älter werdende Menschen denken über alternative Wohnmöglichkeiten für ihre Zukunft nach. Sie wünschen sich ein selbständiges und eigenverantwortliches Leben und wollen gleichzeitig nicht isoliert wohnen, sondern "Mit Freu(n)den alt werden."
Bereits in den 80er Jahren entstanden die ersten Initiativen, wie z. B. "Wohngemeinschaft für Jung und Alt", "Alternatives Wohnen" oder "Neues Wohnen im Alter". Zu den bekanntesten Projekten zählen Haus- oder Wohngemeinschaften für Ältere in unterschiedlichsten Organisationsformen - von selbst initiiert bis zur Selbstverwaltung und Mehrgenerationenwohnen als Haus- oder Siedlungsgemeinschaft für Jung und Alt. Ein wesentlicher Bestandteil aller Konzepte sind z. B. Gemeinschaftsräume oder -flächen, die das Zusammenleben mit den Nachbarn fördern - ohne jedoch die Privatsphäre des Einzelnen einzuengen.
Die Stadt Herten unterstützt Menschen, die sich für derartige Wohnformen interessierten, im Rahmen der Wohnberatung für ältere Menschen. Dies kann in Form der Beratung und Begleitung eines Entwicklungsprozesses geschehen, aber auch durch gezielte Aufklärung bei Informationsveranstaltungen, Seminaren, Ideenbörsen oder ähnlichem.
Ihre Ansprechpersonen:
Ingrid Rüschenschmidt
Telefon: 0 23 66 / 303 586
E-Mail: i.rueschenschmidt@herten.de
Standort: Rathaus
Raum: 3
Dr. Sule Cankaya
Telefon: 0 23 66 / 303 586
E-Mail: s.cankaya@herten.de
Standort: Kurt-Schumacher-Str. 41
Raum: eh. Knappschaft
